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Wachstum stagniert

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Re: Wachstum stagniert

Beitrag  abax am Mi 02 Mai 2018, 11:02

Hallo Nopal,

da dein Problem in verschiedenen Substraten auftritt, würde ich eine andere Ursache vermuten: Falls du ältere KuaS-Jahrgänge hast: in Heft 3/1999,S. 51 findest du einen Artikel von Werner Sporbert zu Wuchshemmung/ Absterben bei meist intaktem Wurzelsystem durch zu hohe Salzkonzentration/ Alkalisierung durch das Düngen. Da würde ich mal ansetzen. Die hellen Krusten auf den Sämlingen sprechen auch dafür. Er empfielt sehr starkes Durchspülen des Substrates mit angesäuertem Wasser, um die Salze auszuwaschen. Danach sollen die Pflanzen wieder in Wuchs kommen.
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Re: Wachstum stagniert

Beitrag  RalfS am Mi 02 Mai 2018, 11:44

abax schrieb:Er empfielt sehr starkes Durchspülen des Substrates mit angesäuertem Wasser, um die Salze auszuwaschen.
Ich stelle solche Kandidaten einfach in den Regen, ev. mit einer dichten Schale drunter.

Grüße

Ralf
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Re: Wachstum stagniert

Beitrag  Cristatahunter am Mi 02 Mai 2018, 12:44

In den Regen stellen bewirkt teilweise wahre Wunder. Das konnte ich auch schon bei Sämlingen feststellen.
Versalzung kann oft der Grund für einen Kollaps in der chemischen Zusammensetzung des Substrats führen.

Ich habe auch schon versucht eine Fertigmischung vom Kakteengärtner mit Zuschlag zu pimpen. Es hat aber meist nicht wirklich etwas gebracht. Eher das Gegenteil war der Fall. Wenn ein Kakteenprofi ein Substrat kreiert dann macht er das aus jahrelanger Erfahrung. Diese Substrate sind gut, so wie sie sind. Zumischen von diversen Produkten ist unnötig und manchmal kontraproduktiv.

Die Saugwurzeln sind schneeweiss und sehen aus wie Glasnudeln. Nur hier findet die Nährstoffaufnahme statt. Diese benötigen leichtes und luftiges Substrat das sie gut durchdringen können.

Ich habe die Erfahrung gemacht das zu viele verschiedenen Komponenten in unterschiedlicher Körnung dazu führen das ein Substrat zu dicht wird. Dein Substrat sieht so aus als hätte es sehr viel verschiedenes drin und das in der Körnung von 0-5 mm.
Beim giessen entmischen sich die Bestandteile und gegen unten wird das Substrat immer dichter. Trocknet das Substrat aus wird der Topfballen und das Substrat hart und backt zusammen. Versuch einmal eine Situation, wie sie in einem Topf ist nachzustellen. Giesse das Substrat und lasse es trocknen, giesse es später noch einmal und lasse es trocknen. Danach versuchst du den Finger in das Substrat zu stecken. So schwer wie es dein Finger es hat, so schwer haben es die Wuzeln.
Kommt dann noch regelmässig Nährsalze dazu, wird es noch härter.

Wenn du den Boden in der Natur beobachtest so besteht dieser nur aus ein, zwei höchstens drei Komponenten. Diese sind dann auch nahe verwandt. Beispiel Kalk und Löss oder Bims und Lava oder Kies und Sand.
Es gibt keinen Standort auf der Welt an dem Bims, Tonsplitt, gebrochener Blähton, Zeolit, Lava, Quarz, Sand und Löss zusammen vorkommen. Dabei in einer Körnung von 0-5 mm.

Deine Bedingungen sind nicht schlecht. Weil sonst würde ja gar nichts wachsen. Es ist einfach sehr selektierend. Nur die stärksten schaffen es wie bei den knippelianus.
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Re: Wachstum stagniert

Beitrag  sensei66 am Mi 02 Mai 2018, 12:46

Hi Nopal,

ich denke auch, dass es an einer ungünstigen Anreicherung von Salzen liegen könnte. Da du unterschiedliche Substrate hast, müssten siuch aber Effekte aus dem Gießwasser auch unterschiedlich auswirken. Stehen die Pflanzen schon länger in den Substraten oder ist das noch relativ frisch?

