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Frostharte aber "verweichlichte" Echinocereen aus dem Gewächshaus

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Frostharte aber "verweichlichte" Echinocereen aus dem Gewächshaus - Seite 2 Empty Re: Frostharte aber "verweichlichte" Echinocereen aus dem Gewächshaus

Beitrag  Shamrock am Mo 01 Dez 2014, 08:41

tarantino schrieb:Auch inspiriert davon, weil ich gelesen hatte, dass jemand 2 reichenbachiis die 20 Jahre im Gewächshaus waren...ohne Frost....diese den ersten Winter problemlos überstanden und nun seit vielen Jahren Outdoor sind...
Kann gut gehen, muss aber nicht. Das ist letztendlich von vielen Faktoren abhängig. Wichtig ist beispielsweise die Wetterentwicklung im Herbst. Am besten wären da gelegentliche Nachtfröste mit entsprechender Erwärmung tagsüber. Da merkt dann jeder Kaktus der´s kann, was nun zu tun ist. Wird es aber auf einem Schlag plötzlich sehr kalt (was nun leider oftmals der Fall ist), dann trifft dies häufig Kaktus wie Mensch recht überraschend... Wink Du verstehst was ich meine, oder?
Ansonsten gilt eh immer die Devise: Was einen Winter über gut geht, kann im nächsten Winter schon völlig schief laufen...

@ Oliver: Auch ein gelungenes Beispiel. Gefällt mir! *daumen* Ich würde nach schätzungsweise 1.000 Metern gerne auf meine Couch zurückkehren. Very Happy

Ansonsten natürlich gerne geschehen! Es grüßt

der andere Matthias

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Frostharte aber "verweichlichte" Echinocereen aus dem Gewächshaus - Seite 2 Empty Re: Frostharte aber "verweichlichte" Echinocereen aus dem Gewächshaus

Beitrag  tarantino am Mo 01 Dez 2014, 09:54

Shamrock schrieb:
tarantino schrieb:Auch inspiriert davon, weil ich gelesen hatte, dass jemand 2 reichenbachiis die 20 Jahre im Gewächshaus waren...ohne Frost....diese den ersten Winter problemlos überstanden und nun seit vielen Jahren Outdoor sind...
Kann gut gehen, muss aber nicht. Das ist letztendlich von vielen Faktoren abhängig. Wichtig ist beispielsweise die Wetterentwicklung im Herbst. Am besten wären da gelegentliche Nachtfröste mit entsprechender Erwärmung tagsüber. Da merkt dann jeder Kaktus der´s kann, was nun zu tun ist. Wird es aber auf einem Schlag plötzlich sehr kalt (was nun leider oftmals der Fall ist), dann trifft dies häufig Kaktus wie Mensch recht überraschend... Wink Du verstehst was ich meine, oder?
Ansonsten gilt eh immer die Devise: Was einen Winter über gut geht, kann im nächsten Winter schon völlig schief laufen...

@ Oliver: Auch ein gelungenes Beispiel. Gefällt mir! *daumen* Ich würde nach schätzungsweise 1.000 Metern gerne auf meine Couch zurückkehren. Very Happy

Ansonsten natürlich gerne geschehen! Es grüßt

der andere Matthias

Hallo anderer Matthias Wink

Erstmal vielen Dank für die Gedanken und deiner Hilfe.
Ja...verstanden habe ich es nun. Ich bin mir halt nun sehr unsicher wie ich weiter vorgehen soll. Ich habe leider keine anderen Möglichkeiten für eine Unterbringung der Pflanzen. Ferner wollte ich von Anfang an eine gewisse Abhärtung oder Selektion erreichen. Deshalb habe ich mehrere Experimente mit den Kakteen am Laufen....es handelt sich aber eben ausschließlich um alte Gewächshauspflanzen die keinen Frost kennen...habe die Pflanzen an verschiedenen Orten untergebracht...Gewächshaus...Garage ohne Fenster, Gartenhäuschen und einen geschützten Outdoorbereich. Ein gewisses Risiko gehe ich damit ein...dessen bin ich mir bewußt...möchte nicht all die Pflanzen verlieren....wollte viele davon im nächsten Jahr auspflanzen...ferner ist es auch interessant eine derartige Versuchsreihe zu starten...vielleicht gewinnt man daraus gewisse Erkenntnisse....irgendwie bin ich aber inzwischen in all diesem tun äußerst verunsichert und weiß nicht mehr, wie und ob ich diese Experimente weiterführen soll...

