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Aussaat ja oder nein?

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Aussaat  ja oder nein? Empty Aussaat ja oder nein?

Beitrag  kaktusgerd am Mo 02 Jan 2012, 11:44

Liebe Forumsmitglieder,
möchte denjenigen, die nicht Mitglieder in der DKG(Deutschen Kakteengesellschaft)sind und meinen Beitrag in der Vereinszeitschrift KuaS
folglich nicht zu lesen bekamen, zum Thema Aussaat etwas zur Kenntnis geben.
Ich habe oft schon die Erfahrung gemacht, dass die Keimquote bei gezieltem Aussäen nicht gerade überwältigend ausfiel. Überläßt man hingegen die Aussaat mehr oder weniger dem Zufall, kommen manchmal die verrücktesten Dinge zustande.
Wer die Aussaat mit Blossfeldien oder Strombokakteen mit ihren staubfeinen Samen schon probiert hat, hat sicherlich auch schon Mißerfolge hinnehmen müssen.Hat man Glück, keimen zwar die Samen, doch die Ausfälle in der Folgezeit sind meist vorprogrammiert.
Da ist es manchesmal besser, die Keimung dem Zufall zu überlassen. Auch so sind Erfolge erzielbar. Ich handhabe es meist so, dass ich den angefallenen Samen einfach sich selbst überlasse und ihn im Topf der Mutterpflanze liegen lasse in der Hoffnung, dass er auch dort keimt. Meistens klappt das auch wunderbar und man spart sich nebenbei Platz für einen Anzuchttopf etc.

Bei mir klappte das sogar mit der schwer aufzuziehenden Blossfeldia, deren Samen in einem Nachbartopf zufällig keimte und auch mit einem Aztekium. Es ist zwar jeweils nur eine Pflanze herangewachsen, aber immerhin!!
Bei großkörnigerem Samen wie Lophophora oder Pelecyphora läßt sich nach meinen Erkenntnissen mit dieser Methode auch eine entsprechend höhere Keimquote.
Hier nun der Bericht aus der KuaS:

"Da begutachtet man seine Kakteen möglichst oft und intensiv zugleich, und trotzdem entgeht einem manchmal das eine oder andere im dichten Gewirr von Pflanzen und Töpfen. Jeden Quadratzentimeter nutzend wird damit ein intensives Betrachten seiner Lieblinge zu einer logistischen Herausforderung mit meist geringen Erfolgschancen.
Nichts desto trotz liebe ich natürlich meine stachelbewehrten Gesellen über alles, verbindet mich doch mit ihnen eine fast 50 Jahre bestehende Zuneigung (auf Gegenseitigkeit).
Da kann es aus lauter Verblendung schon mal vorkommen, daß man das eine oder andere leicht übersieht.
Bei der Untersuchung auf Schädlingsbefall entdeckte ich an der Basis eines Echinocereus Ungewöhnliches.
Eine Blossfeldia hatte sich im Schutze des großen Bruders ausgesät und hier offensichtlich ein optimales Keimbett vorgefunden. Im Laufe eines nicht mehr genau festzulegenden Zeitraumes entwickelte sich eine Symbiose, wie sie botanisch gesehen in dieser Form logischerweise nicht vorkommen kann!
Der kleinen Blossfeldia war das aber egal. Ihr muß dieser Platz bislang so gut gefallen haben, daß sie sich in den Jahren des Unentdecktbleibens zu einer fast schon erwachsenen Pflanze entwickelte und bereits einen beachtlichen Durchmesser von einem Zentimeter aufweist.
Der Samen dieses Winzlings ist rein zufällig in den Topf des Echinocereus geraten. Beide Pflanzen standen mal eine zeitlang nebeneinander und daraus resultiert diese recht ungewöhnliche Konstellation.
Wer sich schon mal mit der Aussaat von Blossfeldien beschäftigt hat wird wissen, daß es recht schwierig ist, diese Spezies von Kakteen erfolgreich zu vermehren. Bringt man erst mal den staubfeinen Samen zum Keimen heißt es, sich in Geduld zu üben und eine lange Zeit des Bangens und Hoffens auf sich zu nehmen. Und auch das ist noch kein Erfolgsgarant!
Da ist es vielleicht sicherer, man läßt der Natur ihren Lauf und hofft auf Zufälle wie den Geschilderten."

Beigefügtes Foto ist etwas unscharf geraten, aber die kleine Blossfeldia läßt sich gut erkennen.

Gruß aus Oberfranken

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Aussaat  ja oder nein? Empty Re: Aussaat ja oder nein?

Beitrag  Gast am Mo 02 Jan 2012, 12:20

Die Aussaat auf dem Topfrand habe ich schon oft wissentlich praktiziert, aber auch ist das schon unwissentich passiert. Wissentlich habe ich schon Ariocarpus kotschoubeyanus ssp. elephantidens so ausgesät und bis zur ersten Blüte kultiviert und auch heute noch stehen die Sämlinge um die Mutterpflanze herum. Das selbe gilt für A. trigonus, nur hier haben die Sämlinge noch nicht geblüht, sie stehen aber noch immer dort. Eine unwissentliche Aussaat passierte z.B. vor Jahren bei Strombocactus disciformis. Die Früchte rissen seitlich auf und entließen beim nächsten Gießen die Samen auf den Topfrand. Hier keimten die winzigen Samen und heute habe ich auf zwei Töpfen einen Rasen von 3 - 8 mm großen Jungpflanzen. Diese Aussaatmethode klappt meistens am aller besten.
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Beitrag  Losthighway am Mo 02 Jan 2012, 13:41

Mein Kumpel Jörg hat die gleichen Erfahrungen mit dem pulcherrimus gemacht. Bei ihm haben die Samen nie richtig gekeimt, dann hatte er keine Lust mehr und im letzten Jahr waren auf einmal mehrere Sämlinge in den Töpfen der Mutterpflanzen. Sind wohl kleine Muttersöhnchen..schon sehr merkwürdig.
Wenn ich ihn im Frühjahr wieder besuche werd ich mal ein Foto machen.
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