Nopal schrieb:Oder doch Kalk im Wasser wobei ein ph von 5,9 laut Wasserwerk dürfte nicht viel ausrichten.
Dazu fallen mir zwei Dinge ein:
1. ist das der Wert, den das Wasserwerk angibt? Das kann eigentlich nicht sein, da Trinkwasser hierzulande gar nicht so sauer sein darf. (Laut Trinkwasserverordnung ist ein pH von 6.5-9.5 zulässig) In der Regel hat Leitungswasser einen leicht basischen pH (7-8.5), um die Rohre vor Korrosion zu schützen.
2. Sollte der angegebene Wert doch stimmen, kann zumindest "Kalk" nicht die Ursache deines Problems sein., denn die (für die Pflanzen auf Dauer schädliche) Karbonathärte ist im sauren sehr gering. Vielleicht sind andere Ionen im Leitungswasser, die sich abträglich auf die Pflanzen auswirken. Hast du die Analytik deines Wasserwerks zur Hand bzw. kannst du mal einen Link dazu zeigen?

Wenn es denn am Gießwasser liegen sollte, müsste sich der Effekt doch beim Großteil deiner Pflanzen zeigen?

ciao
Stefan
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Re: Wachstum stagniert

Beitrag  Cristatahunter am Mi 02 Mai 2018, 12:54

https://servimg.com/image_preview.php?i=1670&u=17697579

Das ist ein E. knippelianus am Standort. Dieses Substrat und deines könnten unterschiedlicher nicht sein.
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Re: Wachstum stagniert

Beitrag  Nopal am Mi 02 Mai 2018, 14:28

Vielen Dank für eure Unterstützung.

Eine Anreicherung des Substrates mit salzen halte ich für durchaus denkbar.
Mein Substrat ist vermutlich auch etwas dichter, dies hat den Vorteil das ich beim Gießen besser abschätzen kann wie viel Wasser ich gieße da es nicht sofort versickert.

Wie gesagt komme ich abgesehen vom Winter wo ich schon Schnee gesammelt habe nicht an Regenwasser.
Ist es möglich Leitungswasser mit Vitanal sauer zu machen oder wie soll ich das Wasser Säuern?
Die Kuas habe ich leider nicht.

Beim Anruf an dem örtlichen Wasserwerk wurde mir 5,9 genannt.
Mit dem zusatz, dieses Wasser hat einen sehr geringen Ph Wert und wäre es noch niedriger müsste man ihm Kalk zusetzen.
Was mich wundert, warum trotzdem Kalkflecken an armaturen oder der gleichen zu beobachten ist oder der Wasserkocher alle 3 Monate leichte Kalkspuren hat???
Einen link habe ich nicht aber ich schicke mal eine Pm raus.

Zum Echinocereus knippelianus, dieser wächst im Habitat schon fast im Humus, ich habe ihn allerdings mit meinen Echinocereus canus zusammen getopft da sie ähnlich Frosthart sind.
Bei dem Bild ging es mir darum das manche Pflanzen sogar im selben Topf wachsen während andere nicht in trieb kommen.


Es sei auch noch einmal angemerkt das es nicht alle Pflanzen bei mir betrifft, nur ein sehr kleiner Teil und eben oft die Aussaaten.
Es betrifft oft neu erworbene Pflanzen die erst in frische Erde gekommen sind oder aber auch Pflanzen die schon länger in der Erde und in meinem Besitz sind.

Beste Grüße
Nopal
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Re: Wachstum stagniert

