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Fleischermethode Opuntioideae

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Fleischermethode Opuntioideae

Beitrag  M.Ramone am Di 13 Feb 2018, 17:01

Hallo,

kurz vorweg ein kleiner Auszug aus dem Buch Tephrocactus und andere Feigenkakteen (Seite 20) von Michael Kießling (und Josef Pöschl? Es wird ja aus der Egoperspektive geschrieben):

"Obwohl ich mich als gerade zu Fanatiker der sogenannten 'Fleischermethode' bezeichnen möchte, kann ich bei den Opuntien nur dringend davon abraten. Ein Totalausfall ist trotz oftmals erstaunlicher Keimquote meist nicht vermeidbar. Die Sämlinge fallen einfach um. [...]. Alles, was aufgeht nach entfalten der Keimblätter sofort(!) pikieren."

Wie sind eure Erfahrugen mit der Fleischermethode bezüglich Pflanzen der Unterfamilie Opuntioideae?

Unter meinen Saatgut befinden sich z.B. eine Menge diverser Tephrocacteen, Maihueniopsis und Cumulopuntia. Und das Schlimmste wäre, wenn ich nachschaue und die tot auf dem Boden liegen.

Gibt es unterschiede von Tribus zu Tribus? Sind die Aussagen von Kießling allgemein gültig?



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Re: Fleischermethode Opuntioideae

Beitrag  nikko am Di 13 Feb 2018, 17:24

Moin Marcus,
ich säe immer nach Fleischer aus, egal welche Art... Opuntioide waren auch schon oft dabei, sind mir dabei aber nicht negativ aufgefallen.
Wenn sie denn mal keimen, klappt es eigentlich gut mit Fleischer. Ich habe allerdings meist nach ca. 6 Monaten die Haube entfernt. Vielleicht liegt es ja daran?

LG,
Nils
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Re: Fleischermethode Opuntioideae

Beitrag  tephrofan am Di 13 Feb 2018, 17:39

nene, da steh ich nach wie vor absolut dazu- ich säe ja nicht nur 10 Portiönchen aus im jahr an solchen Gewächs- und hab da schon ordentlich Lehrgeld zahlen müssen- an der Hygiene kann es nicht liegen, steriler und sauberer wie ich, kann man, denke ich nicht aussäen- aber Opuntienartige- auch Maihuenien, egal welcher Art überstehen die Fleischermethode in der Regel keine längere Zeit- im Gegensatz zu den anderen Kakteengattungen. Ich kann nur das sagen, was ich selber erfahren habe- aber tut ja nicht weh- die Tüten baldmöglichst nach dem Keimen zu öffnen
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Re: Fleischermethode Opuntioideae

Beitrag  nikko am Di 13 Feb 2018, 18:34

Moin Marcus,
dann würde ich das so machen wie Michi sagt und die Tüten frühzeitig öffnen!

LG,
Nils

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Re: Fleischermethode Opuntioideae

Beitrag  M.Ramone am Di 13 Feb 2018, 18:43

Oh, wie schön, dass du anwesend bist, Michael. Das Buch liest sich wirklich gut und kommt auch ohne Bla Bla gleich zur Sache. *daumen*

Die Maihueniopsis haben sich für mich erledigt. SuccSeed wollte mir die als Ersatz für die vergriffenen Tephros mitschicken, was dann aber letzten Endes doch nicht der Fall war (eben kam das Päckchen).

Aber dennoch hast du mir ein etwas mulmiges Gefühl beschert, was die Aussaat der Tephros und Cumulos betrifft. In deinem Buch hast du ja ein Bild von den Fleischerbeuteln gepostet, auf dem die Beutel aufgehängt und dem Tageslicht ausgesetzt sind. Ziehst du auch in Boxen, die ausschließlich mit Kunstlicht ausgestattet sind? Oder nur mit Tageslicht? Zu welchen Jahreszeiten?

Wie machst du das, Nils?

Bei mir werden ungefähr 15000Lux auf der Oberfläche brennen. Zumindest ist das der ermittelte Wert, auf den ich mit den Leuchtmitteln komme, die ich mir ausgesucht habe. Ich wäge zwar noch zwei Varianten ab, aber mit beiden komme ich auf diesen Wert bei 20 Abstand zum Boden. Bei der Lichttemperatur habe ich mich auf einen Mix aus 6500K und 8000K festgelegt, um noch etwas mehr Blau-Anteil im Spektrum zu haben.

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Re: Fleischermethode Opuntioideae

Beitrag  Cristatahunter am Mi 14 Feb 2018, 00:45

Scheint darum nicht zu funktionieren weil die Opuntoiden andere Keimblätter machen wie Kugelkakteen.
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Re: Fleischermethode Opuntioideae

Beitrag  tephrofan am Mi 14 Feb 2018, 04:18

bei mir gbts gar nix künstliches, auch keine Bodenwärme oder dgl. Blödsinn. Kostet nur unnötig Energie, Aufwand und Nerven. Und im Endeffekt holt man da auf Dauer auch nich groß bei was raus. Ausgesät wird nicht vor Mitte/Ende April im Gewächshaus. Ich stelle die Aussaaten unten auf den Gangboden damit die Samen nicht "gegrillt" werden. Lediglich einige Mexikaner wie Echinocactus horizonthalonius, Coryphantha poselgeriana u.a. werden ca. 1 Woche auch bei heißer Witterung in die pralle Sonne gestellt, danach ebenfalls auf den Boden wo die Sonneneisnatrhlung nicht mehr so intensiv ist. Aufhängen tu ich schon seit etlichen Jahren nicht mehr seit mir immer wieder einige Säckchen abgestürzt sind.... Rolling Eyes - Cumulopuntien keimen in der Regel deshalb so schlecht, weil die unreifen(!) Früchte am Standort von den Alpacas gefressen werden. Der Fehler den die Samensammler machen ist, zu lange zu warten- eingetrocknete/mumifizierte Früchte haben fast nur Samen, die schwer oder gar nicht mehr keimen. Tephros brauchen zur Keimung auch eine hohe Temperatur um die 30°C. Puna bonnieae hatte ich mal zig 1000 Samen von mir, aber nie etwas gekeimt...viel Glück! lol!
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Re: Fleischermethode Opuntioideae

Beitrag  M.Ramone am Mi 14 Feb 2018, 12:32

tephrofan schrieb:...viel Glück! lol!

Herzlichen Dank, Michael Teufel

Ich denke nochmal darüber nach, wie ich die Samen/ Sälinge behandeln werde.
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Re: Fleischermethode Opuntioideae

Beitrag  nikko am Mi 14 Feb 2018, 15:01

Moin Marcus,
ich mache das so wie hier beschrieben:
https://www.kakteenforum.com/t6536-meine-aussaat-2012-unter-kunstlicht?highlight=kunstlicht
(Beitrag #5)

Den Kasten habe ich noch immer im Betrieb, dazu noch einen mit 'nem 20W LED Baustrahler als Lichtquelle.

LG,
Nils

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Re: Fleischermethode Opuntioideae

Beitrag  M.Ramone am Mi 14 Feb 2018, 17:09

Danke Nils!

An genau so einem Kasten bin ich auch dran. Dieses Jahr soll der voll und ganz für Kakteen und andere Sukkulenten genutzt werden und ab dem nächsten Jahr dann immer zum Vorziehen von Gemüse. Zwischendrin dann ab und an für ein paar kleinere Aussaaten grinsen2
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