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Trocknungs-Protokoll für Lava-Substrat

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Re: Trocknungs-Protokoll für Lava-Substrat

Beitrag  darwi am Mi 07 Sep 2016, 16:02

Cristatahunter schrieb:Was ist denn besser?
Sollte das Substrat so schnell wie möglich wieder trocken sein?
Sollte ein Substrat nicht möglichst lange die Feuchtigkeit halten können?
Wo fühlen sich Kakteenwurzeln am wohlsten? Staubtrocken, milde Feuchte, alle 14 Tage aufs neue benetzt und nach 7 Tagen trocken?
Was passiert mit dem flüssigen Dünger wenn das Wasser nach 7 Tagen verdunstet ist?
Für was nutzt der Kaktus seine Wurzeln? Wohin geht das gegossene Wasser im Kaktus nachdem er sich im Frühling vollgesogen hat. Kann ein vollgesogener Kaktus noch Wasser aufnehmen. Nutzt der Kaktus das frisch gegossene Wasser zum Wachsen oder verwendet er das gespeicherte Wasser im Körper?
Warum speichert der Kaktus Wasser? Er bekommt ja alle paar Tage frisches von uns?

Alles Fragen mit denen ich mich schon lange beschäftige.


In der Tat.Wahrlich interessante Fragen !

Gruss
Hardy
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darwi
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Anzahl der Beiträge : 237

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Re: Trocknungs-Protokoll für Lava-Substrat

Beitrag  islek am Mi 07 Sep 2016, 19:46

Cristatahunter schrieb:Was ist denn besser?
Sollte das Substrat so schnell wie möglich wieder trocken sein?
Sollte ein Substrat nicht möglichst lange die Feuchtigkeit halten können?
Wo fühlen sich Kakteenwurzeln am wohlsten? Staubtrocken, milde Feuchte, alle 14 Tage aufs neue benetzt und nach 7 Tagen trocken?
Was passiert mit dem flüssigen Dünger wenn das Wasser nach 7 Tagen verdunstet ist?
Für was nutzt der Kaktus seine Wurzeln? Wohin geht das gegossene Wasser im Kaktus nachdem er sich im Frühling vollgesogen hat. Kann ein vollgesogener Kaktus noch Wasser aufnehmen. Nutzt der Kaktus das frisch gegossene Wasser zum Wachsen oder verwendet er das gespeicherte Wasser im Körper?
Warum speichert der Kaktus Wasser? Er bekommt ja alle paar Tage frisches von uns?

Alles Fragen mit denen ich mich schon lange beschäftige.

Ich habe die letzten 15 Jahre immer meine simple Standard-Mischung aus Quarzsand und Blumenenrde benutzt, in Tontöpfen oder - dann aber nur kleinen - Plastiktöpfen. Damit war meine Erfahrung sehr gut, wenn die Erde vor jedem Gießen immer wieder richtig trocken werden konnte. Erde hält ja die Feuchtigkeit lange, bindet sie aber auch gut, so daß die Wurzeln nicht lange richtig naß sind, aber das "Klima" noch länger feucht ist.

Erst mit meiner neuen Begeisterung für Sulcorebutien habe ich mich mit anderen Substraten beschäftigt. Ich würde vermuten, daß es auch für die Sulcowurzeln gut ist, wenn sie nicht lange naß sind, aber auch gegen zu starke Austrocknung geschützt sind. Übrigens gedeihen bisher die Sulcos, die ich aus Unkenntnis am Anfang (April dieses Jahres) in meine Erde/Sand-Mischung in Tontöpfe gesetzt habe, ebenfalls sehr gut, ohne Anzeichen von Wurzelproblemen (mit ca. alle 14 Tage gießen im Sommerhalbjahr).

Ein guter Restfeuchteindikator für undurchsichtige Töpfe ist Kondenswasser auf dem Untersatz / der Schale unter der Topföffnung, das sieht man bei Erde noch lange, auch wenn sie schon ziemlich trocken aussieht.

Ich habe gesehen, daß der Dünger beim Trocknen von Erde oder Lava gut in fein verteilter Form unsichtbar gebunden wird. Bei einer Mischung von feinem Quarzkies und Kieselgur kann man dagegen einen regelrechten, feinen Kristall-Überzug auf den Kieskügelchen sehen, auch schon ohne Dünger. Anscheinend enthält schon das Kieselgur lösliche Mineralien, die beim Abtrocknen auskristallisieren. Bei dieser Kies/Kieselgur-Mischung sieht man einen großen Unterschied in der Benetzung der Kakteen: Sie sind an den Kontaktstellen regelrecht naß, von einem Wasserfilm überzogen, genau wie der Kies. Das ist bei Lava anders. Aber auch in der Kies/Kieselgur-Mischung sind bisher meine kleinsten Sulcos und zu bewurzelnde Stecklinge gut gediehen. Aber ein halbes Jahr ist ja noch keine lange Zeit. Ich vermute, Lava ist auf Dauer besser, was die Wasserverteilung anbelangt. Mit dem pH-Wert habe ich mich noch nicht beschäftigt.

Nachtrag: Wenn man sieht, wie sich Kakteen nach der Trockenruhe vollsaugen, dann würde ich schätzen, daß ein Kaktus so 1-3 Tage braucht, um das Wasser aufzunehmen, das er "will".
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islek
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