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Extraflorale Nektarien

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Re: Extraflorale Nektarien

Beitrag  Shamrock am Do 28 Sep 2017, 23:12

...und einer Käferlarve. Könnte sogar zu den Coccinellidae gehören.

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Re: Extraflorale Nektarien

Beitrag  Manfrid am Fr 29 Sep 2017, 08:58

... Wäre zwar nett von ihr, solch eine Bestätigung der Schutzmannschafts-Anlockungs-Hypothese, aber ich fürchte, das ist eher eine Zikaden-Nymphe.

Gruß! - Manfrid
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Re: Extraflorale Nektarien

Beitrag  Cristatahunter am Fr 29 Sep 2017, 09:09

Das ausschwitzen von Flüssigkeit hat wohl eher physikalische Gründ als das es sich um eine Art symbiose Pflanze mit Insekt handelt. Die Ameisen nutzen dem Kaktus nichts, sie bergen eher Gefahren.
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Re: Extraflorale Nektarien

Beitrag  Shamrock am Fr 29 Sep 2017, 10:01

Stefan, dem widerspreche ich vehement. Zum Einen mit den Argumenten pro Ameise im ersten Beitrag und zum Anderen mit den unzähligen wissenschaftlichen Erkenntnissen bezüglich extrafloraler Nektarien bei anderen Pflanzenfamilien. Diese Nektarausscheidungen ohne sinnvollen Nutzen wären eine unverantwortliche Ressourcenverschwendung. Gerade bei so Extremisten wie Kakteen. Das könnten die sich nie leisten, wenn es dafür keine Gegenleistung gibt. Gerade wer mit Wasser so haushalten muss, wird es doch nicht mit Zucker zum Fenster rauswerfen. Auf der einen Seite nur Nachts die Stomata öffnen und auf der anderen Seite munter Zucker mit Wasser an durstige Insekten verschenken?
Bei Opuntia stricta beispielsweise wurde geforscht, wieviel mehr an Jungpflanzen durchkommen, wenn sie von Ameisen überwacht werden. In dem Artikel von Oliveira, Rico-Gray, Díaz-Castelazo und Castillo-Guevara ist von einer 50%igen Chancenerhöhung die Rede. Würde jetzt den Rahmen hier sprengen, auf alles näher einzugehen - aber es steht wohl außer Frage, dass die Ameisen dem Kaktus was nutzen.

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Re: Extraflorale Nektarien

Beitrag  Cristatahunter am Fr 29 Sep 2017, 11:08

Kakteen in Kultur leben wie im Schlaraffenland. Regelmässige Wassergaben zwingen den Kaktus dazu die überschüssige Menge an Wasser irgendwie los zu werden. Nicht jeder Kaktus kann das. Solche die das nicht können reissen auf.
In der Natur haben Kakteen sehr viel mehr mit Trockenheit zu kämpfen. Ich habe noch nie eine Standortfoto mit triefenden Kakteen gesehen und auch selber habe ich weder an Feros, Hamatocactus, Thelocactus oder Coryphanthas extrafloralen Nektar beobachten können. Die Ameisen in unseren Gewächshäusern, Balkonen und Frühbeeten konnten sich gar nie evolutionär mit den Kakteen arangieren. Sie nutzen nur eine billige Energiequelle. Wie bei den Blattläusen. Die Kooperation europäische Ameise und amerikanischer Kaktus konnte sich gar nie entwickeln. Für eine Entwicklung einer Symbiose braucht es tausende wenn nicht millionen von Jahre.
Mag sein das ineinem Labor, Pflanzen in Gemeinschaft mit Ameisen besser Wachsen
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Re: Extraflorale Nektarien

