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Massensterben meiner Pflanzen - ist noch etwas zu retten?

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Saoirse
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Massensterben meiner Pflanzen - ist noch etwas zu retten? Empty Massensterben meiner Pflanzen - ist noch etwas zu retten?

Beitrag  Saoirse Fr 04 Dez 2020, 10:18

Hallihallo, ich bin neu hier da ich dringend Hilfe brauche!
Ich bin erst seit 2 Jahren dabei, mein Hobby ist das Vermehren, die meisten Pflanzen sind sehr jung.
Von normalen Crassula Ovata über Undulata bis Perforata, ich habe ca 35 verschiedene Pflanzen. Noch...
Sie sterben. Alle. Manche von heute auf Morgen. Das Drama fing an, als ich sie fit für den Winter machen wollte Ende Oktober.
Zum letzten Mal gedüngt, vorsichtig zum neuen Platz gebracht - direkt am Dachfenster zur Sonne hin im Treppenhaus, dort herrschen zirka 16 bis 17 Grad konstant.
Das ging nicht lang gut, nach nur einer Woche sahen alle Pflanzen schlecht aus. Also Mission Abbruch, alle Pflanzen zurück auf ihre Fensterbänke, Leider nicht ganz zur Sonne hin, aber gerade so ausreichend Licht. Der Raum wird nicht geheizt, hat aber dennoch um die 19 Grad. LF in Ordnung. Kurze Zeit später entdeckte ich Wollläuse.
Mittel besorgt (wurde mir extra empfohlen zum Einsprühen), Pflanzen eingenebelt, auf Besserung gehofft. Nach einigen Tagen wiederholt.
Pflanzen sahen trotzdem schlechter aus, also große Aktion: ausgetopft, Pflanzen und Wurzeln komplett gewaschen, Töpfe (ausschließlich Tontöpfe) gesäubert. Wurzeln sahen überall gut aus, allerdings auffällig wenig Wurzelwerk - sind ja aber wie gesagt alles Jungpflanzen. Mein Verdacht war, zu viel gewässert und Staunässe verursacht zu haben, denn bei manchen Pflanzen hat sich eine Schicht Schimmel auf der Erde gebildet. Zudem fiel hier und da ein Blatt ab.
Also saubere Pflanzen in saubere Töpfe getopft, dieses Mal mit einer Drainageschicht Blähton unter der Sukkulentenerde (gekaufte, unter die ich ebenfalls noch etwas Blähton gemischt habe). Das ganze dekoriert mit einer Schicht Blähton oben, damit ja nichts schimmelt. Noch einmal mit dem Schädlingsmittel eingenebelt.

Da ich nun Angst hatte, sie in der eigentlichen Winterruhe viel zu viel gestört und mit Nährstoffen versorgt zu haben, entschied ich mich kurzerhand für Dauerkultivierung.
Die Pflanzen stehen nun auf dem Terrarium unserer Echse. Ich hoffte, durch die Wärme von unten nie wieder Schimmel und Staunässe zu haben. Dazu eine Pflanzenlampe, weil sie nicht genügend Licht dort bekommen.
Das ganze ist drei Wochen her. In Woche eins sah alles super aus, viele machten sogar noch einen kleinen Schuss in ein neues Blatt.
In Woche zwei sah ich wieder die ein oder andere Stelle Wolllausbefall und stellte entsprechende Pflanzen abseits. Wenige Pflanzen verloren ein Blatt, eine Pflanze bekam zwei verschrumpelte, aber nicht trockene, Blätter. Bei einigen Pflanzen leichte Schimmelbildung auf dem Blähton.
Woche 3: ich hebe nur noch Blätter von allen Pflanzen auf, sie fallen einfach so ab. Einige Pflanzen schmeißen ihre Blätter nicht ab, sondern sind von heute auf morgen knusprig und braun. Einige Pflanzen werden von heute auf morgen weich, wabbelig und knicken um.

