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Ab wann gilt eine Aussaat als gescheitert?

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Ab wann gilt eine Aussaat als gescheitert?

Beitrag  Dropselmops am Sa 13 Jan 2018, 11:30

Ich weiß, eine einfache Antwort wird es nicht geben, weil zum Beispiel die Samengröße eine Rolle spielt, wie ich von Euch gelernt habe (je kleiner der Samen, desto länger braucht er).

Mich würden Eure Erfahrungen interessieren. Wie lange habt Ihr keimen lassen, wann habt Ihr aufgegeben?
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Re: Ab wann gilt eine Aussaat als gescheitert?

Beitrag  Avicularia am Sa 13 Jan 2018, 11:54

Hallo Nicole,

Pauschal wird dir auf diese Frage tatsächlich niemand eine Antwort geben können. Das kommt sicherlich auf die Art an, die du aussäst und auch auf den Aufwand, den du betreiben möchtest. Da ich nur immer einzele Mammillarien oder Gymnos beispielsweise aussäe, bekommen die bei mir keine Extrawurst. Wenn sies schaffen zu keimen, bis ich den Deckel des Gewächshäuschens abnehme, dann ist gut. Danach bekommen sie noch ein paar Wochen die Chance ohne gespannte Luft zu keimen. Manchmal bekommen die Nachzügler auch eine kleine Plastiktüte drüber. Und wenn ich den Platz letztendlich wieder benötige, dann haben sie ihre Chance vertan und ich hake den Versuch ab.

Wenn man natürlich viele Arten sät, die etwas länger brauchen, dann wird man auch etwas geduldiger sein und länger gute Bedingungen anbieten.

LG
Sabine

PS: Ich verschieb das mal ins Aussaatforum, das dürfte dort noch mehr Leute interessieren.

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Viele Grüße
Sabine


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Re: Ab wann gilt eine Aussaat als gescheitert?

Beitrag  jupp999 am Sa 13 Jan 2018, 13:07

Hallo Nicole,

ich habe auch schon nicht gekeimten Samen wieder "eingesammelt" und im nächsten Jahr wieder ausgesät. Dann keimten noch ein paar ... .

Ich habe bei in den Topf der Mutterpflanze ausgesäten Fero-Samen beobachten können, dass Samen im selben, im Jahr danach und auch noch ein Jahr später gekeimt waren. "Mutter Natur" scheint nicht alles auf eine Karte zu setzten ... .
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Re: Ab wann gilt eine Aussaat als gescheitert?

Beitrag  Cristatahunter am Sa 13 Jan 2018, 13:13

Ich würde die Töpfchen noch ein Jahr lang beobachten und unterschiedlichen Bedingungen aussetzen. Mal in den Regen stellen, dann wieder viel wärme geben und immer darauf achten dass keine volle Sonne draufbrennt. In Beutel oder unter Glas stellen oder im Sommer mit Sonnenschutz ins Freie stellen. Man kann nie wissen.
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Re: Ab wann gilt eine Aussaat als gescheitert?

Beitrag  airabocse am Sa 13 Jan 2018, 14:28

Hallo zusammen,

ich habe ähnliche Beobachtungen gemacht wie Manfred. Nachweislich nur einmal Frucht angesetzt und mehrere Jahre immer wieder frische Sämlinge im Topf. Die Keimbedingungen spielen eine große Rolle. Nicht alle Samen haben sicher die gleiche Feuchtigkeit oder Sonneneinstrahlung abbekommen. Oder andere Faktoren haben einfach nicht für alle gestimmt. Im Beispiel handelt es sich um einen Thelocactus heterochromus, besser gesagt um zwei Pflanzen. Ich hatte den Samen abgeerntet, aber nicht alle bekommen. Es gibt auch Arten, die brauchen ein Jahr bis sie gut keimen. Das ist z.B. bekannt von Mammillaria tetrancistra. Ich habe zum Beispiel im Sommer aus einem Aussaattopf Mammillaria bertholdii herauspikiert. Es waren nur zwei und die sollten besondere Pflege bekommen. Die untere Hälfte des Topfes war leer geblieben. Ich kann auch nicht mehr sagen, was drin war, weil die Beschriftung am Topf schon verblichen ist. Na ja, der Topf ist in der Schale stehen geblieben, wohl in der Hoffnung auf weitere bertholdis und mit in das Winterquartier gewandert. Ende November habe ich die kleinen Sämlinge bemerkt. Wann die gekeimt sind, unklar. Auf jeden Fall nach Anfang August, denn da hatte ich pikiert. Der Größe nach zu urteilen eher im September.
Da geht also manchmal noch was, wenn das Saatgut in Ordnung ist. Ein Rezept, oder gar eine Zeitspanne, kann man aber auch hier nicht nennen.

