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Rippeneinschiebungen an Kakteen

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Re: Rippeneinschiebungen an Kakteen

Beitrag  Beate am Do 25 Feb 2016, 02:10

Hallo Gerhard,

ich habe mal bei Haage "Kakteen von A bis Z" nachgelesen. Er schreibt unter der Rubrik "Rippen": "Mit zunehmenden alter kommt es zur Erhöhung der ---> Divergenzzahl und damit  zur Vermehrung der Rippenzahl. Ich nehme an das hängt mit dem Wachsen des Kaktus zusammen, beim Baum sind es die Jahresringe und bei den Kakteen die Rippen. Bei den Mammilarien oder besser gesagt Warzenkakteen ist ja die Oberfläche anders Strukturiert, deshalb kommt es einen so vor das es das bei denen so nicht gibt?
Divergenzzahl: Zahl der Geradzeilen ---> Orthostichen = Geradzeilen
Habe mich mal noch weider vertieft. "Die Divergenz ,d.h. der gegenseitige Zentralwinkelabstand aufeinander folgender Seitenorgane, entscheidet darüber, welche dieser Organe  genau senkrecht übereinander zu stehen kommen. Die übereinanderstehenden Organe können auffallende Reihen bilden. Bei vielen Kakteen bilden die senkrecht übereinander stehenden ---> Podarien an der Sproßachse achsenparallele Geradzeilen (Orthostichen) und können so zu senkrechten Rippen verschmelzen.
Podarium: bei Kakteen das mit der Sproßachse verwachsene Unterblatt.
Wenn ich schon mit Fachbegriffen arbeite, dann will ich sie auch erklären.

LG Beate
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Re: Rippeneinschiebungen an Kakteen

Beitrag  frosthart am Do 25 Feb 2016, 11:49

Hallo Beate,
danke für Deine Recherchen. danke
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Re: Rippeneinschiebungen an Kakteen

Beitrag  Beate am Do 25 Feb 2016, 20:41

Hallo Gerhard,

immer wieder gern.

LG Beate
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Re: Rippeneinschiebungen an Kakteen

Beitrag  kakteen und mehr am Fr 25 März 2016, 09:21

Ich denke auch dass es mit dem Wachstum zusammen hängt, der Kaktus wird größer und er benötigt mehr Stacheln um gegen Fressfeinde gewappnet zu sein. Würde eine Lücke entstehen wäre der Kaktus angreifbar. Evtl. auch der Sonneneinstrahlung entgegen zu wirken - Veränderung der Oberfläche. Die Stacheln kann er anscheinend nicht vergrößern/verlängern, so ist das eine Alternative. Aber nur so meine Vermutung.
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Rippeneinschiebungen an Kakteen

Beitrag  frosthart am Do 24 Aug 2017, 13:58

Mancher Besucher in botanischen Gärten, im eigenen Pflanzenbestand oder an den Standorten der Kakteen in der Neuen Welt wird diesen Trick der Natur schon gesehen, aber sich keine großen Gedanken gemacht haben.
Ich möchte auf das Einschieben von zusätzlichen Rippen während des Wachstums aufmerksam machen. An großen Kugelkakteen und Säulenkakteen kann man dieses Phänomen beobachten.
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Meine Recherchen in der Literatur und im Internet nach einem botanischen Begriff waren nicht erfolgreich. Außerdem wurden von mir Fachleute befragt, welche ebenso keine Lösung anbieten konnten.
Es ist schon bemerkenswert, dass dieses botanische Thema nach meinem Kenntnisstand noch nicht näher untersucht, geschweige denn publiziert wurde.

Ich versuche deshalb laienhaft meine persönlichen Mutmaßungen zu formulieren.

Ich konnte beobachten, dass ab einem bestimmtem Alter und der daraus resultierenden Größe z. B. Exemplare von Echinocactus grusonii besonders häufig Rippeneinschiebungen vornehmen. Auch große Säulenkakteen bedienen sich dieser „Technik“.
Es ist dabei auffällig, dass es sich in fast allen beobachteten Fällen um Kakteen mit relativ wenigen, aber tiefen Rippen handelt.
Das muss ich aber gleich wieder revidieren, da ich bei selbst ausgesäten fast 5-jährigen Sämlingen von Säulenkakteen diese Erscheinung soeben auch festgestellt habe.
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Seit meinen ersten Beobachtungen betrachte ich natürlich jetzt die Kakteenwelt mit noch offeneren und  prüfenden Blicken um weitere Kakteenarten mit diesen Erscheinungen zu finden.
Bemerkenswert ist, dass Mammillarien und andere Kakteen die generell viele und dicht stehende Rippen entwickeln, bislang nach meinen Beobachtungen diese Eigenart nicht aufweisen.
Mit den vorangestellten Bildcollagen habe ich versucht an den unterschiedlichsten Kakteen dieses Wuchsverhalten zu dokumentieren.
In einigen Beispielen wurde nicht nur eine Rippe, sondern gleich mehrere Rippen eingefügt. Auch die Position der zusätzlichen Rippen kann manchmal schon ziemlich weit unten liegen.
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Ich würde mich freuen wenn ich mit diesem Beitrag eine Diskussion auslösen könnte. Vielleicht gibt es hierzu doch schon Publikationen oder auch Untersuchungen.
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Re: Rippeneinschiebungen an Kakteen

Beitrag  Avicularia am Do 24 Aug 2017, 15:17

Hallo Gerhard,

das ist ein interessantes Thema und du hast eine tolle Sammlung Bilder, die diese Rippeneinschiebungen zeigen. Für mich war das bisher ein Zeichen, dass ein Kaktus an Umfang zulegt und das mit den bereits vorhandenen Rippen nicht mehr möglich ist. Deshalb werde ich die hoffentlich hier stattfindende Diskusion mit Interesse verfolgen.

