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Geschimmelt, geknickt und nun innen hohl

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Geschimmelt, geknickt und nun innen hohl  Empty Geschimmelt, geknickt und nun innen hohl

Beitrag  Marvin7 Mo 17 Feb 2020, 20:40

Hallo,
vorab, ich kenne mich noch nicht wirklich mit Kakteen aus. Leider muss ich auch zugeben, dass ich nicht wirklich über einen grünen Daumen verfüge. Aber ich hätte ein für mich sehr wichtiges Anliegen.
Ich bin glücklicher Besitzer eines Erbstückes, welches mein verstorbener Vater ca. 1996 meiner Großmutter vermachte, und diese 2017 nun mir. Dabei handelt es sich um folgenden Kaktus, welchen ich leider nicht definieren kann. Aber ich versuche ein Foto hinzuzufügen.

Der besagte Kaktus ist mir gestern umgeknickt, als ich die Ursache auffinden wollte bemerkte ich, dass er unten am Stumpf braun-gelblich sowie ganz matschig war. Also war ich ihn mehreren Baumschulen hier bei uns im Saarland aber niemand konnte mir helfen.
Nun habe ich nach einer Internetrecherche einen neuen Topf, Kakteenerde und einen Kakteendünger gekauft. Den Kaktus an der faulen Stelle mit einem scharfen, desinfizierten Messer geschnitten und mit Holzkohle (zur Desinfektion) eingerieben. Nun jedoch ist zum Vorschein gekommen, dass der Kaktus innen hohl ist. Jedoch riecht es neutral und sieht nicht wirklich angegriffen aus. Mein Plan wäre es, nun 1-2 Tage trocknen zu lassen und dann in Anishaltigen Vogelsand statt der Kakteenerde einzupflanzen.

Vielleicht kann jemand erfahrenes da mal drüber schauen und mir gegebenfalls eine Erklärung für das Loch sowie generelle Empfehlungen für mein Vorhaben geben.
Ich würde mich wirklich sehr über Ratschläge freuen, da mir wirklich sehr viel an der Pflanze liegt.
Mit freundlichen Grüßen
Marvin7
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Beitrag  Marvin7 Mo 17 Feb 2020, 20:41

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Beitrag  Gast Mo 17 Feb 2020, 22:05

Hallo Marvin,

herzlich Willkommen hier im Forum!

Prinzipiell hast du bisher alles richtig gemacht - nur wahrscheinlich leider etwas zu spät. Wobei ich so einen hohlen Kaktus bisher auch noch nie gesehen habe...! Vor allem scheint ja das Gewebe nebenan alles noch gesund zu sein und erstaunlicherweise ist auch nicht der mittige Leitbündel verschwunden, sondern versetzt nebenan. Als hätte sich innen im Kaktus irgendwas durchgefressen. Wirklich erstaunlich!

Unten war der Säulenkaktus wahrscheinlich vergammelt, weil er zuviel Wasser bekommen hat und die Wurzeln anfingen zu gammeln. Danach wandert so eine Infektion über die Leitbündel nach oben und verwandelt den gesamten Kaktus in Matsch.
Es ist nicht zufällig möglich, dass du so dunkel verfärbtes Zeug nach dem Schnitt von oben mit rausgezogen hast?

Die Wahrscheinlichkeit, dass du den wieder in die Gänge bekommst halte ich für eher gering. Aber da noch ein Reststück der Leitbündel vorhanden ist, kann man da natürlich ansetzen. Entweder reicht dieses Reststück zur Bildung neuer Wurzeln, oder du könntest ihn theoretisch damit auch auf eine gesunde Unterlage pfropfen.

Jetzt würde ich die seltsame Säule aber jedenfalls erstmal mindestens 10 Tage zum Trocknen aufstellen. So, dass sie aufrecht steht und trotzdem von unten Luft überall rankommt. Also schräg in irgendeinen Behälter, wo das Kopfstück stabil steht (und nicht unbedingt dort über der Heizung).
An sich ist die Säule wohlgenährt und der Wasserspeicher ziemlich prall gefüllt. Somit hast du sehr viel Zeit ohne dir Sorgen über ein eventuelles Vertrocknen machen zu müssen.

Les dich am besten mal etwas zum Thema Pfropfen ein und zeig uns mal so in 10, 14 Tagen, wie sich dieser mysteriöse Hohlraum entwickelt hat.
Zwischenzeitlich noch etwas grundlegendes zum Einlesen: https://www.kakteenforum.com/t32159-faustregeln-zur-pflege-von-kakteen-und-anderen-sukkulenten

Gutes Gelingen und viel Grüße! In dem Fall bin ich jetzt selbst ganz gespannt, wie es wohl weitergeht... - Shamrock (aka Matthias)
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Beitrag  TobyasQ Di 18 Feb 2020, 11:57

Hallo Marvin,
da Dein Sorgenkind einen großen Querschnitt hat, würde ich den Kopfsteckling zum Leitbündel hin anspitzen. Das gibt nach dem Trocknen einen besseren Kontakt zum Substrat/Vogelsand und begünstigt die Wurzelbildung. Nimm ein durchsichtiges Gefäß, dann siehst Du wenn er bewurzelt ist und musst zur Kontrolle nicht im Sand wühlen oder ihn gar rausnehmen.

... neuen Topf, Kakteenerde und einen Kakteendünger gekauft.

