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Kühle Überwinterung - wie lange brauchen die Kakteen diesen Kältereiz bis zur Blühinduktion????

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Kühle Überwinterung - wie lange brauchen die Kakteen diesen Kältereiz bis zur Blühinduktion????

Beitrag  Knufo am Fr 20 Jan 2017, 19:15

Hallo an alle Wissenden!!!!

In Zusammenhang mit der Mammillaria napina habe ich mir wieder die Frage gestellt, wie lange hier die Kälteperiode sein muss um eine Blühinduktion auszulösen.
Reicht da eine Woche oder ein Tag??? Kann ich die Pflanze dann wieder wärmer stellen.
Kann mir da jemand etwas dazu sagen????

Schon vorab sage ich danke für Eure Hilfe!!!
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Re: Kühle Überwinterung - wie lange brauchen die Kakteen diesen Kältereiz bis zur Blühinduktion????

Beitrag  Pieks am Fr 20 Jan 2017, 19:25

Hi Du,
es ist nicht nur die Temperatur, unglücklicherweise, es sind auch mindestens noch die Lichtverhältnisse und die Temperaturunterschiede Tag/Nacht gegen Ende der Ruhephase. Einigermaßen auf der sicheren Seite bist Du mit 2 1/2 Monate bei niedrigen Temperaturen, idealerweise mit frühlingsartiger Belichtung zum Ende hin. Ein Link in dieser Richtung findet sich hier.

Liebe Grüße,
Tim
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Re: Kühle Überwinterung - wie lange brauchen die Kakteen diesen Kältereiz bis zur Blühinduktion????

Beitrag  Cristatahunter am So 22 Jan 2017, 11:39

Hallo Elke

versuche dich in einen Kaktus zu versetzen. Er lebt vielleicht in einer Sierra in Mexiko und hat warme Tage und kalte Nächte und mindestens 3 Monate keinen oder nur wenig Niederschläge.

Gruss Stefan
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Re: Kühle Überwinterung - wie lange brauchen die Kakteen diesen Kältereiz bis zur Blühinduktion????

Beitrag  nordlicht am So 22 Jan 2017, 14:56

Hallo Elke,
In einem recht guten Artikel zur Winterruhe der Kakteen habe ich mal gelesen, dass der Kältereiz mind. 70 Tage dauern sollte, um die Blütenbildung zu begünstigen, und so mache ich es auch. Ich habe noch nicht so viele blühfähige Kakteen, war aber im vorigen Jahr sehr zufrieden mit der Blütenpracht.

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Re: Kühle Überwinterung - wie lange brauchen die Kakteen diesen Kältereiz bis zur Blühinduktion????

Beitrag  plantsman am So 22 Jan 2017, 16:56

Moin,

physiologisch spielen mehre, artspezifische Faktoren eine Rolle als nur die kühle Überwinterung. Alle zielen auf einen Überschuss an gespeicherter Energie ab.
- die Pflanze muss ernährungstechnisch in einem guten Zustand sein
- die Lichtmenge der vorangegangenen Wuchsperiode muss ausgereicht haben
- die Temperaturen, vor allem nachts, sollten nicht über eine ungünstige Grenze steigen, das verursacht das Veratmen von gespeichertem Zucker
- es muss eine günstige Tageslänge vorliegen, wobei die Pflanze natürlich tagneutral sein kann.

Das Problem ist, dass es für so wirtschaftlich unwichtige Arten wie Mammillaria napina keine derartigen Untersuchungen gibt. Man kann nur versuchen, die Umwelt-Faktoren wie sie am Standort vorkommen in der Kultur noch zu optimieren. Es wäre also interessant, wie dort die Lichtausbeute der Pflanze und ihr täglicher Temperaturgang über die Jahreszeiten ist. Dazu dann noch eine optimierte Düngung (nicht überdüngen!) um ein gutes Wachstum zu gewährleisten. Dann wird sie irgendwann sicher blühen.

Eine phosphatbetonte Düngung fördert übrigens nicht das Blühen. Es gibt Pflanzen, die auf so phostphatarmen Böden wachsen, das dieses Element Gift für sie ist. Trotzdem blühen sie überreich, wenn alles stimmt. Düngungstechnisch kann man es eher als eine physiologische Stickstoffunterversorgung bezeichnen, die blühfördernd wirkt (in phosphatbetonten Düngern ist meist wenig Stickstoff vorhanden, alles klar Wink ).

Wäre mal eine interessante Aufgabe für engagierte Liebhaber, in (nicht wissenschaftlichen, wer hat schon Klimakammern zu Hause grinsen2 ) Versuchsreihen die verschiedenen Umweltansprüche von Kakteenarten zu ermitteln.

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Re: Kühle Überwinterung - wie lange brauchen die Kakteen diesen Kältereiz bis zur Blühinduktion????

