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Tipp bzgl. Aussaatschale

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Beitrag  Frühlingserwachen am Di 02 Apr 2019, 18:11

Nein, ich bin nicht bei der Firma mit dem großen, gelben M beschäftigt! Aber falls jemand von Euch sowieso ab und zu dorthin geht, ein Tipp:

Die Plastikschüssel des "big caesar chicken salad" halte ich für die Aussaat schneller wachsender Sämlinge aufgrund ihrer Abmessung als sehr geeignete kostengünstige Variante.

Gesamthöhe mit Deckel: ca. 9cm

Durchmesser an der breitesten Stelle: ca. 15cm - sich nach unten hin verjüngend.

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Ich habe gerade vorhin zwei Schalen mit meinen Gazania-Samen befüllt - etwas spät, ich weiß ...
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Beitrag  Dropselmops am Di 02 Apr 2019, 20:59

Machst Du da unten Löcher rein, damit das Wasser ablaufen kann?
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Beitrag  Frühlingserwachen am Di 02 Apr 2019, 21:45

Nein. Es soll ja eine Atmosphäre gespannter Feuchtigkeit entstehen, damit die Samen keimen. Allerdings habe ich die Schale nicht völlig unter Wasser gesetzt, sondern nur so befeuchtet, dass das Substrat eben gut feucht ist. Bei Sukkulenten nennt man dies die Fleischer-Methode, ich meine nach einem gleichnamigen tschecheslowakischen Kakteenzüchter.

Jedoch habe ich keine Sukkulenten ausgesät, sondern anderes Grünzeug. Laughing
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Beitrag  NussKakteen am Mo 04 Nov 2019, 08:04

Ich grabe lieber mal den alten Thread hier aus anstatt einen neuen aufzumachen.

Ich plane diese Winter unter anderem Aztekium ritteri, Strombocactus disciformis und Geohintonia mexicana auszusäen. Relativ schnell stand fest, dass es wohl die Fleischermethode sein wird um möglichst viele durchzubekommen. Ich hadere jedoch noch mit mir wie genau ich das ganze umsetzen will. Es soll ja luftdicht sein. Gleichzeitig möchte ich aber jeweils 2x Aussaattöpfchen machen (also 2 Töpfe Aztekium usw.) damit, falls eines infiziert wird oder anderweitig kaputt geht nicht gleich die komplette Aussaat kaputt ist. Ich habe mir jetzt ein paar Möglichkeiten überlegt und wollte mal fragen was ihr so bevorzugt bzw. was am besten geeignet wäre.

1. Mini Gewächshaus

Viele von euch kenne ja die kleinen Zimmergewächshäuser. Ich habe überlegt einfach alle Töpfchen da rein zu stellen und das dann luftdicht mit Panzerband/Folie/Tesa zu verkleben. Wäre relativ einfach und gut zu transportieren. Auch wäre ausreichend Platz und das Ding ist stabil. Ich weiß nur nicht ob ich das so gut keimfrei hinbekomme und sollte es sich infizieren muss ich es öffnen und somit wäre die Fleischermethode dann für alle Töpfchen beendet. Auch kann ich das Abgewöhnen der Sämlinge nicht für jede Aussaat einzeln steuern. Sollten also einer Art schon früher "reif" sein für die harte Welt dann müssen alle mitziehen oder die Aussaat bleibt noch länger drinnen.

2. Plastiktüten

Klassisch wie auch hier im Forum beschrieben. Finde ich sehr unästhetisch und die Tüten könnten zusammenbrechen. Sehr instabil und da man ja in Töpfe aussät auch nur eine kleine Saatfläche im Vergleich zu großen Schalen. Ähnlich wie bei 1. kann man am Ende aber einfach die Töpfe raus nehmen und hat gleich einen passenden Topf mit Abflussöffnungen

3. Schalen

Sei es die Plastikverpackung des Fleischsalates oder eine billige Tupperdose, es ist formstabil und hat eine große Aussaatfläche. Genau wie bei 2. kann jede Aussaat einzeln "gesteuert" werden und eine Infektion führt nicht zu Problemen mit der ganzen Aussaat. Allerdings habe ich nach Beendigung der Methode keine Töpfe mit Abflusslöchern und muss bis zum Pikieren (und das kann ja dauern bei der Wachstumsgeschwindigkeit) sehr vorsichtig gießen, da nichts ablaufen kann.


Bisher tendiere ich zu billigen Plastikschalen die ich entweder mittels Deckel oder mit Frischhaltefolie und Tesa verschließe. Mit dem anschließenden Gießen muss ich dann eben aufpassen. Was favorisiert ihr so? Habe ich irgendwas vergessen? Auf hohe Gläser o.ä. würde ich verzichten weil das Pikieren der Winzlinge dann echt schwierig werden dürfte.

Mit freundlichen Grüßen
Alex
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Beitrag  Rouge am Mo 04 Nov 2019, 08:33

Hallo Alex,

ich verwende für Aussaaten nur noch ZGH's ... die sehen auf der Fensterbank besser aus, lassen sich problemlos reinigen und kosten im Angebot oftmals nur 2,99 € incl. Deckel!

Natürlich kann man Plastikbecher - wie man sie in der Fleischtheke für Wurstsalat, Käse, Antipasti etc. oder in der Frische-Abteilung des Supermarktes für div. Salate bekommt - verwenden, aber bei größeren Mengen an Aussaaten, bekommt man leicht Platzprobleme, da sich die Dinger nicht ordentlich platzieren, geschweige denn stapeln lassen ...

