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Nichtsukkulente, tropische Zimmerpflanzen

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Nichtsukkulente, tropische Zimmerpflanzen - Seite 2 Empty Re: Nichtsukkulente, tropische Zimmerpflanzen

Beitrag  plantsman am Sa 07 März 2020, 09:02

Moin,

@Brigitte, ich verlinke mal das Substrat, dass wir nutzen und mit dem wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Es ist nur sehr wichtig es NICHT pur zu nutzen, jedenfalls nicht in Pflanzgefäßen. Das funktioniert tatsächlich nicht. Aber in Verbindung mit z.B. Vulkatec, bis 50% Anteil, find ich es einfach überzeugend: Grusons torffreie Blumenerde.

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Nichtsukkulente, tropische Zimmerpflanzen - Seite 2 Empty Re: Nichtsukkulente, tropische Zimmerpflanzen

Beitrag  Stachelsusi am So 26 Jul 2020, 08:10

Hier mal mein Dschungel
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Beitrag  Morning Star am So 26 Jul 2020, 20:36

Hallo Stachelsusi . Auf Deinem Bild  2 hast Du 2 interessante  - für mich - Pflanzen stehen. die 2 großen, etwas rechts. Was ist das ???
Das rechteste könnte es auch eine Pelargonie sein ?? Eras Elmseld ??
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Nichtsukkulente, tropische Zimmerpflanzen - Seite 2 Empty Hippobroma longiflora

Beitrag  plantsman am Sa 08 Aug 2020, 17:24

Moin,

@Susi, ist immer wieder gut zu sehen, dass Kakteen- und Sukkulenten-Fans auch ein wenig anderes Grün zu Hause haben. Das macht eine Wohnung doch oft erst wohnenswert, das ganze Grün.

An eine Glockenblume mag man bei der nächsten Pflanze nicht unbedingt denken, an eine Lobelie dann schon eher. Es ist Hippobroma longiflora, der umgangssprachlich "Stern von Bethlehem" oder "Madamfate" (siehe Wikipedia) genannt wird. Bei dem zweiten Namen würde ich sogar ursprünglich auf zwei Wörter tippen, sprich "Madame Fate" oder so viel wie "Frau Schicksal". Das Pflänzchen ist nämlich ziemlich giftig (psychoaktiv oder letal, je nach Konzentration) und, wenn ich so recht überlege, vielleicht doch keine gute Zimmerpflanze...... scratch . Möglich aber, das die Madame den Menschen in ihrer karibischen Heimat das Schicksal wie auch immer nahe gebracht hat.

Wer sie wegen der großen weißen und nachts duftenden Blüten trotzdem pflegen möchte, hier einige Hinweise: Standort dauerhaft warm-feucht, ziemlich schattig und am Besten in einer mineralisch-humosen Substrat-Mischung (1:1) in nicht zu großen Töpfen. Auf den karibischen Inseln ist sie ein Begleiter gestörter Stellen im Tiefland-Regenwald.
Alle Ausputz- und Schnittarbeiten am Besten mit Handschuhen erledigen und unbedingt einen Kontakt mit dem Saft auf Schleimhäuten vermeiden. Leider ist sie nicht sehr langlebig und muss regelmäßig, spätestens nach zwei Jahren, neu ausgesät werden.

Vielleicht guckt man sie sich doch nur in einem botanischen Garten an.........

Nichtsukkulente, tropische Zimmerpflanzen - Seite 2 Hippob10

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Nichtsukkulente, tropische Zimmerpflanzen - Seite 2 Empty Hemigraphis alternata

Beitrag  plantsman am So 16 Aug 2020, 08:15

Moin,

ein harmloser Geselle ist Hemigraphis alternata, das Noppenblatt. Es ist ein Akanthusgewächs, Acanthaceae, aus den Regenwäldern Javas, wo sie an meist recht schattigen Standorten wächst. Der Wuchs ist stark ausgebreitet mit wurzelnden, kriechenden Trieben und deshalb wird die Art in Gegenden mit passendem Klima auch als Bodendecker verwendet. Interessanterweise wird die Art wegen ihrer Blattfarbe auch in Massen als Wasserpflanze herangezogen und verkauft. So gepflanzt überlebt sie jedoch meist nicht sehr lange, denn eine Wasserpflanze ist sie mitnichten.
Die Blüten sind sicher nicht aufregend, weil recht klein, aber der Kontrast zu den genörpelten, olivbraun gefärbten Blättern ist trotzdem gegeben. Wer sie, wie wir in den Gruson-Gewächshäusern, in einem Tropenhaus auspflanzen kann, wird schnell ihren Ausbreitungsdrang kennen lernen.

Als Zimmerpflanze ist sie etwas schwieriger, da sie ganzjährig eine hohe Luftfeuchte benötigt. Wer sie dennoch pflegen möchte, sollte es mit Schalenkultur an einer absonnigen Stelle in einem warmen Zimmer versuchen. Als Substrat haben wir im botanischen Garten eine Mischung aus feiner Pinienrinde, torffreier Blumenerde und Vulkatec im Verhältnis (3:2:1). Diese Mischung hat sich bei uns für Regenwald-Bodenbewohner sehr bewährt. Im Zimmer sollte man eventuell etwas weniger Pinienrinde verwenden, um die Wasserspeicher-Fähigkeit zu verbessern.
Der Wasserbedarf der Art ist im Sommer sehr hoch und im Winter mäßig. Austrocknen darf sie jedenfalls nie. Sie zeigt auch sofort an, wenn sie Durst hat.

So viel ich weiß, wurden die Hemigraphis-Arten in den 60er- bis 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts von Floristen gerne als Blattpflanze für Schalenbepflanzen genutzt.

