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Erfolgreiche Rebutia-Hybridisierung

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Erfolgreiche Rebutia-Hybridisierung

Beitrag  DanielDD am Mo 20 Jun 2016, 13:47

Hallo Leute,

ich habe 2013 meine Rebutien durcheinander bestäubt und die Samen 2014
nach Mutterpflanzen getrennt ausgesäht.      Nahezu alle Nachkommen
gleichen ihren Mutterpflanzen und ich habe das Experiment schon als weit-
gehend gescheitert angesehen.   In diesem Jahr blühen die meisten aus
der Aussaat von 2014.    Bei den Nachkommen einer Rebutia senilis v
Kesselringiana (aus Samen von Mesa Garden) haben einige Exemplare
rotbraune Knospen (typisch für diese Art sind grüne Knospen)!!!
Ich rechne noch in dieser Woche mit Blüten.

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Zuletzt von DanielDD am Mo 20 Jun 2016, 13:53 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: Erfolgreiche Rebutia-Hybridisierung

Beitrag  Cristatahunter am Mo 20 Jun 2016, 13:50

Bitte zeigen wenn es soweit ist.
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Re: Erfolgreiche Rebutia-Hybridisierung

Beitrag  Dine am Mo 20 Jun 2016, 21:21

Hallo Daniel,
das ist ja spannend! Bin sehr gespannt, was daraus wird. Bitte halt uns auf dem laufenden!
LG, Nadine
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Re: Erfolgreiche Rebutia-Hybridisierung

Beitrag  DanielDD am Do 23 Jun 2016, 19:04

Heute gab es die erste Blüte.  Sie konnte sich nicht richtig öffnen, weil die
Pflanzen zu dicht stehen.  Die Knospen auf dem Bild gehören teilweise
zu einer anderen Aussaat.

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Ich bin z.Z. im Streß, morgen kann ich mehr schreiben.

Daniel
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Re: Erfolgreiche Rebutia-Hybridisierung

Beitrag  DanielDD am Sa 25 Jun 2016, 13:27

Hallo Leute,

jetzt sind einige Blüten offen:

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Die Blüten sind rot, die Blütenblätter sind am Rand (vor allem zur Basis zu) orange bis gelblich.

Mich würde mal interessieren, inwieweit die Pflanzen der Hauptform von Rebutia senilis entsprechen.

Abgesehen von der Blütenfarbe kann ich keine Unterschiede zwischen den Sämlingen feststellen.

Zur Entstehung hätte ich noch eine andere Theorie:    Das Saatgut der Mutterpflanze war nicht sortenrein,
sondern eine Hybride aus R. senilis kesselringiana und der Hauptform von R. senilis.     In der F2 Generation
ist nun das Rot der Hauptform wieder hervorgekommen (3. Mendelsche Erbregel).    Das würde aber
bedeuten, dass sich das Rot rezessiv vererbt.

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Ideen zur Vererbung von Gelb und Rot

Beitrag  SFri am So 21 Aug 2016, 12:21

Hallo DanielDD,

ich kann gerne mal versuchen, die Sache ein wenig aufzudröseln…

Ich beschäftige mich mit Echinopsis-Hybriden und habe für mich schon einige Überlegungen zur Vererbung entwickelt, indem ich mir die Bilder verschiedener Kreuzungen angeschaut habe (welche Farben haben die Elternpflanzen, wie sehen die Nachkommen aus usw.) Das sind bis jetzt alles nur Ideen, die auch noch laufend angepasst werden müssen, und eigentlich müsste man auch noch viele gezielte Kreuzungen machen, um diese Ideen zu belegen, was bei Kakteen natürlich eine sehr langwierige Angelegenheit wäre. Also alles noch sehr unsicher...

Nichtsdestotrotz denke ich, dass man einige Sachen auf  Rebutia übertragen kann, die sind ja mit Echinopsis nahe verwandt. Dann würde die Vererbung bei deiner vorgestellten Kreuzung so aussehen:

1. Es gibt die drei Grund-Blütenfarbstoffe Gelb, Pink und Violett. In diesem Fall spielen aber nur Gelb und Pink eine Rolle. Gelb und Pink werden unabhängig voneinander vererbt. Die Blütenfarben werden zunächst erstmal* dominant vererbt, d.h. ein einzelnes Gen reicht aus, damit der Farbstoff gebildet wird.

2. Das Rot ist eine Mischung aus Gelb und Pink (additive Farbmischung).

3. Alle deine Pflanzen bilden den gelben Farbstoff aus. Zusätzlich bildet ein Teil (vielleicht ungefähr die Hälfte der Pflanzen?) auch noch den pinken Blütenfarbstoff aus und hat folglich die roten Blüten.

4. Die Pflanzen mit den roten Blüten sind auf jeden Fall heterozygot (spalterbig) für den pinken Farbstoff. Ebenso ist auch die Vaterpflanze spalterbig für den pinken Farbstoff. (Einzige Ausnahme: Du hast Pollen von mind. 2 verschiedenen Vätern auf die Narbe gebracht. Dann kann man daraus keine Aussage treffen.)

5. Mindestens eine der Elternpflanzen (wahrscheinlich die Mutter) ist homozygot (= reinerbig) für den gelben Blütenfarbstoff.

Leider wissen wir nicht, was die Vaterpflanze ist, deshalb sind die folgenden Schlussfolgerungen etwas unsicherer:

6. Falls du in deinem Bestand Rebutias mit roter oder pinker Blüte hast, ist wahrscheinlich eine von denen der Vater.

7. Deine Vermutung, dass die Mutterpflanze eine rezessive Anlage für Rot trägt, ist eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher wird es nur, wenn du sicher sein kannst, dass alle möglichen Vaterpflanzen gelbe Blüten haben (oder genauer: nicht Pink oder Rot). Dann hilft aber dieses jetzt von mir vorgestellte Modell nicht weiter und es müsste durch weitere Faktoren angepasst werden.

