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Lichtbedarf und -schutz anderer Sukkulenten

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Lichtbedarf und -schutz anderer Sukkulenten Empty Lichtbedarf und -schutz anderer Sukkulenten

Beitrag  BlueEcheveria Do 11 Apr 2019, 12:59

Hallo,

Hier möchte ich euch gerne nach euren Erfahrungswerten zu diesem doch zentralen Kriterium fragen.

Welche Menge an direkter Sonneneinstrahlung ist notwendig, gut oder zu viel für andere Sukkulenten.

Als Beispiel nehme ich mal einige der bekanntesten Gattungen innerhalb der anderen Sukkulenten. Meist sind es Crassuceae, aber es finden sich auch Vertreter anderer Familien darunter.

Der Einfachheit halber würde eine simple Dreiteilung vornehmen und somit auch den Bedingungen auf meinem Balkon gerecht werden.

1. möglichst viel direkte Sonneneinstrahlung (das maximal Mögliche pro Tag)
2. partiell (direkte Sonne erst ab dem Nachmittag)
3. geringe direkte Sonneneinstrahlung (möglichst keine bis kaum direkte Sonneneinstrahlung)

Ich würde den ersten Schritt einer Gruppierung machen. Weitere Gattungen könnten wir gerne auch ergänzen. Vielleicht kann diese Gruppierung ja ein bisschen als Orientierung dienen. Möglicherweise müsste auch innerhalb mancher Gattungen nach einzelnen Arten differenziert werden. Das sollte aber kein Problem darstellen.

Wie würdet ihr die folgenden Gattungen einordnen?


Gruppe 1 (max. direkte Sonne, möglichst den gesamten Tag)

Echeveria, Graptopetalum, Pachyphytum, Sedum, Aeonium, Anacampseros, Faucaria, Delosperma, Kalanchoe, Lenophyllum, Senecio, Tylecodon, Hybride (Graptoveria, Sedeveria, Graptosedum, Pachyveria, usw.)

Gruppe 2 (med. direkte Sonne)

Crassula, Adromischus, Cotyledon, Sempervivum, Saxifraga

Gruppe 3 (min. direkte Sonne, dennoch viel Licht)

Haworthia, Peperomia, Sanseveria, Gasteria, Orostachys


Vermutlich ist vieles so nicht ganz richtig gruppiert, ist halt ein erster Versuch. Und sowieso ist klar, dass es eigentlich sehr schwierig ist, eine solche grobe Einstufung vorzunehmen. Sicher muss oftmals im Einzelfall der Arten bewertet werden.
Aber vielleicht kann es ja den Versuch einer Annäherung an mehr oder weniger allgemeingültige Erfahrungswerte geben.

So, nun bin ich gespannt, wie ihr die Gattungen einordnen würdet. Danke, für eure Erfahrungen und Überlegungen.
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Lichtbedarf und -schutz anderer Sukkulenten Empty Re: Lichtbedarf und -schutz anderer Sukkulenten

Beitrag  sensei66 Do 11 Apr 2019, 13:50

Ich habe mit einigen der genannten Gattungen gar keine Erfahrung, aber Sempervivum, Saxifraga und Orostachys darfst du m.E. in die erste Gruppe verfrachten. Die wachsen bei mir auf dem begrünten Flachdach, Schatten = Null. Meine paar Crassulas stehen im Sommer auch in der Sonne, ebenso die Haworthien.
Viele dieser Gattungen sind sehr artenreich, das kann man sicher nicht vereinheitlichen.
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Lichtbedarf und -schutz anderer Sukkulenten Empty Re: Lichtbedarf und -schutz anderer Sukkulenten

Beitrag  Gast Do 11 Apr 2019, 15:11

Generell würde ich alle Sukkulenten, die "Sommerschlaf" betreiben, nicht in die ganztägige pralle Sonne stellen.
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Beitrag  BlueEcheveria Do 11 Apr 2019, 17:25

sensei66 schrieb:Sempervivum, Saxifraga und Orostachys darfst du m.E. in die erste Gruppe verfrachten.

