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Gymnocalycium verkrustet von unten nach oben

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Beitrag  Spickerer am Mi 16 Sep 2020, 12:07

Hallo zusammen,
ich habe da ein optisches Problem an einer Pflanze. Erhalten habe ich diese Pflanze 2013 als kleine Pflanze von einer Kakteen-Gärtnerei als Gymnocalycium quehlianum var. nigrispinum. Von Beginn an war unten um die Pflanze herum eine bräunliche Verkrustung zu erkennen, von der ich hoffte, dass sie sich auswächst. Die Pflanze wächst und blüht jedes Jahr zuverlässig. Oben bekommt sie neue Areolen und unten werden sie im gleichen Rhythmus bräunlich. Ich habe seither eine andere Pflanze mit komplett schwarzbraun durchgefärbten Dornen gesucht die gesund ist, aber keine gefunden. Offenbar ist diese Form eher selten, vielleicht weil anfälliger. Deshalb besitze ich diese Pflanze noch immer. Schön ist sie beileibe nicht. Ich möchte sie zum Winter umtopfen und im kommenden Jahr besonders im Auge behalten. Den Winter soll sie bei mir im Badezimmer verbringen, denn vielleicht ist es ihr im Kakteenhaus zu kalt und die Luft zu trocken. Hat Jemand Erfahrungen damit, weiß jemand, was die Ursache dieser braunen Verkrustungen ist und kann dazu etwas sagen?  Kann man sie unterdrücken? Rolling Eyes

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Sie hat schöne dunkle Dornen.

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Beitrag  Shamrock am Mi 16 Sep 2020, 12:14

Vielleicht etwas mehr Düngen?
Wobei es bei Kakteen aus der Pampa ja auch völlig normal ist, dass sie basal mehr oder weniger verkorken. Ein gewisser Eigenschutz im Gras.

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Beitrag  Spickerer am Mi 16 Sep 2020, 13:30

Hallo Shamrock,
wenn es mal nur eine "normale" Verkorkung ist, falls es dass überhaupt gibt?? Bisher bleibt er jedenfalls lebensfähig und steckte bisher keine andere Pflanze an.

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Beitrag  CharlotteKL am Mi 16 Sep 2020, 14:49

Mehrere von meinen Gymnos verkorken auch progressiv von unten; ich habe hier sogar auch schon mal danach gefragt.
Scheint ja ziemlich häufig zu sein.
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Beitrag  Gymnocalycium am Mi 16 Sep 2020, 17:31

hallo
ist bei wirklich alten Pflanzen eigentlich normal; allerdings ist der Name auch mal wieder nur ein "Schildchenname" der nur bei Pflanzen aus Koehres Samen vorkommt
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Beitrag  plantsman am Mi 16 Sep 2020, 20:22

Moin,

dem G. quehlianum sollte im Winter ein lufttrockener, kalter Standort eigentlich nichts ausmachen. Leichte Nachtfröste bei trockenem Stand kommen auch in der Heimat der Pflanze vor.

Bei uns im Botanischen Garten haben solche Verkorkungen eigentlich nur die Pflanzen, die, bevor wir unsere Kultur vor 6 Jahren umgestellt haben, zu lange zu hungrig und in ungeeignetem Substrat (Kompost-Kies-Sand-Mischung) standen. Aktuell sehen sie, nachdem sie die Verkorkungen überwachsen haben, wie geleckt aus, selbst sehr große Exemplare. Bei jedem Umtopfen lassen wir die unansehnlichen Basen langsam im Substrat verschwinden.
Ob es tatsächlich am Nährstoffmangel liegt, kann ich nicht beweisen. Es ist nur auffällig, wie gut die Pflanzen sich gemacht haben.

Gedüngt wird in der Wachstumszeit (Mai bis August) wöchentlich 0,1% mit einem Volldünger 18:10:18. Das Substrat ist Vulkatec sehr ähnlich. Jetzt muss ich meiner Kollegin nur noch beibringen, nicht ganz so viel zu giessen......... grinsen2 . Sie verwöhnt die Pflanzen in meinen Augen doch ein wenig zu sehr und die Bedornung könnte etwas dichter sein.

P.S.:
Hab auf der Festplatte noch ein Foto eines Gymnocalycium stellatum gefunden, wo man die Verkorkungen gut sehen kann und auch, wie die Pflanze den alten Bereich überwächst. Ein Vorher-Nachher wäre wahrscheinlich noch aussagekräftiger, damit kann ich aber leider nicht dienen.

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Zuletzt von plantsman am Mi 16 Sep 2020, 21:18 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Beitrag  Shamrock am Mi 16 Sep 2020, 20:59

CharlotteKL schrieb:Mehrere von meinen Gymnos verkorken auch progressiv von unten
Wie gesagt, die Grasbewohner aus der Pampa machen das gerne. Beispielsweise bei älteren Notos kann man das ebenso beobachten.
Meine persönliche Theorie ist, wer im Gras wächst, braucht da unten nicht zwingend jeden mm² für die Photosynthese. Da ist so eine Verkorkung als Schutz vor lästigen Insektenbissen oder zuviel temporärer Feuchtigkeit wahrscheinlich hilfreicher. Keine Ahnung ob da was dran ist, aber einen Grund muss es ja geben, dass gerade die Grasbewohner so auffallend dazu neigen.

