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Winterhärte von Opuntia pampeana

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Winterhärte von Opuntia pampeana

Beitrag  Dietmar am So 15 Nov 2015 - 7:50

Ich möchte diesen Beitrag eröffnen, um den Fokus auf diese kleine südamerikanische Spezies zu lenken, die in Freilandsammlungen eher selten anzutreffen sein dürfte. Da diese in Argentinien und Patagonien vorkommt, stellt sich die Frage, ob sie in unseren Breiten eine Winter- oder Frosthärte besitzt und sich für eine ganzjährige Freilandlandkultu eignet. Ich freue mich auch auf Beiträge über Eure Erfahrungen mit der Opuntia pampeana.

Die Pflanze wurde mir freundlicherweise von Daniel zur Verfügung gestellt. Dafür an dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Dank!

Im Februar 2015 sah das zunächst einmal so aus:

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Im folgenden bekam der Hauptrieb eine faule Stelle. Nach dreimaligen Zurückschneiden, gelang es wenigstens zwei Fragmente zu retten. Diese haben frei ausgepflanzt im Garten über den Sommer jeweils einen neuen Sproß entwickelt.

Dieses Bild stammt von Ende Juli:

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Im Oktober habe ich die Pflanzen erstmal in den Überwinterungsraum gestellt. Für Freilandversuche möchte ich die Opuntia pampeana zunächst weiter vermehren, um auf genügend Material für die eigentlichen Versuche zurückgreifen zu können. Fortsetzung folgt...

Gruß

Dietmar
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Re: Winterhärte von Opuntia pampeana

Beitrag  Echinopsis am So 15 Nov 2015 - 14:11

Gratuliere Dietmar, die sieht wirklich sehr gut aus im Freibeet.
Freue mich auf deine Fortsetzung!

Gruß
Daniel

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lG,
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Re: Winterhärte von Opuntia pampeana

Beitrag  cactuskurt am So 15 Nov 2015 - 22:19

Hallo Dietmar
Frostsicher könnte die Op. vielleicht überleben. Frostsicher heißt bei mir Komplet trocken von ende September - Anfang April über Wintern.
LG Kurt
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Re: Winterhärte von Opuntia pampeana

Beitrag  nobby am So 15 Nov 2015 - 23:26

Ich denke nicht, dass die Opuntia pampeana in unseren Breiten winterhart ist.
Die südlichste, mir bekannte Scheibenopuntie ist Opuntia sulphurea auf der Peninsula Valdes in Chubut, Patagonien.
Diese verträgt zwar Temperaturen bis ca. -5 Grad Celsius, aber als winterhart würde ich auch diese nicht bezeichnen.
Ich denke auch nicht, dass Op. pampeana tatsächlich in Patagonien vorkommt. Höchstens versprengt in den nördlichen Randgebieten zusammen mit Echinopsis leucantha, Cereus aethiops und z.B. Pterocactus tuberosus (gesehen haben wir Op. pampeana dort allerdings noch nie). All diese Pflanzen würde ich auch nicht als winterhart betrachten.
Verglichen mit den Aufnahmen, die ich auf die Schnelle im Internet finden konnte, sieht die gezeigte Pflanze allerdings extrem schwach bedornt aus. Deshalb ist es ratsam sie erst mal frostsicher hochzupäppeln, bevor man die Temperaturresistenz testet.

Herzliche Grüße
Nobby

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Re: Winterhärte von Opuntia pampeana

Beitrag  Dietmar am So 22 Nov 2015 - 15:25

Ich danke für Eure Meinungen! Die Pflanzen überwintern trocken und frostfrei und werden im nächsten Jahr hochgepäppelt, denn ich möchte zunächst für die Freilandversuche genügend Material gewinnen.

@ Nobby: Ich entnehme aus Deinem Beitrag, dass Du Südamerika schon bereist hast und gut kennst. Das war mir bisher nicht vergönnt. Ich kann daher nur aus meinen bisherigen Erfahrungen mit Freilandversuchen sprechen, dass die meisten südamerikanischen Kakteen recht heikel in puncto Winterhärte reagieren und Feuchtigkeit meist nicht vertragen wird. Dennoch gibt es einige Ausnahmen. So wachsen in meiner Freilandanlage Maihueniopsis darwinii, M. ovata, Maihuenia patagonica unter einer kleinen Haube aber durchaus nassem Substrat und unter trockenen Bedingungen Maihueniopsis nigrispina und diverse Pterocacteen. Ich möchte daher wissen, ob und wie sich Opuntia pampeana in diese Reihe einfügt.

Die Angabe zur Herkunft habe ich aus dem Buch von E. Anderson entnommen. Dieser beschreibt die Art mit weißen Dornen, was zunächst einmal gut passt. Mehr Informationen habe ich leider nicht. Die Pflanzen, die ich im Internet gefunden habe z. B. auf Cactiguide.com sehen für mich ebenfalls anders aus. Man findet sie auch unter O. sulphurea v. pampeana. Hast Du Kenntnisse bezüglich Bedornung und Variabilität dieser Art bzw. ihrer Verwandschaft zu O. sulphurea? Kannst Du Angaben zum Klima insbesondere im Winter im Habitat machen?

Gruß

Dietmar
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Re: Winterhärte von Opuntia pampeana

Beitrag  nobby am Mo 23 Nov 2015 - 15:19

Hallo Dietmar,

da ich gerade in Kolumbien bin, habe ich nur eingeschränkte Möglichkeiten (z.B. kann ich nicht auf die Literatur zugreifen).
Ja ich kenne einige südamerikanische Länder und in Patagonien habe ich zusammen mit meiner Frau sicherlich schon mehr als 60 000 km zurückgelegt.
Wir halten alle Pflanzen aus Patagonien, die wurzelecht wachsen, ohne Heizung in einem speziellen Gewächshaus. Bisher ohne große Verluste. Manche Austrokakteen wachsen auch ganzjährig im Steingarten (ohne Regenschutz), brauchen dafür aber besonders vorbereitete Standorte.
Die beschriebenen Fundorte von O. pampeana sind nicht wirklich unser Zielgebiet. Vielleicht können da ein paar Gymnofreunde helfen, die eher in diese Regionen fahren.
Zum "Winterklima" vielleicht zwei Kommentare von Einheimischen, die die Situation ganz gut beschreiben.
Atlantikküste Ort Gaiman: Im Winter, selbst bei Minus 10 Grad ist es hier so warm, dass ein einfacher Pullover reicht. Im Ort wachsen Oleander frei ausgepflanzt.
Junin de los Andes: Unsere Winter sind wie das Wetter in London - nasskalt und Nieselregen!

Gruß Nobby
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