Sie sind fast alle tot. Ich versuche, mit den restlichen Blättern neue Pflanzen zu ziehen. Was habe ich alles falsch gemacht, außer es wirklich zu gut zu meinen und meine Pflanzen sehr zu stressen? Zu viel oder zu wenig Wasser? Ich habe also paar Tage gut gewässert, aber auch nur, wenn die Erde angetrocknet war.
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Beitrag  Shamrock Fr 04 Dez 2020, 11:10

Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum!

Schwierig so aus der Ferne eine halbwegs brauchbare Diagnose zu stellen. Zumal man sich so kaum ein Bild machen kann... Das eine oder andere Foto wäre ganz hilfreich für ein Urteil.

Was bezeichnest du als "gekaufte Sukkulentenerde"? Bei einem halbwegs artgerechten Substrat muss man schon extrem großzügig die Gießkanne schwingen, damit sich da Schimmel bilden könnte.

Alles in allem klingt es für mich nach zuviel Wasser in völlig falscher Erde. Aber das ist jetzt wirklich ins Blaue geraten.
Wahrscheinlich hast du nach der Umtopfaktion auch zu früh gegossen, was bei den unvermeidbaren Wurzelverletzungen nach so einer Aktion auch schnell zu Fäulnis führen kann.

Sicherheitshalber mal vorab das hier und dann gucken wir mal weiter:
https://www.kakteenforum.com/t32159-faustregeln-zur-pflege-von-kakteen-und-anderen-sukkulenten

Viel Erfolg und liebe Grüße - Shamrock (aka Matthias)

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Beitrag  adtgawert324 Fr 04 Dez 2020, 13:03

War die Sonnenstrahlung am Dachgeschossfenster zu intensiv und führte zu Sonnenbrand? Könnte sein, falls es ein Südfenster war auch wenn die Temperaturen nicht zu hoch waren.

Ich sehe das auch so, wie der vorige User. Hast beim Umtopfen wohl zuviele Wurzeln beschädigt, dann auf einen zu dunklen(?) Platz gestellt und zu früh gegossen. Ich vermute eine Pflanzenlampe ist kein vollwertiger Ersatz, gerade bei geschwächten Pflanzen. Ohne Fotos wird man dir wohl auch nicht weiter helfen können.
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Beitrag  Shamrock Fr 04 Dez 2020, 13:15

Wo standen sie denn im Sommer? Hell ist für menschliche Augen relativ... Wenn's unterm Dachfenster erstmals richtige, direkte Sonne gab, hat man schnell einen Sonnenbrand. Draußen in der Sonne ist immer das Beste, aber auch nur nach einer Eingewöhnung.

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Beitrag  Kees Sa 05 Dez 2020, 10:42

Vielleicht dass die Wollläuse eine Viruserkrankung übertragen? Ich denke daran weil das Sterben der Pflanzen wie Du es beschreibst so schnell geht.
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Beitrag  adtgawert324 Sa 05 Dez 2020, 11:35

Er hat doch selbst geschrieben, dass seine Pflanzen kaum Wurzeln hatten (wohl aufgrund des falschen Substrats und Staunässe). Da braucht es nicht viel, um den Pflanzen den Rest zu geben
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Beitrag  Shamrock Sa 05 Dez 2020, 12:57

Er? Sie! Da es ja DRINGEND war, wird sie sich schon wieder melden. Vielleicht. Am besten dann mit Fotos, dann kann man wahrscheinlich auch gleich mehr zu dem Fall sagen.

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Beitrag  Saoirse Mi 09 Dez 2020, 10:26

Hey! Tut mir Leid, dass ich mich nicht gemeldet habe. Danke für eure Antworten!

Fotos gibt es leider keine. Denn: die entsprechenden Pflanzen gibt es nicht mehr. Am 05.12. war es bereits zu spät, mir sind 4 oder 5 Pflanzen ja einfach über Nacht weggekippt. Ich weiß nicht, was es war.
Nach dem Umtopfen habe ich eine längere Gießpause gemacht, die Erde ist mit Bimskies versetzt, jede Pflanze steht im Tontopf mit Drainage und großem Abflussloch. Staunässe eigentlich ausgeschlossen. Das Wurzelwerk war wenig, für das Alter der Pflanzen aber in Ordnung.
Ich vermute, dass es die Wollläuse und eventuell ein Virus war. Plus überstrapaziert von meinem Rettungsversuchen.

