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Aussaat in Perlit

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Aussaat in Perlit Empty Aussaat in Perlit

Beitrag  M.Ramone am Sa 30 März 2019, 14:05

Moin,

gestern kamen zwei Pakete von Haage, gefüllt mit Bims, Ziegelkies, Kieselgur, Lavalit und auch Perlit.
Das Perlit habe ich gekauft, weil ich in einiger Zeit Haworthia aussäen möchte und ich eine ganz gute Aussaatanleitung gefunden habe, in der eben in Perlit ausgesät wurde.

Im letzten Jahr habe ich bereits Aloen in Bims und Zeolith ausgesät, mit durchwachsenem Erfolg. Und weil Aloe und Haworthia ziemlich dicht beieinander liegen, möchte ich nicht den gleichen Fehler nochmals machen und teste lieber vorher nochmal an Aloen. Um überhaupt herausfinden zu können, wo denn der Fehler lag, dachte ich mir, dass ich beim Substrat für die Aussaat anfange. Und weil ich nur noch Saatgut von eigenen (intergenetischen) Kreuzungen da hatte, habe ich noch weiteres Aloe-Saatgut bestellt. Sollte mein eigenes Saatgut nämlich Mist sein, habe ich noch "gutes" Saatgut zur Referenz da. Mit ausgesät habe ich noch Pseudolithos cubiformis, diverse Arten Tephrocactus und noch eine Crassula irgendwas (fällt mir gerade nicht ein) 'Campfire'. Das Crassula-Saatgut liegt bei mir schon einige Jahre in der Box, mal gucken, ob da überhaupt was kommt.

Der Plan war eigentlich, dass ich mit Quarzsand abdecke, allerdings hatte ich dann doch keinen Quarzsand mehr da. Und dabei war ich mir so sicher... Dumm gelaufen, also habe ich nur teilweise mit Perlit bedeckt, weil mir die Fantasie zur Lichtdurchlässigkeit von Perlit abgegangen ist. Also habe ich die Crassula-Samen überhaupt nicht bedeckt und die Pseudolithos, wie vorher auch schon, zur Hälfte in das Substrat gesteckt. Und bei den Aloe-Samen weiß ich nicht, ob da überhaupt Licht notwendig ist. Naja, mal schauen.

Ins Gieß- und Sprühwasser habe ich vorsichtshalber Chinosol gemischt.

So, dann mal zwei Bilder... Weitere Updates folgen dann.

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Beitrag  Avicularia am Sa 30 März 2019, 19:32

Hallo Marcus,

oha, das ist ja mal ganz was anderes als das Übliche! Ich finde es immer spannend wenn jemand etwas Neues ausprobiert. Aber darf ich fragen wie du gerade in purem Perlite aussäen möchtest? In der Natur kommt das ja so sicherlich nirgends vor. Gibt es einen Vorteil dieses Substrats der für deine Wahl verantwortlich ist? Auf jeden Fall werde ich mit großem Interesse verfolgen was da in den nächsten Wochen passiert.
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Beitrag  Nopal am Sa 30 März 2019, 20:34

Guten Abend Marcus,

ich habe 2014 auch einmal in Perlite gesät, dies funktioniert eigentlich ganz gut.
Ein Problem war bei mir das Gießen, dadurch das Perlite so leicht ist wurde beim Gießen immer alles aufgeschwemmt.
Versuche wen möglich von unten durch anstauen zu wässern.

Viel Erfolg!

Beste Grüße
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Beitrag  M.Ramone am So 31 März 2019, 09:22

Avicularia schrieb:Aber darf ich fragen wie du gerade in purem Perlite aussäen möchtest? In der Natur kommt das ja so sicherlich nirgends vor. Gibt es einen Vorteil dieses Substrats der für deine Wahl verantwortlich ist?

Also ich möchte ja Haworthia aussäen und bin auf diese Aussaatanleitung gestoßen. Das Resultat spricht für sich. Ich möchte etwas anderes ausprobieren, weil ich mit Bims/ Zeolith in luftdichten Behältnissen keine guten Erfahrungen gesammelt habe (bei Aloen). Das Hauptproblem war bei mir die Luftfeuchtigkeit in Kombination mit den Flügeln an den Samen. Ich hatte jeden Tag Schimmel auf den Samen und musste sprühen. Ich wusste auch nicht, ob die Samen auf oder in das Substrat müssen. Jetzt weiß ich, dass man sie auch gerne vergraben darf. So fangen sie wenigstens nicht gleich das Schimmeln an. Und austrocknen werden sie auch nicht so schnell.

Und da Perlit auch als steril gilt, dachte ich mir: "Warum nicht?".

Was mich nur etwas stört ist, dass ich keinen Quarzsand mehr da hatte. damit hätte ich deutlich lieber abgedeckt. Dann hätte ich die Samen auch komplett verschüttet. Jetzt habe ich nur ganz leicht Perlit drüber gebröselt, damit noch ein klein wenig Licht ran kommt. Ob das überhaupt nötig ist, dass Licht ran kommt? Keine Ahnung.

Ich bin jedenfalls gespannt. Smile


Nopal schrieb:Ein Problem war bei mir das Gießen, dadurch das Perlite so leicht ist wurde beim Gießen immer alles aufgeschwemmt.