Der Vorteil der ZGH's: Man braucht keinen Tesa, um sie abzukleben Wink ... sie haben (meistens!) im Deckel Belüftungsschlitze (-> Schimmelbildung vermeiden) ... und man kann sie sowohl mit Substrat (Anzuchterde, Perlite o.ä.) befüllen als auch kleine Töpfchen oder Quelltabs verwenden, dann spart man sich sogar das Pikieren bei größeren Samen Wink

_________________
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Beitrag  Cristatahunter am Mo 04 Nov 2019, 12:25

Hallo Alex

Die Aufgezählten sind alles Abwandlungen der Fleischermethode. Beim Original werden Einweckgläser verwendet. Das feuchte Substrat direkt eingefüllt. Die Gläser werden dann in den Backofen gestellt und auf 100 Grad erhitzt. Nach dem Herausnehmen werden die Gläser verschlossen und erst nach einer Woche zum Aussäen wieder geöffnet in der Mitte ein breiter Trinkhalm gesteckt und gleich wieder verschlossen. Dann kommen die Gläser an einen hellen Ort ohne direkte Sonne bei 20-25°C. Die Gläser bleiben zu bis die ersten Areolen und Dornen sichtbar sind. Danach werden die Gläser erst stundenweise dann bei Tag und zum Schluss ganz geöffnet. In den Trinkhalm wird abgekochtes Wasser mit Dünger getreufelt. Die Sämlinge bleiben bis zu 3Jahre im Glas bis die Grösse genügt um zu Pikieren.

Meine Lieblingsmethode ist auch eine Fleischer Variante. Ich nehme eine Wasserdichte viereckige Schale. Das kann eine Rakubox oder etwas Ähnliches sein. Hinein kommen Töpfe, Aussaatschalen mit Loch das ganze kommt entweder auf eine Heizung oder unter Leuchtstoffröhren. Die Töpfe und Schalen werden mit gedämpftem Substrat gefüllt ohne anzudrücken. Dann wird ausgesät. Schlussendlich wird die wasserdichte Schale mit einer Glasscheibe zugedeckt. Sobald die Samen gekeimt sind, wird gelüftet. Entweder die Glasscheibe anheben oder zur Seite schieben. Die Box kann locker herumtransportiert werden und kommt früher oder später ins Gewächshaus. Die Sämlinge werde erst nach mindestens einem Jahr pikiert.


Zuletzt von Cristatahunter am Mo 04 Nov 2019, 12:50 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag  l. Kimberley am Mo 04 Nov 2019, 12:35

NussKakteen schrieb:  Auf hohe Gläser o.ä. würde ich verzichten weil das Pikieren der Winzlinge dann echt schwierig werden dürfte.

Hallo Alex,

wie wäre denn ein kleines 10 l Aquarium? Also so ein reines Glasbecken. Es bietet eine größere Fläche (30x20), ist stabil, ich finde es sieht sogar gut aus. Und man kommt gut unten an die Sämlinge ran.

Abdecken könntest Du entweder mit Folie, Plexiglas oder Glasscheibe.
Später könnte man, wenn benötigt, sogar gut eine Klemmleuchte dran machen.
Man bekommt diese Becken oft auch in Baumärkten, kosten ca 10 Euro. Oder bei ebay Kleinanzeigen in der Aquaristikecke mal schnüffeln.

Gruß Bettina
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Beitrag  NussKakteen am Mo 04 Nov 2019, 14:03

Schon mal vielen Dank für die vielen Hilfestellungen. Ich werde es mir noch mal überlegen aber nach euren Ausführungen tendiere ich tatsächlich zu einem größeren luftdicht verschließbaren Gefäß (GHW, Box,etc.) in welches ich dann die Töpfchen stelle. Da habe ich es mit dem späteren Gießen und Pikieren einfacher.

Kann es jemand abschätzen wie lange es bei den genannten Kakteen (Aztekium, Geohintonia, etc) dauert bis ich das ganze Öffnen kann? Bis zum Pikieren bestimmt 2-3 Jahre, Öffnen hoffentlich schon früher Very Happy

Grüße
Alex
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Beitrag  Gymnocalycium am Mo 04 Nov 2019, 14:29

hallo
habe bei der Auflösung einer großen Kakteensammlung vor Jahren dort Aussaaten gefunden nach der einfachen Fleischermethode;
Topf mit Substrat in einer Plastiktüte, geschlossen und ins Gewächshaus gehängt; de Tüten waren tw. bis zu 4 Jahre schon alt und nach dem Öffnen und ersten richtigen Gießen hörte man die Sämlinge direkt schlürfen,
die Plastiktüten waren nicht eingerissen oder spröde geworden
VG
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Beitrag  l. Kimberley am Mo 04 Nov 2019, 15:56

Also, das Warum dieser Fleischermethode hab ich noch nicht so richtig begriffen...
Bzw., wenn ich mir vorstelle, daß man die Sämlinge ewig verschlossen hält, sie wachsen und gedeihen super...und dann macht man einen kleinen Fehler wenn man sie dann öffnet, und alles geht ein... Shocked

Ich bin der ganz persönlichen (!!) Meinung, daß ich die Lütten so früh wie möglich an die "echte" Luft gewöhne. Lithops, Frailea, Faucaria...alle haben nichtmal zwei Wochen ne Tüte aufm Kopp. Very Happy

Gruß Bettina
l. Kimberley
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