Viele Grüße und nochmals Danke für die Hilfe

Matthias
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Frostharte aber "verweichlichte" Echinocereen aus dem Gewächshaus - Seite 2 Empty Re: Frostharte aber "verweichlichte" Echinocereen aus dem Gewächshaus

Beitrag  Shamrock am Mo 01 Dez 2014, 10:10

Mach das, was dein Bauch dir sagt. Rechne mit vielen Verlusten und freue dich dann, dass doch nur ein paar wenige Pflanzen im Winter von uns gegangen sind. Was ist Richtig, was ist Falsch? Man weiß es vorher nicht...
Wenn sie nächstes Jahr frei ausgepflanzt einen Winter überstehen sollen, dann musst du dieses Jahr quasi die Risikoschiene fahren. Was anderes bleibt da gar nicht übrig. Augen zu und durch!

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Beitrag  tarantino am Mo 01 Dez 2014, 10:17

Shamrock schrieb:Mach das, was dein Bauch dir sagt. Rechne mit vielen Verlusten und freue dich dann, dass doch nur ein paar wenige Pflanzen im Winter von uns gegangen sind. Was ist Richtig, was ist Falsch? Man weiß es vorher nicht...
Wenn sie nächstes Jahr frei ausgepflanzt einen Winter überstehen sollen, dann musst du dieses Jahr quasi die Risikoschiene fahren. Was anderes bleibt da gar nicht übrig. Augen zu und durch!

Das ist eigentlich genau meine Einstellung. ... Very Happy hab das auch bisher mit Yuccas und Agaven so gehandhabt....und ich denke auch....es lässt sich zuvor nicht sagen was passieren wird....mit Verlusten rechne ich auch...dennoch besteht Hoffnung, dass vielleicht doch der größere Teil überlebt....hoffentlich...

Vielen Dank Matthias
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Beitrag  Bali am Mo 01 Dez 2014, 10:43

Hallo Tarantino-Matthias,

ich bin eher wie Du der Meinung, dass die Genetik die Hauptrolle für die Winterhärte spielt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Kaktus ein Gedächtnis hat und sich an die letzten Jahre „erinnern" kann.
Und sich deshalb, weil er mehrmals warm überwintert wurde, nicht so perfekt wie möglich auf die kommende Winterruhe vorbereitet bzw. per se winterfest ist.
Wie sollte er ahnen, dass der kommende Winter wieder „mild" wird?

Ich mache jetzt einen weiten Sprung, der aber meinen Standpunkt erklärt:

Landschildkröten, die durch nicht artgerechte Haltung, viele Jahre keinen Winterschlaf gehalten haben, müssen nicht angelernt werden, sondern machen bei artgerechter Haltung sofort und problemlos bei nächster Gelegenheit ihren Winterschlaf.
Die funktionellen/hormonellen Abläufe finden in den Tieren automatisch/genetisch bedingt statt, ohne Kenntnisse über die Härte des kommenden Winters zu haben.


Viele Grüße

Klaus
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Beitrag  Shamrock am Mo 01 Dez 2014, 13:09

Der Vergleich hinkt aber mitunter etwas. Je nach Herkunft der Kakteen ist eine Winterruhe lediglich eine unseren Kulturbedingungen geschuldete Notwendigkeit, welche im angestammten Habitat so gar nicht gehalten wird. Primär ausschlaggebend ist hier der mitteleuropäische Lichtmangel im Winter sowie natürlich auch die Temperatur. Rein theoretisch kann man mit genügend Kleingeld und entsprechender Technik auch wunderbar durchkultivieren.
Landschildkröten ohne Winterruhe dagegen wurden schlicht nicht artgerecht und gesund gehalten.

