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Erfahrungen mit Brennesseldünger?

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Erfahrungen mit Brennesseldünger? - Seite 3 Empty Re: Erfahrungen mit Brennesseldünger?

Beitrag  Msenilis Do 18 Jul 2019, 23:29

Hallo ,
man kann den Brennnesselextrakt auch anders herstellen.
Wenn man die Brennnesseln mit kochendem Wasser übergießt kann man sofort nach dem Abkühlen filtrieren und ihn verwenden.
Er stinkt dann auch nicht.
Bis her habe ihn allerdings nur zur Blattlausbekämpfung eingesetzt. Hat prima funktioniert.
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Erfahrungen mit Brennesseldünger? - Seite 3 Empty Re: Erfahrungen mit Brennesseldünger?

Beitrag  M.Ramone Fr 19 Jul 2019, 00:08

N'abend,

der Schachtelhalm löst sich nicht auf. Ich habe ihn immer mit im Bottich und weil ich die erste Ladung nicht gefiltert hatte, kleben nun die Überreste an ziemlich vielen Aloen. Manche haben eine so stark ausgeprägte Textur, dass das Zeug ziemlich schwer wieder abgeht. Gut, bei den Kakteen ist es vielleicht leichter nicht die Pflanze zu treffen, je nachdem, aber vielleicht hatte ich auch so viel Kleinzeugs von dem Schachtelhalm in der Brühe, weil ich ihn vorher noch ordentlich zerrissen habe. In der Jauche, die ich gestern angesetzt habe, habe ich ihn mal ganz gelassen. Mal schauen, ob er auch ganz bleibt. Filtern werde ich trotzdem, aber falls der wieder zerfallen sollte, werde ich mal einen dicken Bottich Tee ansetzen und den mal ausprobieren.

Dass deine Jauche nicht bis zum Himmel stinkt, finde ich aber sehr eigenartig. Der Geruch ist eigentlich extrem. Mein Garten stinkt wie ein frisch gedüngter Acker.

Ich habe heute auch ein paar Fotos gemacht und werde sie morgen reinstellen.


Es wäre für mich interessant zu wissen, ob ein Brennnesseltee die gleiche Wirkung wie eine Brennnesseljauche hat. Ok, in meinen Magen kommt nur der Tee, aber kennt sich hier jemand etwas genauer damit aus?
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Beitrag  M.Ramone Fr 19 Jul 2019, 15:44

Wie versprochen.

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Beitrag  Poco Sa 20 Jul 2019, 00:30

M.Ramone schrieb: Dass deine Jauche nicht bis zum Himmel stinkt, finde ich aber sehr eigenartig. Der Geruch ist eigentlich extrem. Mein Garten stinkt wie ein frisch gedüngter Acker.

Guten Abend,

klar "stinkt" meine Jauche und auch der ganze Platz (Hühnerhof), wo ich sie braue. Nur empfinde ich solche Gerüche als frische Landluft. Stört mich nicht, ich freu mich mehr auf das, was hinten rauskommt. Und das sollten gesunde, kraftstrotzende, glänzende, pilzfreie, gut wachsende, mächtig bedornte, reich blühende Pflanzen sein. In einem lebendigen, gesunden Substrat. Künstliche Chemie adé. Schottererden adé.  Very Happy

Auch das Substrat werde ich künftig anders machen. Ich lese viele alte deutsche Kakteenliteratur aus den 20ern und 30ern, sowie das alte englische Cactus and Succulent Journal of Great Britain. Und auch mal wieder mal den Gummistiefel-Nährwert-Absatz in Michael Kießlings Buch. Und damit die Erfahrungen und Erfolge eines reichhaltigen Substrates statt steriler Steinmischungen mit künstlichen Düngerzugaben. Da mein Kompost ein, zwei Jahre brauchen wird und unsere Garten- und Felderde nix taugt, werde ich mal den aufgelassenen uralten Friedhof im Dorf besuchen und Erde holen. Der ist seit Jahrzehnten wild, und dort gibt es guten Blatthumus. Und dann sehen wir mal weiter. Denn das diesjährige Wachstum meiner Gymnos und Echinopsen ist "unterperformant", sie lieben die Kakteenerde-/Blähton-Mischung nicht. Ich auch nicht. Die Zwergopuntien wachsen großteils sehr gut, aber auch dort werde ich dem Ziegelgrus jetzt mal ausgeruhte, humose Friedhofserde zumischen statt dem tauben Ladenzeug.

Erfahrungen sammeln.....

Grüße, Poco
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Erfahrungen mit Brennesseldünger? - Seite 3 Empty Re: Erfahrungen mit Brennesseldünger?

Beitrag  william-sii Sa 20 Jul 2019, 08:43

Hallo Poco, Blähton hat einen pH-Wert von 9, also denkbar schlecht geeignet für Kakteen.


Zuletzt von william-sii am Sa 20 Jul 2019, 11:22 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Erfahrungen mit Brennesseldünger? - Seite 3 Empty Re: Erfahrungen mit Brennesseldünger?

Beitrag  Gast Sa 20 Jul 2019, 11:22

william-sii schrieb:Blähtom hat einen pH-Wert von 9
Wenn der Tom den Brennnesselsud trinkt, dann kann er wirklich Blähungen bekommen. Aber ob sich dadurch auch sein pH-Wert so massiv verschiebt? scratch
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Erfahrungen mit Brennesseldünger? - Seite 3 Empty Re: Erfahrungen mit Brennesseldünger?

