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Conophytum und andere Mesembs - warum gehen manche ein?

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Conophytum und andere Mesembs - warum gehen manche ein?

Beitrag  Gilbert am Mi 18 Jan 2017, 17:09

Hallo,
es geht um von September bis November 2016 neu gekaufte Mesembs, die größtenteils ohne Substrat geliefert wurden.
Der Anteil an Conophytum ist dabei recht hoch.

Ich möchte hier mal fragen, warum immer wieder vereinzelte Pflanzen (nicht die Mehrheit) einfach eingehen. Oder ist ein gewisser Schwund normal?
Könnte es daran liegen, dass die Pflanzen seit Kauf Sept-Nov. noch nicht etabliert sind?
Könnte es daran liegen, dass die Pflanzen noch jung und klein sind (z. T. noch als Sämlinge zu bezeichnen) und daher sehr empfindlich sind?

Ich beschreibe mal die Haltung:
- Winter- und Sommerwachser weiß ich zu unterscheiden.
- Ich habe die Pflanzen in reinem Bims aus der Eifel, u. a. weil Uwe Beyer (Cono's Paradise) es auch so hält.
- Haltung im Gewächshaus, Minimumtemperatur 7 bis 10 Grad, ausnahmsweise kann es nachts auch mal 1-2 Grad kälter sein.
- Ich gieße die Winterwachser wenig, mit wenig Kakteendünger im Wasser - wirklich nicht viel und nicht oft - und ab und zu übersprühe ich sie auch.

Das Eingehen - bei den Conophyten ein Kopf nach dem anderen bis alle Köpfe tot sind - geht nach meiner Beobachtung nach dem Gießen los.
Das verstehe ich nicht, da sie doch jetzt Wachstumszeit haben.

Der größte Teil der Mesembs macht das allerdings nicht und die wachsen wie sie es sollen.

Gruß Michael
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Gilbert
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Re: Conophytum und andere Mesembs - warum gehen manche ein?

Beitrag  Henning am Mi 18 Jan 2017, 21:33

Moin Michael,
bei dem was Du beschreibst, könnte ich mir vorstellen, dass gerade die Conophyten ein wenig beleidigt sind, wenn sie im September und November quasi ohne Substratkontakt bei Dir eintreffen. Vom Übersprühen in der dann einsetzenden kalten Zeit halte ich persönlich gar nicht viel, weil dabei Wasser an Stellen kommt und dann auch verbleibt, wo "man es gar nicht gerne hat". Dass die Conos noch zu klein waren, ist eigentlich nicht das Problem. Ich habe so ein kleines Stecklingsbeet mit größtenteils einköpfigen Pflänzchen (zum Teil echt winzig!) - die habe ich, bevor es jetzt so wirklich kalt wurde, fast jeden Tag gegossen. Ich habe so eine Sprühflasche, die ich auf "feinen Strahl" eingestellt habe und damit habe ich relativ viel Wasser zwischen die Pflänzchen gedröppelt, so dass sie nahezu durchgehend feuchte Füße hatten. Das ist ihnen gut bekommen. Jetzt in der Kälte kriegen sie "nichts".
Und wenn Du beschreibst, dass auch mehrköpfige Exemplare die Grätsche machen, dann haben die einfach "zu viel" Wasser von oben auf den Kopf bekommen. Zu viel kann schon ein Tropfen sein, wenn es kalt genug ist. Und das geht schnell, wenn man sie übersprüht.
Was man auch nicht unterschätzen darf, ist stehende Luft. Und da man gerade in der kalten Jahreszeit nicht so wirklich gut lüftet (weil es ja so kalt ist) bei den Blümchen, trocknet Wasser zwischen den Köpfen auch nicht gut ab...
Wenn man aber tatsächlich mal einen gammeligen Kopf feststellt, dann nimm einfach eine spitze Pinzette und reiß diesen einen Kopf heraus, bevor er selber richtig matschig wird und die anderen Köpfe "ansteckt". Oftmals kann man auf diese Art den Rest der Pflanze retten.
Ich würde die "neuen" auch noch gar nicht düngen. Lass sie doch erst einmal in Ruhe bei Dir ankommen; ist doch egal, wenn sie tatsächlich im ersten Jahr ein wenig kleiner ausfallen sollten - Hauptsache ist doch, dass sie angewachsen sind. Und dann kannst Du im nächsten Jahr immer noch düngen. Wenn die nicht bereits komplett ausgehungert sind, dann brauchen die auch so schnell noch nichts.
Grundsätzlich sollte es aber schon so sein, dass eigentlich alle überleben und höchstens mal einer auf der Strecke bleibt (okay, manchmal geht auch schon mal einer mehr ein) Aber das, was Du beschreibst, ist ein Behandlungsfehler.
Meine "erwachsenen" Pflanzen stehen in einem doch sehr durchlässigen Gemisch aus feinem Kies, Splitt, Sand, Lava, "Erde" usw. Diese Pflanzen habe ich jetzt schon seit Wochen gar nicht mehr gegossen, auch wenn sie Winterwachser sind. Während bzw. kurz nach der Blüte habe ich relativ viel gegossen und auch die ganzen Pflanzen übersprüht (da war auch die Luft noch warm und es konnte schnell von den Körperchen abtrocknen), aber jetzt, wo es so kalt ist, kriegen die schon seit Wochen nichts (von wegen Wachstumszeit!). Die sehen trotzdem dick und prall aus.
Temperaturmäßig verwöhne ich meine Conophyten nicht wirklich - ein Bodenthermometer zeigt gerade um die 7 Grad an (ich habe soeben mal nachgeguckt). Und die Lufttemperatur liegt gerade so bei ca. 8 Grad; aber das kann in der Nacht noch etwas ansinken.
Wenn es so kalt ist, werde ich auch in der nächsten Zeit keinen Tropfen Wasser geben - wozu sind es denn hochsukkulente Pflanzen? Die halten das aus.