Nichtsukkulente, tropische Zimmerpflanzen - Seite 2 Hemigr10

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Nichtsukkulente, tropische Zimmerpflanzen - Seite 2 Empty Ecbolium viride

Beitrag  plantsman am Mo 31 Aug 2020, 17:01

Moin,

manchmal gibt es Pflanzen, von denen man nicht denkt, dass sie wunderbare Begleitpflanzen unserer fleischigen Lieblinge wären. Es ist wieder mal eine Acanthaceae, die ich dafür vorstellen möchte. In dieser Familie gibt es einige sehr schönblütige Wüsten- und Steppenpflanzen, die an ihren Standorten mit Sukkulenten zusammen wachsen. In der Heimat von Ecbolium viride, der Türkisblume, den Trockenwäldern des indischen Subkontinents, gibt es zwar nicht so viele Sukkulenten, aber trocken ist es dort trotzdem. Es gibt sogar einige Herkünfte dieser Art, die leicht fleischige Blätter ausbilden, also schon auf dem Weg zur Sukkulenz sind.
Ungewöhnlich an der Art ist die seltene Blütenfarbe, ein türkis angehautes Grün. Der Wuchs selbst ist halbstrauchig-buschig und bis knapp 1,5 Meter hoch. Die Art lässt sich jedoch, wenn sie mal zu groß geworden ist, entweder gut zurückschneiden oder durch Stecklinge neu heranziehen. Bei strauchigen Acanthusgewächsen ist eine gelegentliche Verjüngung durch Stecklinge meist vorzuziehen, weil alte Pflanzen etwas unansehnlich werden. Was auch funktioniert ist die Aussaat. Die Art verschleudert ihre scheibenförmigen Samen sowieso überall hin und so kann man sich die Jungpflanzen einsammeln und wieder gesondert eintopfen.
Als Bewohner trockener Habitate ist sie nicht so humusverwöhnt. Wir in den Gruson-Gewächshäusern kultivieren sie in unserer Kübelpflanzen-Erde, einer Mischung aus Vulkatec und torffreier Blumenerde (1:1). Der Standort kann sonnig, halbschattig und sogar schattig sein, wobei sie an den hellen Stellen den schöneren Wuchs und die reichere Blüte hat. Bewässert wird Winter und Frühling nur sehr mäßig, im Sommer/Herbst dann zwar mehr, aber auch nicht wirklich intensiv, irgendwie normal......
Einzig bei den Temperaturen ist sie anspruchsvoll. Es ist eine echte Warmhauspflanze. Wer aber Sansevierien oder madagassische Tiefland-Sukkulenten wie Euphorbien, Uncarina und Aloe pflegt, der hat einen perfekten, nichtsukkulenten Partner gefunden....... wenn er sie denn bekommt. Das ist nämlich das größte Problem, die Art wird im Handel nur selten angeboten, trotz der sehr ungewöhnlichen Blütenfarbe.

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Nichtsukkulente, tropische Zimmerpflanzen - Seite 2 Empty Ruellia jussieuoides

Beitrag  plantsman am So 13 Sep 2020, 16:32

Moin,

Acanthusgewächse und kein Ende....... es ist halt eine sehr arten- und formenreiche Familie.

Die Gattung Ruellia enthält viele Arten, auf jeden Fall deutlich mehr als 100. Dabei ist die Vielfalt der Blütenformen enorm, je nach Bestäuber. Eine Gruppe von Ruellien ist sich aber recht ähnlich und mein Kollege für die Tropen der Neuen Welt bestellt immer mal wieder aus dem Samentausch der Botanischen Gärten neue Ruellien. Leider guckt er nie nach, wie die Art, die er bestellt, aussieht und so haben wir in der Zwischenzeit fünf Arten, die alle blaue Blüten und einen aufrecht-strauchigen Wuchs haben. Die Besucher zählen leider nicht die Härchen oder gucken sich die Samenstruktur an, um die Art zu bewundern, für die sehen sie alle mehr oder weniger gleich aus.
Ruellia jussieuoides sticht ein wenig heraus, weil sie fast mannshoch wird und ist damit deutlich größer als die anderen blauen. Sie ist eine Art offener Stellen im Regenwald tiefer und mittlerer Lagen im südlichen Mittelamerika und von Ekuador bis Rio de Janeiro. Offenbar wurde die Art in Kolumbien noch nicht nachgewiesen, was eine interessante, pflanzengeographische Lücke ist. Gerne wächst sie an Straßen- und Wegrändern und kann wohl als Pionier bezeichnet werden, der normalerweise natürliche Lichtungen durch Baumbruch besiedelt. Zu sonnig sollte es jedoch nicht sein, zu schattig aber auch nicht.
Somit ist sie kein richtiger Regenwald-Bodenbewohner für locker-humose Substrate sondern kann eher wie eine "normale" Kübelpflanze behandelt werden. Wir topfen sie in unsere 1:1 Mischung Vulkatec : torffreie Pflanzerde.
Im Winter muss es nicht ganz so feucht sein, ansonsten mag sie ordentlich Wasser, ohne Staunässe natürlich. Was die Luftfeuchte angeht sollte diese von April bis Oktober sehr hoch sein, Regenwald in der Regenzeit, da kann man ja nichts anderes erwarten.

Wie alle unsere blauen Ruellien kann sie ausgepflanzt in einem Gewächshaus mit Grundbeeten etwas lästig werden. Sie hat nämlich wie alle (?) Acanthaceae scheibenförmige Samen, die mit einem Schleudermechanismus durch die Gegend gepfeffert werden und an allen möglichen und unmöglichen Stellen auftauchen. Pioniere eben......... Auch deshalb soll meine Kollege sich vorher ansehen, was er bestellt und nicht nur nach "Südamerika" gucken.

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