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Taxonomie muss nicht trocken sein

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Re: Taxonomie muss nicht trocken sein

Beitrag  plantsman am Mi 27 Jan 2016, 18:57

Moin,

um die Gedanken mal ein wenig weiter zu führen......... Stapelia kommt nicht vom Stapeln, Lithops ist niemand, der über einen Stein springt (kennt jemand die Gattungshybride X Lapthops  Wink ) und............ zwei Namen, die mich in meiner Anfangszeit, als 16jähriger Sukkulentenfreund, "begeistert" haben: Weberbauerocereus (bitte fünfmal schnell hintereinanderweg sagen grinsen2 ) und Echinofossulocactus. Den Knoten in der Zunge habe ich in der Zwischenzeit rausbekommen.

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Re: Taxonomie muss nicht trocken sein

Beitrag  Shamrock am Do 28 Jan 2016, 01:01

plantsman schrieb:Weberbauerocereus (bitte fünfmal schnell hintereinanderweg sagen grinsen2 )
Stimm! Weberbauerocereus cephalomacrostibas war eigentlich ein Name für die Ewigkeit - nur wurde dann leider doch eine Echinopsis cephalomacrostibas draus.

Bei der hübschen Euphorbia francoisii var. crassicaulis fa. rubrifolia braucht man schon fast Vorder- und Rückseite beim Namensschild:
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Und schreib ich jetzt Gymnocalycium damsii subsp. evae var. torulosum oder lieber Gymnocalycium damsii var. torulosum oder doch gar Gymnocalycium anisitsii ssp. anisitsii auf´s Schild? Oder sicherheitshalber einfach mal alles? Wo kann man eigentlich dreidimensionale Namensschilder kaufen?
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Re: Taxonomie muss nicht trocken sein

Beitrag  Cactophil am Do 28 Jan 2016, 10:37

Shamrock schrieb:Wo kann man eigentlich dreidimensionale Namensschilder kaufen?
Ist alles längst veraltet. Gibt doch heutzutage auf Knopfdruck eine holographische Darstellung im Topf, mit allen erdenklichen Informationen. So wie bei Star Wars grinsen2
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Re: Taxonomie muss nicht trocken sein

Beitrag  Shamrock am Do 28 Jan 2016, 12:27

Im Topf? Ich projeziere sowas mittels Beamer auf die Hauswand der Nachbarn, dann muss ich meine Augen nicht so anstrengen. Inkl. Livemitschnitte vom entsprechenden Feldläufer beim damaligen Erstfund der jeweiligen Art. Lediglich meine Bildersammlung der dazugehörigen Herbarbelege ist noch nicht ganz komplett - aber ich arbeite dran. Das ist modern!

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Re: Taxonomie muss nicht trocken sein

Beitrag  Shamrock am Mi 13 Apr 2016, 23:20

Hab ich eingangs noch so schön propagiert, dass Namensgebungen in Bezug auf besondere Eigenschaften einer Pflanze immer die beste Wahl sind, so muss man dies doch auch gelegentlich auch etwas revidieren. Ist die Mammillaria spinosissima wirklich die stachligste Mammillaria oder ist die Mammillaria bella wirklich die schönste Mammillaria? Und was ist, wenn man eine noch stachligere oder eine noch schönere Mammillaria findet? Dann hat die Bedeutungsfalle bitterböse zugeschnappt! Gut, Mammillaria perbella mag noch drin sein. So oder so kommt man wieder zu dem Punkt, an welchem man erkennt, dass man eine Erstbeschreibung erst dann verfassen sollte, wenn man sich auch wirklich lange und ausgiebig mit einer gewissen Pflanze, Population oder Gattung auseinandergesetzt hat.

Nehmen wir mal das Beispiel Corryocactus (vielen noch als Erdisia bekannt):
Corryocactus apiciflorus - erscheinen nicht bei (fast) allen Corryokakteen die Blüten primär an den Triebspitzen?

Oder Corryocactus erectus:
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Wachsen nicht fast alle Corryokakteen mehr oder weniger aufrecht? Ganz abgesehen davon, dass ab einer gewissen Länge beim Corryocactus erectus von ernsthaften Errektionsstörungen ausgegangen werden muss - da steht dann nämlich nix mehr und der hängende Eindruck erinnert eher an was ganz anderes...

Und die schwarzen Haare beim Corryocactus melanotrichus konnte ich, trotz intensiver Bemühungen, auch noch nicht finden.

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