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Konvergenz

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Konvergenz

Beitrag  Cristatahunter am Sa 14 Dez 2013, 21:39

Interessant finde ich, dass oft unterschiedliche Pflanzen sich ähneln, ohne miteinander verwandt zu sein. A. asterias F. asteroides und E. obesa sind typische beispiele.

Ich möchte euch noch eine andere optische Partnerschaft vorstellen.
Mammillaria bocasana cv. Fred und Pseudolithos migiurtinus

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Hat noch jemand Konvergente Pflanzenpaare?

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Re: Konvergenz

Beitrag  Fred Zimt am Sa 14 Dez 2013, 22:51

Tolles Thema, Stefan!

Senecio stapeliformis und Stapelia grandiflora fallen mir spontan ein.
Hab grad keine Photos bei der Hand, meine Festplatte hat den Geist aufgegeben.
Vielleicht kann mal jemand aushelfen?
Grüße

Fred
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Re: Konvergenz

Beitrag  Shamrock am So 15 Dez 2013, 21:45

An sich wirklich ein geniales Thema. Bin gestern schon ganz tief in mich gegangen aber konnte leider aus dem Gedächtnis keine passenden Fotopärchen finden.

Ähnliche Standortbedingungen bedingen auch ein ähnliches Aussehen. Die Evolution ist schon was Geniales! Dafür kann man komplett familienübergreifend eine olle Baumarkt Euphorbia trigona mit einem klassischen Säulenkaktus als Beispiel nehmen.
Oder man bleibt bei den Kakteen und stellt Konvergenzen zwischen Süd- und Nordamerikanern auf (Geophyten wie Pterocactus im Süden zu Peniocereus im Norden, cephaliumtragende Säulen, Quiabentia zu Pereskiopsis, uvm.).
Alternativ gerne auch Gattungsintern möglich. Der Phantasie sind da eigentlich keine Grenzen gesetzt.

Gut, wenn jetzt mal wieder etwas Sonne scheinen würde, dann könnte ich beispielsweise Geophyten-Vergleichsfotos nachreichen aber in diesem Thread sollte es dann wohl doch eher um optische Konvergenzen gehen. Würde mich auch freuen, wenn noch jemand was Nachreichen würde/könnte.

EDIT: Ich sollte mehr Euphorbien pflegen. Da fallen mir jetzt familienübergreifend und sukkulentenintern die tollsten Beispiele ein, wie Euphorbia gymnocalycioides zu Gymnocalycium baldianum, Euphorbia cereiformis zu Echinocereus-Gruppen, eine schön bereifte Euphorbia horrida zu Copiapoa cinera oder das "fischschuppige" Aussehen von Euphorbia piscidermis zu Lobivia bonnieae. Auffällig ist auch, dass sich bei fast allen Euphorbia-Beispielen die Konvergenz auch im Namen zeigt, während dies bei den Kakteen überhaupt nicht vorkommt.

Wenigstens hatte ich noch einen naheliegenden Gedankenblitz zu Kakteen-Konvergenzen zwischen Süd- und Nordamerikanern. Die Seeigelskelettform von Frailea castanea im Süden zu Astrophytum asterias im Norden:
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So, hat zu diesen beiden Kakteen-Konvergenz-Fotos nun auch noch jemand die passende Euphorbia obesa auf Lager? Wäre perfekt.

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Re: Konvergenz

Beitrag  Astronomer am Mo 16 Dez 2013, 09:56

Ja, haben wir hier:

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LG Dieter
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Re: Konvergenz

Beitrag  Shamrock am Mo 16 Dez 2013, 11:27

Danke, Dieter - perfekt!  *daumen* 

Ein wunderbares Beispiel für den Weg der Evolution. Wer also in klimatisch ungünstigen Lagen Erfolg haben will, muss sich entsprechend anpassen. Komplett unabhängig voneinander haben hier somit drei verschiedene Pflanzen ein sehr ähnliches Aussehen entwickelt, obwohl sie in keinster Weise näher miteinander verwandt sind. Schöne Beispiele für eine optische Konvergenzerscheinung.

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Re: Konvergenz

Beitrag  Shamrock am Mo 16 Dez 2013, 21:03

Jetzt muss ich doch noch mal auf das gestrige Geophyten-Pärchen von süd- und nordamerikanischen Kakteen eingehen.