Beitrag  Shamrock am Fr 29 Sep 2017, 12:14

Es geht ja auch primär um Kakteen im Habitat und weniger um Kakteen in Kultur. Auch bei Kakteen im Habitat wird über die Nektardrüsen mächtig Nektar ausgeschieden, wie ja auch die ausgiebigen Feldstudien an Opuntien, Pachycereus und Co. belegen. Da aber wohl weniger wegen Überfluss (mal abgesehen davon, dass Schwemmlandbewohner schon phasenweise ganz schön im Überfluss leben und triefen können...).
Das Prinzip der Nektarausscheidungen für Ameisen und Co. ist das Gleiche - egal ob in Amerika oder in Europa. Da hat die Evolution schon genug Vorarbeit geleistet. Jedenfalls musste ich die europäischen Ameisen nicht anleiten reife Kakteenfrüchte binnen eines Vierteltages komplett leerzuplündern. Um Rußtau auf "Nektarareolen" zu vermeiden, stell ich auch nur den Kaktus in den Garten und die Ameisen wissen was sie zu tun haben.
Also nochmal: Auch im Habitat scheiden Kakteen mit extrafloralen Nektarien mächtig Nektar aus. Siehe z.B. das verlinkte Foto von Manfrid, siehe Feldstudien und siehe besagte Artikel.

Sei mal nicht ganz so negativ gegen Ameisen eingestellt. Das ist in der Natur ein Geben und ein Nehmen - ob in Europa oder Amerika. Wink

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Re: Extraflorale Nektarien

Beitrag  Nopal am Fr 29 Sep 2017, 12:37

Das interessante daran ist doch das Kakteen die so sparsam mit Wasser umgehen Nektar produzieren um Insekten anzulocken.
Übrigens hab ich dieses Jahr öfters Wespen an meinen Glandulicactus und Hamatocactus beobachtet.
In Cactuspedia.com unter dem Namen Coryphantha echinoiade steht wen ich mich noch richtig erinnern kann etwas über Beobachtungen im Habitat mit Ameisen der Coryphantha.

Ich halte alle 3 genannten Thesen für plausibel aber das mit dem Überdruckventil glaube ich jetzt persönlich nicht.

Beste Grüße
Nopal
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Re: Extraflorale Nektarien

Beitrag  Cristatahunter am Fr 29 Sep 2017, 12:49

Ich habe absolut nichts gegen Ameisen ausser sie verbeissen sich durch die Hosen in mein Bein. So wie am Standort Geohintonia. Ich kann durchaus verstehen das es einen gegenseitigen Vorteil für Pflanze und Tiere besteht. Es iritiert mich nur, dass davon ausgegangen wird dass es eine Art gesteuerte Evolution gibt. Es muss immer auch ein Wenig Zufall im Spiel sein das Evolution entsteht.
Kakteen haben diese Nektardrüsen nicht für die Ameisen gemacht. Kakteen haben viele Mechanismen um mit Wassermangel oder eben mit kurzfristigem Überschuss umzugehen das dabei die Ameisen profitieren ist ein guter Nebeneffekt. Das dabei auch noch die Pflanzen sauber geleckt werden ist wiederum ein positiver Nebeneffekt.
Der Kaktus hat nicht die Ameise gesehen und dann gedacht ich mache jetzt für die Ameise ein Belohnungssystem damit die mich sauberlecken. Die Nektardrüsen haben noch eine andere Funktion ausser die Ameisen zu bespassen.
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Re: Extraflorale Nektarien

Beitrag  Nopal am Fr 29 Sep 2017, 12:54

Ich denke die Ameisen schleppen die Samen weg und dies vermutlich meistens in schattige Plätze wo ein neuer Kaktus wächst.

LG
Nopal
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Re: Extraflorale Nektarien

Beitrag  Cristatahunter am Fr 29 Sep 2017, 13:38

[quote="Nopal"]Ich denke die Ameisen schleppen die Samen weg und dies vermutlich meistens in schattige Plätze wo ein neuer Kaktus wächst.

LG
Nopal [/quote

Das macht der Regen auch und spült die samen in Spalten und Ritzen. Ein Samen der im Ameisenbau verschwindet ist im Dunkeln und kann dementsprechend nicht keimen. Das sind ja Lichtkeimer.
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