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Aussaat Bewässerung

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Aussaat Bewässerung

Beitrag  moppi125 am Fr 18 Aug 2017, 16:00

Hallo zusammen, habe am Dienstag meine Kakteenladen im Zimmergewächshaus ausgesät. Wie oft muss ich die kleinen Töpfchen wohl bewässern?[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
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moppi125
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Re: Aussaat Bewässerung

Beitrag  Shamrock am Fr 18 Aug 2017, 16:31

Kurz gesagt: Anfangs feucht halten. Ansonsten einfach mal etwas in diesem Unterforum Stöbern oder die foreninterne Suchfunktion nutzen - da findest du einige ausführliche Aussaatanleitungen für Kakteen.

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Re: Aussaat Bewässerung

Beitrag  Karl1 am Fr 18 Aug 2017, 21:29

EH. und Schick Hybriden

Für die Zucht wurde ein 60 Liter Aquarium verwendet und mit 3 Styroporplatten a 8cm werden die Töpfchen auf die gewünschte Höhe gebracht. Aussaaterde so wie die normale Kakteenerde nur ein wenig feiner. Versuche mit Katzenstreu Thomas und Lavalit laufen und waren erfolgreich.

Natürlich kann hier auch ein Zimmergewächshaus benutzt werden. Da hinein passen 24 Stk. 5er Töpfe was für den Liebhaber vollkommen ausreichend ist. Der Aussaattermin muss auch nicht um den 20.01. liegen, wobei hier 12 Stunden Beleuchtung erforderlich ist. Bei Aussaaten bis Ende Februar reicht schon eine kleine Wärmematte von 17 Watt auch bis 12 Stunden am Tag. Das Tageslicht um diese Zeit ist schon ausreichend. Aussaaten schon jetzt im Sommer oder Herbst geht natürlich, man sollte aber bedenken, hier wird die Beleuchtung den ganzen Winter erforderlich sein.

1. Erde gedämpft in der Mikrowelle 0,5 Stunden lang

2. Samen gebeizt mit Aatiram

3. Erde behandelt mit Chinosol (Gurgeltabletten)

4. Beleuchtung 1 Aquariumlampe 15 W, 1 Neonleuchte 9 W = 24 W

5. Lampen stehen 5-6 cm über den Töpfen

6. Ersten zwei Tage auf 30 °, dann unter 30° die Temperatur halten

7. Temperatur wird durch Lüften geregelt

8. Abgedeckt mit Vlies

9. Heizen nur durch die Lampen und die Abstrahlung der Drosseln

10. Ausgesät am 19.01.

11. Aufgelaufen sind die Ersten am 23.01.

12. Nummer 50 auf Katzenstreu (Thomas nicht klebend) ausgesät, war ein Test in zwei Töpfen, aufgelaufen sind rund 100 Keimlinge

13. Aufgelaufen sind nach 5 Tagen überwiegend alle Kreuzungen mit Tr.- H. Cantora,

14. 28.01. alle 50 Samenarten sind aufgelaufen, mache auch viel zu viel

15. Habe bei einem Topf mit der Pinzette die Hälfte der Keimlinge herunter genommen und in eine anderen Topf ausgelegt. Es haben sich ja erst nur die kleinen Filzwurzeln gebildet und diese sind noch nicht mit dem Pflanzsubstrat verbunden.

16. Wasser ist abgekocht und steht 0,5 cm unter den Töpfen

17. Wasser wurde nach 14 Tagen entfernt, jeden Tag gesprüht

18. Aussaat nach drei Wochen sieht noch alles gut aus. Keine Algen- oder Schimmelbildung zu sehen. Sämlinge bekommen die ersten Stacheln. Es gab schon Jahre da musste ich bei der Größe der Sämlinge schon die Notbremse ziehen und pikieren, habe auch nicht den Aufwand betrieben.