Beitrag  Sabine1109 am Mi 02 Mai 2018, 17:23

Du hast viele tolle Tipps bekommen - dazu kann ich wenig sagen, auch weil Chemie weder in der Schule noch im Studium mehr als ein absolut lästiges Übel für mich war....... Rolling Eyes
Aber ein paar Anmerkungen vielleicht dennoch.
1. Es betrifft nicht alle Pflanzen - ist das nicht  häufig so? Man hat immer Pflanzen, die nach Darwin in der Natur vermutlich schon nicht mehr wären und nur unter unseren guten Kulturbedinungen überleben und die, die schon ab dem Sämlingsalter durchstarten und auch viel unempfindlicher gegen alle möglichen abträglichen Dinge sind (suboptimale Lichtverhältnisse, ungeeigneteres Substrat, empfindlicher für Schädlinge usw.). Manchmal wird bei mir einer vor 4 Sämlingen von Spinnmilben gefressen - alle anderen sehen top aus. Dann denke ich: So what? Behandelt habe ich deshalb noch nie und denke auch, dass vieles zur natürlichen Auslese gehört.
2. Das Leitungswasser. Bei uns schwankt dessen Härtegrad erheblich! Die ganze Nachbarschaft hat Probleme mit den Spülmaschinen.....
Zunächst war das Wasser nur urplötzlich härter. Angegeben waren für unsere Region 14 °dH - die Spülmaschine war von Salz und Klarspüler darauf eingestellt. Plötzlich war das Geschirr nicht mehr sauber - war kalkig, fleckig und fühlte sie rau an. Ein Anruf beim Wasserwerk war nicht erhellend, ein Aquariumteststäbchen ergab 21 °dH Shocked
Es schwankt seitdem. Das Höchste was wir gemessen haben waren 28 °dH  - mal ist das Geschirr fleckig, dann schlierig. Zum Glück haben wir zum Gießen eine Zisterne für Regenwasser mit 7000 Liter Fassungsvermögen. Aber daheim denken wir inzwischen über eine Entsalzungsanlage nach......... Neutral
Gibts einen Aquarianer in deinem Bekanntenkreis? Dann miss enfach mal. Oder hat jemand in deiner Nachbarschaft eine Zisterne? Bei mir dürftest du dich gern bedienen sunny Bei Platzregen ist aber auch ein Eimer auf dem Balkon zumindest ein erster nasser Schritt.......
Fred z.B. hat aber auch eine kleine Anlage um Osmosewasser herzustellen. Musst mal mit der Suchfunktion schauen, darüber gab es schon Threads. Aber dafür würde ich mich wirklich erst interessieren wenn klar ist, wie hart euer Wasser tatsächlich ist.
Ich gieße mit Regenwasser, ab und zu ist auch noch saures Vitanal drin, einmal monatlich Wuxal. Trotzdem haben meine Sämlinge manchmal weiße Ränder. Von was? Mir ist es egal, sie wachsen dennoch gut. Kalk kann das dann aber fast nicht sein - woher denn auch.
3. Das Substrat. Ich hatte das rein mineralische Substrat von Haage auch schon, war aber unzufrieden - viel zu fein und so hoher feiner Lehmanteil. Inzwischen mische ich nur noch ein bisschen davon unter, damit es leer wird. Bei den Pedios, Scleros und Co. habe ich den Eindruck, sie mögen am liebsten in viel lockerem Bims stehen. Dazu ein bisschen Kieselgur und ein klein wenig doppelt gebranntes Akadama und sie wachsen sehr schön. Also hier, unter meinen Kulturbedingungen Smile Das Habitat kann ich ihnen leider ohnehin nicht bieten..........Und auch das ist vermutlich oft gar nicht optimal! Wenn man sich anschaut, wieviele Sämlinge in der Natur nicht überleben wäre das eine Quote, mit denen wir in Kultur unglücklich wären.

Viel Erfolg beim Optimieren wünsche ich dir! sunny
Sabine
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Re: Wachstum stagniert

Beitrag  Litho am Mi 02 Mai 2018, 18:01

Nur mal so eingeflochten: Ich habe einen Kaktus, der sich seit ca. 30 Jahren nicht rührt aber trotzdem gesund aussieht.
Ich gebe ihm ab & zu etwas Wasser aber warte vergebens auf eine Reaktion seinerseits.
Gestört
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Re: Wachstum stagniert

Beitrag  OPUNTIO am Mi 02 Mai 2018, 19:12

Ist zwar jetzt auch off topic aber stell diesen 30 jährigen Wachstumsverweigerer doch bitte bei den Alten Säcken rein.

https://www.kakteenforum.com/t15842p160-alte-sacke?highlight=alte+s%C3%A4cke

Ich würde ihn zu gerne mal sehen.

Gruß Stefan
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Re: Wachstum stagniert

Beitrag  Litho am Mi 02 Mai 2018, 19:40

Hihi, DEN Thread kannte ich noch gar nicht!
Ich mach gleich mal ein Foto...
...

So, hier ist er/sie: Sagt man eigentlich "die Mammillarie" oder "der Mamillaria" ? Wenn es denn so eine(r) ist...

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