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Beitrag  Bali am Mo 01 Dez 2014, 14:01

Hallo Shamrock,

ich gebe Dir Recht, dass die (strikte) Winterruhe bei vielen Kakteen wohl nur unseren Kulturbedingungen geschuldet ist.
Ich habe aber einfach mal so unterstellt, dass Kakteen, die bei uns winterhart sind, tatsächlich auch an ihren Original-Standorten ähnlichen Wetterlagen ausgesetzt sind und somit eine echte Winterpause kennen und sogar für eine erfolgreiche Pflege benötigen.
Liege ich da so falsch?

Viele Grüße

Klaus
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Beitrag  Sabine1109 am Mo 01 Dez 2014, 14:22

Hallo Klaus!

Der Unterschied liegt aber doch vielleicht darin, dass die einzelnen Zellen zwar genetisch zu den nötigen Anpassungsvorgängen in der Lage wären, aber durch die vielen Jahren der Kultur ohne Frost nie gezwungen waren, ihre Genetik voll auszuschöpfen und z.B. die Stärke ihrer Zellwände u.a. an Frost anzupassen. Da aber ein Kaktus so schnell nicht wächst, werden sich auch bereits ausgereifte Epidermis-(und andere) Zellen nicht so schnell umstellen können - oder es vielleicht nie können? Es ist schwer einzuschätzen, warum im einen Fall klappt und im anderen mit einer Enttäuschung endet - wahrscheinlich multifaktoriell, wie so vieles.
Hat das eigentlich schon mal jemand unter dem Mikroskop angesehen? Ich meine den Unterschied zwischen einem frostharten und einem nicht frostharten Exemplar? Es wird ja nicht nur die funktionellen Unterschiede wie die Dehydrierung im Herbst geben, sondern müsste sich ja auch in Aufbau und Zusammensetzung der Zellwände (Ligningehalt o.ä.) niederschlagen - ist zumindest meine Vermutung. Und genau da sehe ich auch das Problem der über viele Jahre "verweichlichten" Kakteen - wie also sollten eigentlich ausgereifte Zellen es schaffen, innerhalb eines Winters ihre Struktur komplett zu verändern?
Interessantes Thema! Ich habe diesen Herbst einiges an frostharten Arten ausgesät und möchte diese (von denen ich mir dann bis zum nächsten Winter schon eine ordentliche Größe erhoffe) ab dem Frühjahr komplett draußen kultivieren. Ich hoffe, das klappt................. Wink

LG Sabine
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Beitrag  Bali am Mo 01 Dez 2014, 15:09

„aber durch die vielen Jahren der Kultur ohne Frost nie gezwungen waren, ihre Genetik voll auszuschöpfen und z.B. die Stärke ihrer Zellwände u.a. an Frost anzupassen."


Hallo Sabine,

müsste, um einen kommenden Winter gut zu überstehen, eine – wie auch immer geartete Anpassung – nicht immer schon im Voraus geschehen? Also jedes Jahr aufs Neue?
Gerade weil unsere Pfleglinge nicht schnell auf Temperaturänderungen reagieren können.

Kein Sämling würde den ersten Winter überstehen, wenn er sich erst eine gewisse Winterhärte über die Jahre „antrainieren" müsste.

Viele Grüße

Klaus
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Beitrag  Sabine1109 am Mo 01 Dez 2014, 15:34

Nun wie ich schon schrieb: Ich denke, dass der Hauptunterschied darin liegt, dass der Sämling noch keine ausgereiften Zellen hat - der ältere Kaktus dagegen viele. Und können "fertige" Zellen, die diese Anpassung noch nie machen mussten, das überhaupt noch nachholen?
Daher auch meine Frage, ob sich das schon mal jemand unter dem Mikroskop angeschaut hat.......

Schönen Nachmittag!
Sabine1109
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