19. Es ist das Ziel im Mai zu pikieren. Ende September sollen die Sämlinge 3-3,5 cm Durchmesser haben. Entwicklung nach 6 Wochen, mir kommt es vor, als wenn die Entwicklung stockt. Auf allen beiden Bildern sind aber schon die Dornen zu sehen. Algen oder Schadpilze sind noch nicht zu sehen. Was die weißen Pünktchen sind weiß ich nicht, mit der Lupe kann ich an dem Substrat nichts entdecken. -27.03. jetzt sind 9 Wochen vergangen, alles sieht noch sehr positiv aus. Seit dem 22.03. sind alle Kakteen aus dem Winterquartier ins Gewächshaus gestellt worden. Am ersten Tag leicht an gegossen und gesprüht, heute den 27.03. wurde das erste mal gedüngt, auch mit Zugabe des Wurzelbilder Vitanal. Ist es nicht ein herrlicher Duft im Gewächshaus ( Treibhausduft )
Die Sämlinge sind heute mit umgezogen.

Es ist noch nicht der große Zeitpunkt um Stolz zu sagen, die Aussaaten sind gelungen.
Erst müssen sie das erste Pikieren überstehen.
Meine Erfahrungen der letzten Jahre, wo meine Aussaaten nicht so gut aufgelaufen sind, sagen mir, wenn die Sämlinge
so weit sind und Dornen so gut entwickelt sind, geht nichts mehr schief. Wo liegt denn die Gefahr eines Misserfolges.
Ich denke in den ersten 14 Tagen und an dem Samen, vielleicht ist er nicht richtig ausgereift gewesen.
Samen beizen, Wasser, die ersten 14 Tage steht bei mir das Wasser von 0,5 bis 1 cm unter den Töpfen.
Bei der Fleischer Methode ist es ja auch nicht anders und der Wasserspiegel steigt und sinkt je nach Wetterlage.
An den Lichtquellen, diese darf man nicht vergessen. Wenn bei mir zwei kleine Neonröhren mit insgesamt 24 Watt und den
Drosseln schon bis 30 Grad bringen und das bei einem kalten Licht.
Wer kontrolliert denn seine Aussaatgefäße wie hoch sind die Temperatur unter der Haube des Minigewächshauses.
Bei anderen Züchtern sind Lichtquellen von 300 - 400 Watt im Gespräch.
Es sollen nur paar Anregungen sein die Misserfolge anderer Züchter mal zu überdenken und nach Ursachen suchen.

Heute den 04.04. habe ich angefangen mit pikieren etwa 400 Pflanzen.
Nach dem Pikieren setzt ein Wachstumsschub ein, vorsichtshalber habe ich für die ersten Tage eine Wärmematte untergelegt.
In zwei - drei Monaten wird das zweite Mal pikiert, dann ist der Abstand von Pflanze zu Pflanze ausgefüllt. Pikierschale von unten mit Wasser angestaut unter Zusatz von Vitanal und Düngergabe.
Deutschland ein kaltes Land, unserer Sommer ist ein grün angemalter Winter und es trifft wieder mal zu. Meine Sämlinge stehen seit dem 22.03. im Gewächshaus. Die letzten 4 Wochen waren nicht gerade förderlich für das Wachstum der Sämlinge, es ist ein Stillstand eingetreten.
Die drei Komponenten - Licht, Wasser und Wärme, konnte ich nicht geben und wenn eins fehlt steht der Züchter als Verlierer da. Diese Wärme von 20 -25° konnte ich den Sämlingen nicht bieten. Sehen ja immer noch gut aus, aber zeitlich sind 4 Wochen nicht gleich aufzuholen. Wie jeder Züchter bei der Aussaat vorgeht ist doch zweitrangig, das Ziel ist maßgebend. Jeder wird auf seine Methode schwören, eben weil er damit gute Erfolge erzielt hat. Was steht jetzt noch im Wege es auch mal aus zu probieren.

Grüsse alle Hybridenfreunde
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Karl1
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