Neuer Topf ist notwendig.
Kakteenerde, woher? Die aus Bau- und Gartenmärkten, wo "Kakteenerde" auf der Tüte steht, ist für Kakteen nicht geeignet. Aber bis Dein Zögling bewurzelt und eingepflanzt wird dauert es schon noch etwas. Über die Suchfunktion findest Du hier einiges zu geeignetem Substrat.

Dünger gibt es nach dem Eintopfen erst, wenn es Anzeichen von Wachstum gibt und dann auch nur sehr sparsam. Meine Säulenkakteen bekommen einmal im Jahr die halbe Dosierung der Angabe auf dem Etikett.

Gutes Gelingen und gerne weitere Fragen.

Außerdem würden wir uns freuen wenn Du Dich hier kurz vorstellst.
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Beitrag  Gast Fr 05 Jun 2020, 10:14

So Belanglosigkeiten wie Danke sind auch akut vom Aussterben bedroht.
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Beitrag  Jennyfisch2502 Fr 24 Jul 2020, 11:52

Hallo ihr Lieben,
ich habe ein ähnliches Problem und wüsste gerne was es ist. Da mir das nun schon zum zweiten Mal passiert ist, habe ich es ein bisschen näher untersucht. Beim ersten Mal dachte ich einfach es wäre Wurzelfäule, aber diesmal habe ich kleine Würmchen / Maden gefunden.
Aber erstmal von Anfang:
Es handelt sich um Säulenkakteen (Fotos siehe unten). Nach laienhafter Einschätzung sahen sie ganz gut aus, bis sie auf einmal kurz über der Erde abgeknickt sind. Das abgeknickte Teil war jeweils bräunlich und weich, weshalb ich recht schnell an Fäulnis dachte. Der erste kleine bei dem mir das passiert ist war einzeln eingetopft und ich hab ihn einfach weggeschmissen... Da der zweite aber mit noch einer zweiten Säule eingetopft ist, wollte ich vorhin erstmal das obere abgeknickte Teil abnehmen und wegschmeißen, bevor ich dann die Restwurzel etc, aus der Erde nehme, bzw. den übrig gebliebenen umtopfe. Beim Abnehmen ist dann ein 'Skelett' zum Vorschein gekommen (fand ich erstmal erstaunlich, hatte ich so noch nie gesehen :-) ). Dann ist mir aufgefallen, dass der Kaktus von innen komplett hohl ist und wirklich nur noch die Außenhülle übrig (und eben das Skelett). Beim näheren Betrachten habe ich dann festgestellt, dass in dem Hohlraum kleine weiße und schwarze Würmchen/Maden umherkrabbeln. Nun bin ich mir natürlich nicht zu 100% sicher, was war zuerst da, der Hohlraum oder die Würmchen? Aber irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass diese kleinen Würmchen meinen Kaktus vonn innen aufgefressen haben!?!?
Kennt jemand dieses Phänomen? Weiß mit welchen Schädlingen ich es hier zu tun habe? Und vor Allem, was muss ich tun, damit das beim nächsten Kaktus nicht auch wieder passiert?

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Beitrag  Gast Fr 24 Jul 2020, 12:06

Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum!

Das Skelett ist selbsterklärend. Kakteenholz - damit hat man in Südamerika ganze Häuser gebaut. Wie sonst soll so eine Säule stabil nach oben kommen? Wink

Ansonsten haben irgendwelche arglistigen Insekten ihren Nachwuchs in den Kaktus gelegt, welche wohl wirklich diesen von innen aufgefuttert haben. Hier hast du somit wohl richtig geschlussfolgert, auch wenn ich mich nicht entsinnen kann dies schon jemals gesehen oder gehört zu haben.

Prävention ist schwierig, weil wer fliegen kann klar im Vorteil ist. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die dazugehörigen Eier erstmal im Substrat gelandet sind, bevor's dann über die Wurzeln langsam nach oben ging. Artgerechtes Substrat ist wahrscheinlich die halbe Miete und bitte weg mit dem Übertopf.
https://www.kakteenforum.com/t32159-faustregeln-zur-pflege-von-kakteen-und-anderen-sukkulenten

Übrigens: Kakteen sind Extremisten und keine Zimmerpflanzen! Raus an die frische Luft und in die Sonne ist die perfekte Abhärtung.

Viel Erfolg in Zukunft und liebe Grüße - Shamrock (aka Matthias)
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Beitrag  Jennyfisch2502 So 26 Jul 2020, 13:57

Vielen Dank für die Rückmeldung! Dann muss ich wohl außer umtopfen einfach hoffen...
Liebe Grüße Jenny
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Geschimmelt, geknickt und nun innen hohl  Empty Re: Geschimmelt, geknickt und nun innen hohl

Beitrag  Gast So 26 Jul 2020, 22:07

Nichts zu danken!
Ich find´s etwas seltsam. Es gibt eine heimische Erzschwebfliegenart (so kleine schwarze Gesellen), welche sich darauf spezialisiert hat, ihre Eier in die dicken, sukkulenten Blätter von Crassulaceae zu legen. Hierzulande dann meist Sempervivum. Die Larven schlüpfen dann und fressen die Blätter von innen auf. Da könnte ich mir eventuell vorstellen, dass so eine verzweifelte Fliege über einen Kaktus herfällt, da sie keine bessere Alternative finden konnte. Rein theoretisch. Allerdings hab ich noch nie davon gehört, dass sie Ausweichopfer nehmen und zum Anderen sind deren Maden auch klein, dick und weiß.
Hoffen wir einfach mal, dass es eine Ausnahme war und sich im besten Fall mit einem mineralischen Substrat von allein erledigt.
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