Beitrag  Knufo am So 22 Jan 2017, 22:35

Guten Abend,
vielen Dank für eure Antworten. Es ist also nicht so einfach wie ich es gehofft habe.Fest steht aber, dass die 70 Tage in etwas hinkommen. Ich hatte oder habe, das Problem ja auch mit einigen Echinocereus, die nicht blühen wollen. Ich hatte diese, wie die Temperaturen an die 17° Minus ging, ins Haus geholt. Jetzt ist es ja nicht mehr ganz so kalt und deshalb habe ich sie heute wieder ins Frühbeet gestellt. Hell stehen meine Pflanzen immer. Egal oder drinnen oder draußen. Nur die Temperaturen sind je nach Standort unterschiedlich.
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Re: Kühle Überwinterung - wie lange brauchen die Kakteen diesen Kältereiz bis zur Blühinduktion????

Beitrag  Dropselmops am Fr 22 Dez 2017, 22:16

Ich hol mal das Thema aus der Versenkung, weil ich dazu eine Frage habe: wie ihr vielleicht wisst, überwintere ich die meisten meiner Kakteen geschützt auf dem Balkon. Also solche, die bei -5°C nicht gleich kaputt gehen. Die 40-70 Tage, die zur Blüteninduktion benötigt werden, sind ja rein rechnerisch im Mittel irgendwann im Januar erreicht. Genau da kommt ja meistens eine Kaltfront, die über längere Zeit deutlich unter -5°C bringt. Meine Frage: was passiert, wenn ich die Kakteen dann abrupt in die Wohnung hole, ist der Temperaturwechsel zu krass? Hätte ein Schlafzimmer mit 15°C und ein Wohnzimmer mit 22°C max. ... Und wenn ich das machen würde, kann man die Kakteen nach der Kälteperiode wieder raussetzen oder sollte man sie dann lieber in der Wohnung lassen, bis sich Außen- und Innentemperaturen einigeremassen angeglichen haben. Und welche Luftfeuchte ist beim Überwintern zu hoch, alles ab 70%?
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Re: Kühle Überwinterung - wie lange brauchen die Kakteen diesen Kältereiz bis zur Blühinduktion????

Beitrag  Shamrock am Fr 22 Dez 2017, 23:13

Naja, desto wärmer sie stehen, desto mehr wird halt auch der Stoffwechsel wieder hochgefahren und desto mehr Stoffwechsel, desto durstiger werden sie halt auch. Nur gibt dummerweise die Januarsonne hier noch nicht annähernd genug für ein gesundes Wachstum her.
Die drei großen Wachstumsfaktoren sind ja Wärme, Licht und Wasser (samt Futter). Licht bietet der mitteleuropäische Winter kaum, also fahren wir auch die beiden anderen Faktoren auf ein Minimum runter, damit die Rasselbande friedlich schlafen geht. Bei plötzlichen 22 °C stehen die aber ratzfatz wieder kerzengerade in ihrem Bett.

Luftfeuchtigkeit ist relativ. Bei dem ekligen Schmuddelwetter im Moment hab ich seit geraumer Zeit fast 90% in meinem Winterquartier. Find ich nicht toll, weder das Wetter noch die Luftfeuchtigkeit - doch ändern kann ich weder das Eine noch das Andere. Ein gesunder, halbwegs abgehärteter Kaktus wird wegen der Luftfeuchtigkeit schon nicht anfangen Pilze zu züchten. Zumindest hatte ich trotz der teils wirklich extrem hohen Luftfeuchtigkeit noch nie Probleme im Winter damit.

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Re: Kühle Überwinterung - wie lange brauchen die Kakteen diesen Kältereiz bis zur Blühinduktion????

Beitrag  Dropselmops am Sa 23 Dez 2017, 07:23

Danke für Deine Antwort, Matthias.

Aber wenn ich mir das so anhöre, könnte man mit extra Licht und ganz sparsamem Nebeln so eine Pflanze einigermaßen im Gleichgewicht halten könnte, bis die Umwelt bessere Bedingungen bietet?
Nicht falsch verstehen, ich hab eigentlich keine Lust auf solche Experimente, aber alle Jubeljahre kommt ja mal so eine Kälteperiode und ich frage mich, was den Pflanzen mehr schadet: der Frost, oder so eine Rettungsaktion?

Zum Thema Luftfeuchtigkeit: auch die Brasilianer, die ich im Schlafzimmer überwintere, bekommen gerade in der Nacht ordentlich Luftfeuchte ab. Wie ist das denn am Standort, erhöht sich da des nächtens nicht auch ein wenig die Luftfeuchte im Vergleich zum Tag? Für jemanden wie mich, der aus Europa kaum rausgekommen ist, ist das so schwer vorstellbar Very Happy
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optimale Überwindung für Blütenansatz

Beitrag  Baume am Sa 23 Dez 2017, 07:53

Hallo Nicole,
ich habe jedes Jahr über den Winter 3 Kellerräume voll mit Kakteen verschiedener Gattungen. In den Kellerräumen gibt es unterschiedliche Temperaturschwankungen (in allen 3 Kellerräumen ist über den ganzen Winter ein Fenster gekippt). Ich habe dabei die Erfahrung gemacht, ,dass die Kakteen, die im Mittel am kältesten stehen, die meisten Blüten im darauffolgenden Sommer haben.
Optimale Bedingungen können wir unseren Stachelpetern eh nicht bieten.
Also, nur Mut mit Überwinterung bei gelegentlichen Kältegraden. Du weißt ja: Nur die Harten kommen in den Garten!

Viele Grüße - Baume
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