*(Mit „zunächst erstmal“ will ich andeuten, dass es viele genetische Konstruktionen geben kann, in denen das nicht mehr gilt. Generell sind in der Biologie die Regeln nicht so fest wie z.B. in der Physik. Alle Regeln (auch die Mendelschen Regeln) sind mehr oder weniger Vereinfachungen, und es gibt zu jeder Regel Fälle, bei denen es anders ist. Aber das würde nun wirklich zu weit führen…)

Viele Grüße
SFri
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Re: Erfolgreiche Rebutia-Hybridisierung

Beitrag  Cristatahunter am So 21 Aug 2016, 13:47

Ich würde mir darüber nicht zu stark den Kopf zerbrechen. Es ist doch das Ergebnis insgesamt befriedigend und es sind kräftige Körper mit schönen Blüten entstanden. In wieweit eine Verwandschaft mit den Eltern noch obtisch nachweisbar ist, bringt dich ja eigentlich keinen Schritt weiter. Jetzt liegt es an dir diese Hybride vegetativ zu vermehren oder nicht.
Willst du so früh wie möglich Kindel produzieren?
Eine vorsätzliche Scheitelverletzung kann die Kindelbildung forcieren.
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Re: Erfolgreiche Rebutia-Hybridisierung

Beitrag  DanielDD am Mo 22 Aug 2016, 15:39

Danke.

Ich habe tatsächlich eine pinkfarbene Rebutie und zwar eine Rebutia roseiflora. Ansonsten kämen
als Väter eine Rebutia spinossissima und diverse Aylosteras in Frage.

Die Samen stammen von einer einzigen Mutter, einer Rebutia senilis kesselringiana, die ich
aus Samen von MESA Garden gezogen habe. Die Mutter blüht kräftig gelb.
Von den Nachkommen blühen 20-25% rot und gehen etwas ins Gelbe, der Rest blüht gelb
wie die Mutter.

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Re: Erfolgreiche Rebutia-Hybridisierung

Beitrag  SFri am Fr 26 Aug 2016, 21:46

Hm, ein Anteil der Roten von 20-25%, also rund einem Viertel, würde tatsächlich eher für einen Erbgang mit einem rezessiven Allel sprechen, das in diesem Fall für die rote Farbe sorgt. In diesem Fall würde ich mich mit dem Verweis auf die von mir angedeuteten komplizierteren genetischen Konstruktionen aus der Affäre ziehen Wink . Oder es gibt mehrere Väter und der Anteil der Roten liegt nur per Zufall bei einem Viertel.

Übrigens könnte auch deine Rebutia spinosissima, wenn sie orange blüht, der/ein Vater sein. Orange ist auch eine Mischung aus Gelb und Pink, diesmal mit viel Gelb und wenig Pink. Es kann durchaus sein, dass dasselbe Gen, das in der R. spinosissima nur für ein wenig pinken Farbstoff sorgt, im genetischen Hintergrund der R. senilis kesselringiana für die Produktion von viel mehr pinkem Farbstoff sorgt. Auch das wäre ein Beispiel für eine kompliziertere genetische Konstruktion…

@ Cristatahunter: Also mir macht es einfach Spaß, ein wenig an diesen Vererbungsfragen zu knobeln. Und ich denke, den einen oder anderen interessiert es auch. Davon abgesehen hast du natürlich Recht, dass man sich auch über die schönen Pflanzen freuen sollte. Insbesondere weil sie nicht einfarbig blühen, sondern die Blüten einen schönen Farbverlauf vom Roten ins Orange-Gelbe zeigen.
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Re: Erfolgreiche Rebutia-Hybridisierung

Beitrag  Rebutzki am Sa 27 Aug 2016, 14:57

bei der weiteren Diskussion denkt bitte daran, dass Rebutia zu einem Sammelpott gemacht wurde.
Rebutia, Aylostera und Mediolobivia !
Es ist lt. DNA Analyse nachgewiesen, dass Rebutia mit Aylostera/Mediolobivia nichts zu tun hat, sprich eine andere Gattung ist.
Wenn , wie angesprochen, eine Rebutia spinossissima ins Spiel gebracht, so ist das ein Gattungssprung. Die Rebutia spinossissima ist eine AYLOSTERA.
Nicht wo Rebutia draufsteht, muss auch Rebutia drin sein. Ein Hoch auf die Liebhaber des Lumpen !!
Die Rebutia hat immer kahle Blüten. Aylostera/Mediolobivia haben Borsten und/oder Wolle am Blütenansatz.
Die richtigen Rebutien teilen sich dann wiederum auf in ( heutige Weisheit )
minuscula ( senilis, xanthocarpa, marsoneri, krainziana, wessneriana und a.m. )
padcayensis ( margarethea und singularis )
und fabrisii.
Die Gruppe minuscula teilt sich dann wieder in selbstfertile ( minuscula, senilis und xanthocarpa ) und selbststerile ( der Rest ) auf.
Die unterschiedlichen Blütenfarben waren in der Vergangenheit Selektionen, denn heute weiss man, dass an den Standorten alle uns bekannten durcheinander vorkommen.
Also Kreuzungen wären so theoretisch nur bei den selbststerilen möglich. Die selbstfertilen sind somit nur als Bestäuber zu gebrauchen.

Viel Spass
Leo
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