Hm, also Saxifraga sind mir bei langer direkter Sonneneinstrahlung schon kaputt gegangen. Ich würde sie höchstens in die mittlere Gruppe stufen. Ähnlich denke ich zu Sempervivum. Orostachys könnte man vermutlich hochstufen.
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Beitrag  Gast Do 11 Apr 2019, 22:08

Um wirklich konkrete Aussagen treffen zu können, müsste man wissen, wie die jeweiligen Arten bevorzugt im Habitat wachsen. Die eine Echeveria wächst vielleicht exponiert auf Felsen in der vollen Sonne, während eine andere Echeveria überwiegend im Schatten irgendwelcher Sträucher zu finden ist. Nach Gattungen würde ich da nichts pauschalisieren wollen.
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Beitrag  AngP Fr 24 Mai 2019, 11:56

Dies ist zwar ein nicht wirklich weitergeführter Thread, aber vielleicht helfen meine Erfahrungen ja irgendjemandem. Ich wohne ja hier in Alicante (Stadt des Lichts) und die Sonne ist entsprechend SEHR intensiv. Nur Hardcore-Pflanzen ertragen Sonne hier ganztägig (ab März wird es schon heftig)

Aeonium und Delosperma, ganz klar Nummer 1 der Sonnenanbeter
Senecio crassisimo offenbar auch ein hardcore Sonnenfreak, sogar als Jungpflanze
Echeveria habe ich noch nicht so lange, aber bis jetzt (Ende Mai) haben sie kein Problem mit ganztägig Sonne
Haworthia stehen bei mir auch in Vollsonne und sehen gut aus
Crassula sind in meiner Gegend auch typische Vollsonne-Pflanzen (Jade, Portulacaria, Silver Dollar uä)

Sedum sind sehr unterschiedlich. Einige kommen mit zu viel Sonne gar nicht klar. Sedum telephium (verschiedene Hybriden) ist bei mir im Schatten besser aufgehoben. Sedum sieboldii, middendorffianum und floriferum sind ziemlich sonnenresistent. Ein junges Sedum album ist zur Zeit im Schatten besser aufgehoben. Cremnosedum höchstens Halbschatten.

Kalanchoe sind auch unterschiedlich. K. tomentosa ist sonnenresistent. K. milloti, thyrsiflora und fedtschenkoi sind im Moment nur Stecklinge, daher im Schatten.

Ich werde hier meine Erfahrungen immer wieder updaten.
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Beitrag  benni Fr 24 Mai 2019, 12:37

AngP schrieb:Ich werde hier meine Erfahrungen immer wieder updaten.
Ja, tu' das mal  -  ist doch immer wieder interessant  -  auch wenn man
nicht in Südspanien lebt.
Liebe Grüsse
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Beitrag  BlueEcheveria So 27 Okt 2019, 01:21

AngP schrieb: Haworthia stehen bei mir auch in Vollsonne und sehen gut aus

Das hier hat mich irritiert. Es heißt doch überall, dass H. maximal im Halbschatten stehen sollten.

Bin an weiteren Erfahrungsberichten interessiert.
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Beitrag  plantsman So 27 Okt 2019, 10:43

Moin,

ein Thema, bei dem, wegen der großen Artenvielfalt einiger Gattunge, nicht pauschalisiert werden kann.

Bei Echeverien ist es z.B. so, das viele zwar viel Sonne benötigen, Hitze aber gar nicht mögen. Dann gibt es wieder viele Arten, die in lichten Kiefern-Eichen-Nebelwäldern wachsen. Dort ist es oft diesig und durch die Bäume leicht beschattet, vor allem im Sommer. Meine Sammlung hier in Magdeburg, im Steppenklima des Harzer Regenschatten, sah in meiner alten Heimat Hamburg deutlich besser aus.

Bei den Südafrikanern ist es so, das der dortige Halbschatten eher einem normalen mitteleuropäischen Sommertag entspricht. Somit sehen Haworthien und Gasterien, nachdem man sie im Frühjahr an Sonne gewöhnt hat, hier im Freien ohne Sonnenschutz deutlich attraktiver aus als halbschattig gehalten. Wie sich das in den nächsten Jahren entwickelt, muss man beobachten.

- Echeveria - hängt von der Art ab
- Graptopetalum - leicht absonnig
- Pachyphytum - leicht absonnig
- Sedum - vollsonnig bis schattig
- Aeonium - meist vollsonig
- Anacampseros - vollsonnig
- Faucaria - vollsonnig
- Delosperma - sonnig
- Kalanchoe - hängt von der Art ab
- Lenophyllum - vollsonnig bis halbschattig
- Senecio - sonnig
- Tylecodon - vollsonnig
- Hybride (Graptoveria, Sedeveria, Graptosedum, Pachyveria, usw.) - hängt von der Sorte ab
- Crassula - meist vollsonnig, gibt aber auch schattige Arten
- Adromischus - sonnig
- Cotyledon - vollsonnig
- Sempervivum - vollsonnig, aber oft etwas kühler (Hochgebirgspflanzen)
- Saxifraga - sonniger Kopf, kühler Wurzelraum (Felsspalten-Pflanzen der Gebirge)
- Haworthia - sonnig bis absonnig (weichfleischige Arten)
- Peperomia - absonnig bis schattig
- Sanseveria - vollsonnig bis halbschattig, sehr anspruchslos
- Gasteria - sonnig bis absonnig
- Orostachys - wie Sempervivum

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