Darüber habe ich auch kurz nachgedacht. Deswegen habe ich zuerst das Wasser und dann das Perlit eingefüllt. Das war in null Komma nix aufgezogen. Dann habe ich ordentlich gesprüht, Samen draufgepackt, Perlit drüber gestreut und wieder ordentlich gesprüht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich da nicht mehr gießen muss. Und wenn es doch mal antrocknen sollte, dann nehm' ich mir die Minute Zeit und sprühe wieder alles nass.
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Beitrag  Cristatahunter am So 31 März 2019, 10:16

Ich habe letztes Jahr auch in Substrat ausgesät das zu 30-40% Perlit besteht. Gemischt habe ich mit Bims und Cocohum. Mit dem Ergebnis war ich zufrieden, nur dass die Sämlinge sehr mager wurden. Mit was düngst du in reinem Perlit? Kakteendünger ist mir da zu Phosphor lastig. Da müsste doch mehr Stickstoff ran. Was meinst du? M. Ramone?
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Beitrag  M.Ramone am So 31 März 2019, 10:48

Moin Stefan,

mir fällt spontan kein Grund ein, warum man sich mit Phosphat zurückhalten sollte, wenn man in Perlit aussät. Auch darin sollte man ausreichend Phosphat zur Verfügung stellen, um das Wachstum der Wurzeln und neuer Blätter zu unterstützen. Geizt man, könnte es passieren, dass die älteren Blätter verzehrt werden und/ oder, dass das Wurzelwerk etwas kümmerlich wächst. Deswegen mache ich mir da überhaupt keine Gedanken. Würde ich mir aber Gedanken über einen speziellen Dünger machen, würde ich wohl eher auf einen geringeren Stickstoffanteil setzen, um die kleinen nicht "aufzupumpen". Also genau anders herum. Very Happy

Es ist noch früh im Jahr, und ich hoffe, dass die kleinen sich genügend Speck für den Winter anfressen werden. Zeit genug ist ja da.

Wie ist denn dein Gedankengang hinter der Perlit-Phosphat-Stickstoff-Geschichte?
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Beitrag  Cristatahunter am So 31 März 2019, 12:58

Wie schon geschrieben habe ich meine Erfahrungen mit typischem Kakteendünger gemacht. Die Kakteen blieben sehr klein und knorrig. Etwas mehr aufgepumpt würden sie mir besser gefallen.
Und ist Phosphat nicht bekannt für die Algenblüten der 70er Jahre in unseren Binnenseen.
Denn in kürzester Zeit ist Perlit froschgrün. Ich vermute da einen Zusammenhang.
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Beitrag  Nopal am So 31 März 2019, 14:23

Cristatahunter schrieb:
Denn in kürzester Zeit ist Perlit froschgrün. Ich vermute da einen Zusammenhang.

Bei mir war mit Perlite auch alles grün, was aber bei schnell wachsenden Kakteen nicht weiter schlimm sein sollte.
Mittlerweile verzichte ich aber komplett auf Perlite bei der Aussaat.

Beste Grüße
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Beitrag  Shamrock am So 31 März 2019, 21:42

M.Ramone schrieb:Was mich nur etwas stört ist, dass ich keinen Quarzsand mehr da hatte. damit hätte ich deutlich lieber abgedeckt.
Vogelsand bekommst du doch in jedem Baumarkt bzw. in jeder Tierhandlung. Soweit ich weiß ist das nichts anderes als Quarzsand mit etwas Anis, dann duftet deine Aussaat auch noch lecker. Wink

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Beitrag  M.Ramone am Mo 01 Apr 2019, 23:56

Cristatahunter schrieb:Und ist Phosphat nicht bekannt für die Algenblüten der 70er Jahre in unseren Binnenseen.
Denn in kürzester Zeit ist Perlit froschgrün. Ich vermute da einen Zusammenhang.

Von Algenblüten und Binnenseen weiß ich nichts. Nie etwas davon gehört.
Vor einigen Jahren habe ich Perlit in das Substrat für meine Bonsais gemischt. Das wurde auch recht schnell grün. Deswegen, und weil es mir ständig aus den Schalen schwamm, habe ich aufgehört es zu nutzen. Aber ja, es wird grün. Bei der jetzigen Anzucht habe ich Mineralwasser benutzt. Mal schauen, wie es damit läuft. Dünger habe ich noch nicht drin. Darüber kann ich erst berichten, wenn es denn soweit ist.


Shamrock schrieb:Vogelsand bekommst du doch in jedem Baumarkt bzw. in jeder Tierhandlung. Soweit ich weiß ist das nichts anderes als Quarzsand mit etwas Anis, dann duftet deine Aussaat auch noch lecker. Wink

Vogelsand habe ich noch da. Hier gibt es Vogelsand aber nur in sehr feiner Körnung mit einer gehörigen Portion Kalk gemischt. Würde ich das nass machen, hätte ich einen ekelhaften Schlamm. Vielleicht würde es auch damit klappen, aber ich probiere es erstmal so. Aber dauert nicht mehr lang, dann habe ich auch wieder vernünftigen Quarzsand da.
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