Ich möchte auch ein Bild beitragen, denn das mit dem Rippenzuwachs geht auch in die andere Richtung. Ich habe eine Säule, die etwas unregelmäßig gewachsen ist. Sie sieht so aus, als ob sie immer wieder wechselnde Bedingungen zu verkraften hatte. Im unteren Teil gibt es auch eine Reihe von Rippeneinschiebungen und im oberen Teil hat der Kaktus die Anzahl der Rippen aber wieder reduziert.

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LG
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Re: Rippeneinschiebungen an Kakteen

Beitrag  sensei66 am Do 24 Aug 2017, 15:49

Hallo Gerhard,

sehr schöne Kollagen, die du uns zeigst und auch ein spannendes Thema. Aber das hatten wir doch vergangenes Jahr schon...
https://www.kakteenforum.com/t22558-reptilien-fahren-aus-der-haut-kakteen-haben-eine-andere-losung

Ich habe das auch schon beobachtet, aber keine tiefergehende Erklärung dafür gefunden, ich kann deshalb auch nur spekulieren. (man findet bei der Recherche recht schnell den Begriff der "Erhöhung der Divergenzzahl", das beantwortet deine Frage nach dem warum aber nicht direkt). Bei solchen Fragestellungen ist mein erster Griff immer zu den "Dornenwesen" von Dieter Helm. Hier findet man zum Thema Rippen folgendes:
"...Rippen oder Warzen erlauben es der sukkulenten Pflanze, kontrolliert zu schrumpfen, ohne dass sie kollabiert. Rippen funktionieren dabei nach dem Prinzip der Ziehharmonika, wobei sich die Winkel zwischen den Rippen verändern, die Oberfläche aber gleich groß bleibt. Das ist besonders wichtig für die Vergrößerung beim umgekehten Vorgang der Wasseraufnahme, denn eine Säule mit rundem Sprossquerschnitt könnte platzen, wohingegen sich der gerippte Kaktus langsam auffaltet."
Dazu noch die weitere Überlegung, warum ein Kaktus Rippen ausbildet: da wäre die Vergrößerung der Oberfläche zu nennen, die eine verbesserte Photosynthese ermöglicht. Darüber hinaus beschatten sich die Rippen gegenseitig, was wahrscheinlich den Wasserverlust vermindert.

Jetzt meine These: es gibt wohl ein (artabhängiges) Optimum im Verhältnis Durchmesser zu Rippenzahl, das genetisch verankert ist. Sobald ein bestimmter Spielraum in diesem Verhältnis verlassen wird, reagiert der Kaktus beim Wachstum (=Vergrößerung des Durchmessers) mit Rippeneinschub oder eben bei Mangel mit der Aufgabe einer Rippe.

Da kann ich natürlich auch falsch liegen, deshalb bin auch ich auf weitere Meinungen gespannt.

ciao
Stefan
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Re: Rippeneinschiebungen an Kakteen

Beitrag  frosthart am Do 24 Aug 2017, 16:55

Hallo Stefan,
danke für Deinen Hinweis und Deine Ausführungen.
Da sieht man, dass 20 Jahre jüngere Forums-Mitglieder sich noch an meinen älteren Beitrag erinnern können aber ich nähere mich einem verdächtigen Vergesslichkeitszustand. Laughing
Ich glaube eher es war die Wärme im GW wo momentan noch 32 Grad herrschen.
Wenn ein Moderator möchte könnte er die Inhalte beider gleicher Themen zusammenführen.
Auch Dir Sabine sage ich Dank für Deinen Themenbeitrag.
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Re: Rippeneinschiebungen an Kakteen

Beitrag  Cristatahunter am Do 24 Aug 2017, 20:13

Rippenzuwachs kann auch bedeuten das ein Kaktus einen neuen Lebensabschnitt beginnt. Beispiel der Melocactus. Er zeigt mit einem Rippenzuwachs dass er zum Cephaliumwachstum übergeht. Ein raffinierter Trick um dicker und runder zu werden.
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Re: Rippeneinschiebungen an Kakteen

Beitrag  Shamrock am Do 24 Aug 2017, 21:44

frosthart schrieb:Wenn ein Moderator möchte könnte er die Inhalte beider gleicher Themen zusammenführen.
Erledigt! Wink

Cristatahunter schrieb:Rippenzuwachs kann auch bedeuten das ein Kaktus einen neuen Lebensabschnitt beginnt. Beispiel der Melocactus. Er zeigt mit einem Rippenzuwachs dass er zum Cephaliumwachstum übergeht. Ein raffinierter Trick um dicker und runder zu werden.
Melocactus ist ein gutes Stichwort.
Naheliegend, dass man eingeschobene Rippen auf das Wachstum und somit auf die Vergrößerung des Kaktus zurückführt. Die vorhanden Rippen reichen nicht mehr für die perfekte Ziehharmonika.

Aber warum bilden Melos so gerne unmittelbar vor der Cephaliumbildung die eingeschobenen Rippen, welche doch dann am Ende wirklich völlig sinnlos sind (dabei heißt es doch immer, in der Natur sei nichts ohne Sinn)?
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Um dicker und runder zu werden kann es hier nicht mehr gehen. Jugendlicher Übermut in der Pubertät? Übersprundelnde Hormone?

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