Grüße
Wolfgang

Topf mit Sämlingen nach mindestens 7 Monaten nach der Aussaat
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Re: Ab wann gilt eine Aussaat als gescheitert?

Beitrag  Wüstenwolli am Sa 13 Jan 2018, 16:40

Lässt man  die Aussaat lange im Saat-Gefäß,
keimt immer mal was nach - allerdings meistens nur wenige Korn.

Als gelungen würde ich eine Aussaat erst nach etwa einem Jahr bezeichnen -
wenn dann noch viel da ist - z.B mehr als die Hälfte als bei  Keimung   Very Happy


Diese Aussaat von Ende Februar 17 steht noch im Aussat - Gefäß,
allerdings musste ich im Herbst aus Platzgründen im linken Abschnitt der Schale schon pikieren,
weil einige Mammillaria insularis Sämis zu eng  standen


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So Mitte März wird der Rest pikiert.

LG Wolli
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Re: Ab wann gilt eine Aussaat als gescheitert?

Beitrag  nordlicht am Sa 13 Jan 2018, 21:02

Dropselmops schrieb:Ich weiß, eine einfache Antwort wird es nicht geben, weil zum Beispiel die Samengröße eine Rolle spielt, wie ich von Euch gelernt habe (je kleiner der Samen, desto länger braucht er).?

Das würde ich so nicht unterschreiben. Parodia Microsperma-Arten, extrem kleine Samenkörner, keimen innerhalb von 2 bis 3 Wochen, für mich eine "normale" Keimdauer.

Opuntia-Samenkörner, ziemlich groß, Keimdauer zwischen wenigen Wochen und bis zu zwei Jahren. Länger liegt meine Opuntienaussaat noch nicht auf dem Substrat. Ich bin gespannt, ob in diesem Jahr nochmals was nachkeimt.

Echinopsissamen sind kleiner als Astrophytumsamen, aber bei meiner diesjährigen Aussaat genauso schnell beim Keimen.

Zu deiner Frage würde ich salominisch antworten. Wenn deine Geduld am Ende ist, dann ist die Aussaat gescheitert.

Es gibt auch Arten mit sehr schlechten Keimquoten, ....da hilft auch langes Warten nicht.

Das sind ganz subjektive Erfahrungen, nicht zu verallgemeinern.




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Re: Ab wann gilt eine Aussaat als gescheitert?

Beitrag  Shamrock am Sa 13 Jan 2018, 21:05

Nicölsche, bei so manchen Opuntia-Samen ist es wohl das Beste, diesen über mehrere Jahre ganzjährig draußen zu lassen, bis da mal was keimt... Ungeduld tut selten gut...

Versetz dich z.B. mal in die Lage eines armen Kaktus, welcher unter ganz besonders widrigen Bedingungen zu kämpfen hat. Da kommt dann plötzlich so ein Traumjahr mit Regen ohne Ende (El Niño oder sonstwas) und alles blüht und früchtelt. Also munter raus mit dem Samen und gut iss. Dann kommen aber wieder die üblichen Magerjahre ohne Wasser und sämtliche Keimlinge gehen vor die Hunde. Dann wäre ja das komplette Traumjahr verschwendet und sämtliche Energieinvestition in die Samenbildung war für die Katz. Ist es da für den Kaktus nicht sinnvoller, wenn der Samen so nach und nach keimt, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass wenigstens ein Teil vom Nachwuchs durchkommt?
Du zuhause mit deiner Aussaatschale magst ungeduldig geworden sein - für den Kaktus im Habitat kann die Geduld überlebensnotwendig sein! Wink

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Re: Ab wann gilt eine Aussaat als gescheitert?

Beitrag  jupp999 am Sa 13 Jan 2018, 21:12

Das ist genau das, was ich mit "nicht alles auf ein Karte sezten" gemeint habe.
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Re: Ab wann gilt eine Aussaat als gescheitert?

Beitrag  Shamrock am Sa 13 Jan 2018, 21:14

Manfred, mir war´s klar - wollte es nur für Nicole anschaulich übersetzen. Im Zusammenhang dürfte es auch deutlich logischer sein. Wink
Austrokakteen sind auch Meister dieser Verzögerung. Hat ja erst kürzlich unser Austrocactus-Papst Norbert hier an anderer Stelle erläutert. Wäre sehr schade, wenn man so exklusiven Samen dem Biomüll übergibt.

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