Pterocactus (Argentinien und Süd-Chile):
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Peniocereus (Mexiko):
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Optisch hält sich hier die Konvergenz eher in Grenzen. Diese entdeckt man erst, wenn man mal eine Runde unter die Erde geht...  Wink 

Allerdings habe ich heute mal etwas meine Literatur gewälzt, da ich hier noch etwas im Hinterkopf hatte. Hat zwar eine Weile gedauert aber schließlich wurde ich doch noch fündig. In der Sukkulentenwelt (Magazin der Sukkulenten-Sammlung Zürich, Heft 7, Juni 2002 - Urs Eggli?) steht dazu folgendes:

"...Weitere Ähnlichkeiten beschreiben Felger & Hendrickson (1997) anhand von Peniocereus striatus aus der Sonoran Dessert der südlichen USA und des angrenzenden Mexikos einerseits, und Euphorbia cryptospinosa aus Äthiopien, Kenya und Somalia anderseits: Es handelt sich um Rutensträucher mit bleistiftdicken, unauffällig bedornten Trieben und unterirdischen Speicherwurzeln. Blühende Exemplare können leicht unterschieden werden, aber die Parallelentwicklungen im vegetativen Bau gehen bis zu anatomischen Details: Beide Arten sind gerippt mit aufgewölbten, flachrunden Rippen und im Querschnitt gesehen bauchig erweiterten Rippenfurchen. Bei beiden Arten bildet der Rippenrücken eine lichtdurchlässige Rindenschicht, und Spaltöffnungen finden sich ausschliesslich im geschützten Raum der Buchten zwischen den Rippen. Auch die Bedornung ist bei beiden Arten stark reduziert, und erst der Bau der Dornbüschel lässt eine problemlose Identifikation zu - sofern man die Pflanzen nicht etwas anritzen will, um sie auf Grund des Vorhandenseins oder Fehlens von Milchsaft zu identifizieren."

Hammer, oder? Wir reden hier über zwei grundverschiedene Pflanzen, welche über komplett unterschiedliches Genmaterial verfügen und welche nicht annähernd miteinander verwandt sind.

Ich befürchte mal, es hat hier niemand zufällig auch ein Foto der Euphorbia cryptospinosa auf Lager? Dann lohnt es sich mal danach zu googeln... Dabei habe ich nicht einmal einen Peniocereus striatus gezeigt sondern einen Peniocereus viperinus.
Für die googlefaulen lohnt es sich schon den obigen Peniocereus viperinus mit dem Foto hier zu vergleichen: http://www.google.de/imgres?imgurl=http://pics.davesgarden.com/pics/2004/09/21/palmbob/984d8f.jpg&imgrefurl=http://davesgarden.com/guides/pf/showimage/55358/&h=599&w=800&sz=92&tbnid=fawqDuLSytl-qM:&tbnh=90&tbnw=120&zoom=1&usg=__-sgjOazgEcQkCWJ70WXQc5ce4HE=&docid=McNPTF7MPd4cnM&sa=X&ei=QFyvUvf_AYPQtQaZq4HQDQ&ved=0CDQQ9QEwAQ&dur=400
Gibt´s was genialeres als die Evolution?

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Re: Konvergenz

Beitrag  Cristatahunter am Mo 16 Dez 2013, 22:31

Die ähnlichkeit ist erstaunlich.
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Re: Konvergenz

Beitrag  Shamrock am Di 17 Dez 2013, 20:41

Hab da nochmal was ausgekramt. Aus Dr. Dieter Helm, "Dornenwesen", Biologie der Kakteen, Band 1, Seite 104:
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Ich hoffe mal, man kann zumindest halbwegs etwas erkennen. Irgendwie hat die Umwandlung von pdf in jpg nicht ganz so optimal funktioniert...
Ganz abgesehen davon ist das genannte Buch ein wirklich lesenswertes Meisterwerk! Nach der Grundlagenliteratur kann ich es Anfängern wirklich nur ans Herz legen. http://www.dkg.eu/cms/cs/index.pl?navid=Dornenwesen_%96_Biologie_der_Kakteen_1169&sid=c Vor allem ist es auch sehr amüsant geschrieben.  *daumen* 

So erstaunlich diese Konvergenzerscheinungen auch sind aber irgendwo ist es ja auch ganz einfach und logisch. Es hat sich halt eine gewisse Form bewährt. Das bekannteste Beispiel dürften wohl die Säugetiere sein, die sich für ein dauerhaftes Leben im Wasser entschieden haben... Was lernen wir daraus? Man nehme ein Katze und werfe sie ins Wasser. Dann muss man nur noch ein paar Jährchen warten und schon schwimmt da ein Wal.  Wink Ja, okay, zwecks Vermehrung sollte man für dieses Experiment mehrere Katzen verwenden. Jedenfalls scheint sich diese Fischform im Wasser gut bewährt zu haben. Genauso eben wie die gesammelten Beispiele in den vorherigen Beiträgen.

Hat denn sonst niemand hier weitere Konvergenzbeispiele?

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Re: Konvergenz

Beitrag  Fred Zimt am Di 17 Dez 2013, 20:58

Schumbergera opuntioides sieht für mich ziiiiemlich oputig aus, ich kenn mich aber zu wenig aus um eine passende Partneropuntie zu benennen. scratch 
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Re: Konvergenz

Beitrag  Astrophytum Fan am Di 17 Dez 2013, 21:05

Mit fallen spontan Astrophytum coahuilense und A. myriostigma ein. Mit viiieeel Fantasie auch Leuchtenbergia princips und Acm oder obergonia denegrii und Turbinicarpus alonsoi. Oder Ferocactus glaucenses und Echinocactus grusonii und andere Fero- und Echinocacteen

Mfg Michael
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