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Beitrag  jupp999 am Mi 16 Sep 2020, 21:04

Hallo zusammen,

ich habe die Beobachtung gemacht, dass Gymnocaylcien (aber auch andere Kakteen wie z. B. Feros), die Wurzelprobleme hatten, "überproportional" von unten verkorkt sind.
Das würde auch in die Richtung von Stefans/plantmans "Theorie" gehen.

Bei alten Pflanzen tritt das auch auf, wenngleich längst nicht so stark.
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Beitrag  Cristatahunter am Mi 16 Sep 2020, 21:39

Kakteen müssen genügend wachsen. Nicht das sie immer dicker und höher werden müssen. Es müssen immer genug neue Areolen gebildet werden. Denn es besteht ein permanennten Wettlauf zwischen den neuen und alten Körperteilen. Wenn es oben nicht genügend wächst holt von unten der Kork auf. Wichtig ist dabei auch regelmässiges Umtopfen und tiefersetzen das lässt den Kork zurück ziehen. Meist sind Südamerikaner betroffen. Sie brauchen deutlich mehr Umsatz an Wachstum als die Mexikaner.
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Beitrag  gerwag am Mi 16 Sep 2020, 22:33

Spickerer schrieb:

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Ich sehe hier mehrere verschiedene Effekte.

Eine normale Verkorkung, bzw eher Verholzung sehe ich bei dieser Pflanze nur ganz unten beim ersten Zentimeter über der Erde (und vermutlich auch noch ein Stückchen unter der Erde). Dort ist durch die Rückbildung des schwammigen Speichergewebes unter der Haut ein deutlich geringerer Durchmesser der Pflanze zu sehen und in dem bereich gibt es kein Chlorophyl. Bei Pflanzen in der freien Natur ist dieses Stück meistens durch angewehte oder angeschwemmte Erde verschüttet und nicht sichtbar. Man könnte dieses Stück auch als Stamm bezeichnen. Diese Verholzung ist zu meist ein ganz normaler Prozess um Energie und Nährstoffe effizienter zu Nutzen, kann aber bei Pflanzen besonders stark sein, die über eine lange Zeit Wassermangel und zum Teil auch Nährstoffmangel hatten. Ich habe vor einigen Jahren einen E. chamaecereus für ein komplettes Jahr an einem Kellerfenster vergessen. Im Keller herrschte zwar eine hohe Luftfeuchtigket aber die Pfanze wude etwas mehr als ein Jahr mit keinen einzigen Tropfen Wasser gegossen. Danach waren die einzelnen Triebe nur noch so dick wie ein Bleistift und komplett verholzt, lediglich die Spitzen der Triebe waren noch grün. Nach dem ersten Gießen sind die Triebe weiter gewachsen und der neue Zuwachs sah ganz normal aus, so dass bald überall grüne Bollen auf auf bleistiftdünnen braunen Zweigen saßen. Ich habe ihn später an jemanden verschenkt, der mir einfach nicht glauben wollte, dass es keine besondere Sorte war...

Dann sehe ich einen großen Bereich mit krankhaften Verkrustungen unter denen noch normales Gewebe mit grünem Chlorophyl zu sehen ist. Auffallend ist hier, dass sich dieser Bereich kronenförmig nach oben zum gesunden Bereich abgrenzt. Das sagt mir, dass die damals gesammte Oberfläche der Pflanze vor einigen Jahren stark geschädigt wurde. Ob das jetzt Frost, Verbrennung, chemische Schädigung (Spritzmittel oder Waschmittel), Schädlinge oder Krankheit (z.B. Mehltau durch zu hohe Luftfeuchte) war kann ich nicht sagen. Zu dem Zeitpunkt, wo die Schädigung auftrat waren die obersten der verkrusteten Warzen gerade erst im Scheitel gebildet worden. Als die Pflanze nach der Schädigung weiter wuchs, wude zwischen den jungen Warzen/Rippen neues gesundes Gewebe gebildet, dadurch entstant das Kronenmuster.

In diesem Bereich sind aber auch einige helle Vertrocknungen zu sehen, wo auch das schwammige Gewebe unter der Haut udn die darüber liegende Haut abgestorben sind. An diesen Stellen war die ursprüngliche Schädigung nicht nur oberflächlich, sondern ist weiter eingedrungen. Es kann aber auch sein, dass Keime (Pilze, Bakterien, Viren) durch die bereits geschädigte Haut eindringen und tieferes Gewebe zerstören konnten.
Auch sind in den geschädigten Regionen meist etwas dunklere, manchmal hellere ovale und runde oft etwa erhabene Flecken zu sehen. Das halte ich für die Narben von Rost- und/oder Mehltau-Pilzen, die nach der Schädigung der Haut oberflächlich unter die oberste Schicht der Haut eindringen und dort eine gewisse Zeit wachsen konnten. Irgend wann hat dann der Kaktus wieder die Oberhand bekommen und die Ausbreitung der Pilze kam zum Stillstand.

Kurz gesagt, der Kaktus erlitt vor ein paar Jahren eine relativ plötzliche schwere Schädigung, die die komplette Oberfläche betraf und wurde in der Folge durch ein paar Infektionen der geschädigten Haut noch zusätzlich vernarbt. Danach ist er dann bis heute unter guten Bedingungen weiter gewachsen.
Das Problem ist, dass die alten Pilzinfektionen zwar weitgehend zum Stillstnd gekommen sind, aber oft nur ruhen und bei feuchtkalter Witterung plötzlich wieder etwas weiter wachsen und zu weiteren Narben führen können.
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