Es mussten 7 von 35 Pflanzen erlöst werden. Das wären auch die von Wollläusen Betroffenen. Nun geht es 26 Pflanzen gut, zwei Crassula Ovata haben Wollläuse, werden behandelt und zeigen keine Krankheitsanzeichen. Hoffentlich überstehen sie es. Aber auch hier reden wir von kleinen Anlegern aus dem Frühjahr.
Alle noch zu bewurzelnden Ableger oder Kleknstpflanzen sind eingegangen. Für sie war alles zu viel. Umso größer die Pflanzen, desto besser ihr aktueller Zustand.
Alle stehen wieder auf ihrer ursprünglichen Fensterbank. Abends verlängere ich den Tag noch etwas mit Licht, sodass die Pflanzen noch etwas mehr vom Tag haben. Das scheint gut zu funktionieren und ich hoffe, es ist ein Schrecken mit Ende. Sollte wider erwarten noch was passieren, melde ich mich rechtzeitiger und mit Fotos.
Lieben Dank!!!
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Beitrag  Rouge Mi 09 Dez 2020, 11:46

Mal was grundsätzliches zum Gießverhalten: Wenn die Erde "angetrocknet" ist, heißt das nicht automatisch, daß sie komplett trocken wäre! Sukkulenten - auch Babies! - kommen sehr gut damit zurecht, daß sie einige Zeit trocken stünden ... ich gieße meine Sukkulenten (große Pflanzen sowie auch Ableger!) im Wohnzimmer (wird im Winter nur mit Kachelofen beheizt, d.h. es ist sehr warm und trocken!) nur alle paar Wochen, wenn das Substrat komplett durchgetrocknet ist ...

Einen gewissen Verlust an Jungpflanzen hat man sicher immer wieder mal, aber der größte Teil kommt klar und wird im Frühling dann schonmal auf die Terrasse zum Luftholen gestellt und nach den Eisheiligen bzw. wenn die Temperaturen dauerhaft auch nachts oben bleiben, raus in die Sonne!

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lg Kerstin  [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.] 

Ich will in der Wüste wachsen lassen Zedern, Akazien, Myrten und Ölbäume; ich will in der Steppe pflanzen miteinander Zypressen, Buchsbaum und Kiefern.
(Jesaja 41,19 - Luther 1984)

Es gibt mehr Ding’ im Himmel und auf Erden, als Eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.
(Hamlet, 1. Akt, 5. Szene, Hamlet, William Shakespeare)
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Beitrag  Cristatahunter Mi 09 Dez 2020, 12:50

Weniger ist oft mehr. Umtopfen giessen düngen nur in der Wachstumphase von März bis Oktober. Pflanzen gut beobachten nur wenige Male giessen dafür dann reichlich. Einmal pro Monat oder weniger.
Nicht jede Woche ein kleines Schlückchen. Erde soll zu einem grossen Teil aus Sand oder Kies bestehen. Wenn ein Mangel an Licht besteht kann dieser Mangel nicht durch Wasser oder Dünger ersetzt werden.
Keine Lampe kann die Sonne ersetzen.
Winterruhe wird darum komplet trocken und kühl gemacht um keine schwache Pflanzen heranzuziehen.
Du weisst was du an Pflanzen hast. Gugle die Namen und suche nach Fotos am Standort. Trage Daten vom Standort zusammen. Versuche nur bei guten Bedingungen deine Pflanzen zu pflegen. Wenn du kein gutes Umfeld für Sukkulenten schaffen kannst, musst du vielleicht andere Pflanzen aussuchen. Phylodendron, Farne, Gummibäume oder so.
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