Ob Dir mein Geschreibsel jetzt was Neues geboten oder Dir sonstwie weiter geholfen hat, weiß ich natürlich nicht, aber vielleicht schreibt ja der eine oder andere richtige Experte noch was dazu, so dass sich insgesamt dann doch ein rundes Bild ergibt.
Ich drücke Dir auf alle Fälle die Daumen, dass noch genügend Conos über bleiben!
Bis bald.
Gruß
Henning




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Re: Conophytum und andere Mesembs - warum gehen manche ein?

Beitrag  Henning am Do 19 Jan 2017, 15:09

Hallo Michael,
quasi als Nachgang zu gestern hier noch ein paar Fotos von heute.
Zum einen der "Cono-Kindergarten" mit den doch recht winzigen Stecklingen
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und zum anderen ein grober Überblick, um zu zeigen, wie sie bei mir stehen und dass sie auch "ohne Wasser und Dünger" dick und fett sind
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Viel Erfolg.
Gruß
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Re: Conophytum und andere Mesembs - warum gehen manche ein?

Beitrag  Gilbert am Fr 20 Jan 2017, 12:40

Hallo Henning,

vielen Dank für deine Ausführungen, die mir schon helfen und für die tollen Fotos.

So wie du die Conophyten hältst, frei ausgepflanzt, ist das mein Ziel irgendwann. Sehr schön!
Vorerst habe ich erstmal natürlich alles noch konventionell in Töpfen und Schalen.

Zur Haltung: Du bestätigst mir, dass die Richtung in die ich dachte, doch stimmt. Ich hatte schon vorher selbst als Lösung des Problems schon vermutet,
dass es auch hier wie bei den Kakteen ist, dass sich Wasser und Kälte nicht gut vereinbaren lassen.
Ich bin eigentlich nicht einer, der die Pflanzen schnell hochziehen und mit Dünger antreiben will.
Aber nach dem späten Kaufzeitpunkt kurz vor dem Winter war andererseits auch der Gedanke da,
es ist ja Wachstumszeit und die ausgetopften, trockenen Conos müssten anwachsen und brauchen dafür auch mal Wasser.
Das Düngen rührte daher, dass es hieß, der reine Bims enthalte keine Nährstoffe. Nun werde ich mit dem Wasser mal vorsichtiger umgehen.

Ich stelle demnächst hier auch mal Fotos von meinen neuen kleinen Conos rein. Momentan geht das nicht, weil mir am PC die Symbolleiste dafür nicht angezeigt wird. Zum Fotoeinstellen muss ich an einen Laptop wechseln.

Ich hatte übrigens schon mal 1995 bis ca. 2010 Kakteen und Mesembs gehalten, dann aber alles aufgegeben. Nun fange ich neu mit Mesembs an. Damals hatte es mit den Mesembs eigentlich ganz gut geklappt.
Jetzt muss ich mich aber erstmal wieder reinfinden, auch in die ganz unterschiedlichen Wachstumszeiten ...

Bei Mesa Garden sind etliche Conophytensamen bestellt ...

Danke und Gruß Michael
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Gilbert
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