Beitrag  OPUNTIO Sa 20 Jul 2019, 18:03

Hallo Poco

Mit der Erde vom Totenacker werden die Kakteen jedenfalls keinen Kalziummangel bekommen Teufel

Gruß Stefan
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Erfahrungen mit Brennesseldünger? - Seite 3 Empty Re: Erfahrungen mit Brennesseldünger?

Beitrag  Poco Sa 20 Jul 2019, 20:43

OPUNTIO schrieb:Hallo Poco

Mit der Erde vom Totenacker werden die Kakteen jedenfalls keinen Kalziummangel bekommen Teufel

Gruß Stefan

Hallo Stefan,

dort gibt es viele Füchse, die unter den Grabhügeln Höhlen haben und beim Buddeln auch die alten Skelette ausgraben, so daß man dann Oberschenkelknochen, Köpfe und Fingerknochen überall verstreut findet. Ich werde meine Erde aber am Randbereich des Geländes holen, wo ich guten Laubhumus vermute. Wink

Grüße, Poco
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Beitrag  Poco Sa 20 Jul 2019, 21:01

william-sii schrieb:Hallo Poco, Blähtom hat einen pH-Wert von 9, also denkbar schlecht geeignet für Kakteen.

Hallo william-sii,

mangels anderer Alternativen hatte ich mit Blähton und Blumenerde experimentiert. Beides ist letztlich ungenügend.

Vom Substrat mal abgesehen mache ich mir gerade Brennessel- und Schachtelhalmjauche. Ich vermute da nicht einfach nur einen "Stickstoffstoß", sondern viele andere Spurenelemente für die Kakteen (Opuntien, Echinopsen), was man in sterilem Flüssigdünger in dieser "naturgegebenen" Kombination sicher nicht findet.

Außerdem möchte ich zur Wurzelstärkung und Pilzabwehr Milchsäurebakterien ausprobieren. Vitanal -- oder wie das heißt -- gibt es bei uns nicht. Als Ersatz schlug mal jemand den Brottrunk "Kwas" vor, der einen selben Effekt haben sollte und den es hier im Osten an jeder Ecke aus gelben Tankwagen zu kaufen gibt. Alternativ saure Milch 1:10 mit Gießwasser gemischt, Milchsäurebakterien satt. Vor vielen Jahren fand ich mal einem Rosenforum einen interessanten Beitrag, Zitat:

„… wenn die Rosen unter dem Pilz bereits leiden, dann hilft eigentlich nur konsequentes Aufsammeln der abgefallenen Blätter und das Abreissen/Abschneiden der "verrosteten" Blätter von der Pflanze. Ich habe mal im Netz vor einigen Jahren einen sehr interessanten Tipp gefunden: auf 10 l Wasser 1 l Vollmilch (kann schon abgelaufen sein) und die Rosen damit giessen. (direkt rund um die Pflanze in den Boden, nicht die ganze Pflanze abduschen oder besprühen) Das ganze 1 x wöchentlich über einen Zeitraum von 4 - 6 Wochen. Durch die Milchsäure werden die Wurzeln kräftiger und die Pflanzen entwickeln eine bessere Abwehr gegen fast alle Rosenkrankheiten. Wenn Du Glück hast, wird der Befall in wenigen Wochen deutlich weniger und das nachtreibende Laub bleibt gesund. Deine konsequente Entsorgung erkrankter Blätter natürlich vorausgesetzt. Diese einfache Methode haben Studenten in einer Studie, eher zufällig, herausgefunden und ich kann aus Erfahrung sagen, dass sie wirkt. Alle, denen ich diesen Tipp gegeben habe sind auch total begeistert davon. Das tolle ist, dass die Kräftigung wirklich anhält und der Rostbefall im Folgejahr geringer ausfällt, vielleicht sogar ganz ausbleibt. Ich hab das Ganze im ersten Jahr sehr regelmäßig über ca. 2 Monat gemacht und im Folgejahr nur noch zweimal.“

Pasteurisierte Milch dürfte wirkungslos sein, aber wenn sie sauer geworden ist, gibt es in jedem Milliliter Millionen Milchsäurebakterien. Das mit Wasser mischen und damit mal Gießversuche anstellen. Hauptsache, daß das Substrat dann nicht nach schlechtgewordener Milch stinkt. Aber Bi58 stinkt ja auch noch zwei Monate später beim Gießen nach. Wink

Viele Grüße, Poco
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Erfahrungen mit Brennesseldünger? - Seite 3 Empty Re: Erfahrungen mit Brennesseldünger?

Beitrag  Poco Sa 20 Jul 2019, 21:09

M.Ramone schrieb:Wie versprochen.

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Hallo Marcus,

vielen Dank. Ich finde Deine Gymnos gut genährt, aber nicht unnatürlich getrieben. Vielleicht mögen wir die flachen "Kümmerformen" aus der Natur lieber, seit wir Standortfotos kennen. Ich mag aber auch die uralten, säuligen Baldianums oder die ebenso säuligen Eindorn-Vatteris aus den Kulturen. Wenn ich die so schneller erreichen kann, warum nicht? Zumal es ja kein Kunstdünger ist, bei dem, wie ich schätze, viele Mineralien zum Zellaufbau oder der Pflanzenstärkung fehlen, die in Naturdünger enthalten sind. Es gibt ja auch Liebhaber der kugeligen Astrophytum asterias und die Liebhaber der flachen Teller, was sie durch kaum Gießen und kaum Dünger und 30 Jahre Warten erreichen.

Grüße, Poco
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