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Rippeneinschiebungen an Kakteen

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Re: Rippeneinschiebungen an Kakteen

Beitrag  Manfrid am Fr 25 Aug 2017, 10:28

Hallo,

wir hatten das Thema ja schon verschiedentlich, z. B. hier: https://www.kakteenforum.com/t10880-anstatt-rippen-einschieben-rippen-ausschalten?highlight=Rippen+statt. Gerade dann, wenn die Rippenzahl reduziert wird, obwohl der Spross stärker wird, sieht man schön, dass es um das Größenverhältnis zwischen Areolen bzw. Blattbasen und Sprossstärke geht. Es muss also nicht immer an einer Schwächung des Sprosswachstums liegen, wenn die Rippenzahl reduziert wird. Oft hat da ein Sprung zu einer neuen Größenordnung der Areolen/Blattbasen stattgefunden. Astrophytum macht sowas, Coyphanta, Echinopsis. Aber die richtigen Kakteenkenner können die Liste sicher noch stark verlängern. Auch die Entstehung von Plattsprossen bei Hatiora, Schlumbergera etc., also die Herausbildung der Zweirippigkeit aus mehrrippigen Jugendsprossen, fällt unter diese Rubrik: erst kleine Areolen in vielen Reihen, dann große (wenn auch dornenlose) in wenigen Reihen.
Bei der Cephalienbildung hat man ganz klar das Umgekehrte: Die Areolen werden viel kleiner, die Rippenzahl dafür größer.
Übrigens muss sich der Divergenzwinkel zwischen zwei aufeinander folgenden Areolen bei der Rippenvermehrung oder -reduktion überhaupt nicht ändern. Der bleibt oftmals konstant bei ca. 137,5° (Goldener Schnitt). Daraus resultiert dann das typische schnelle Umspringen von einer Fibonacci-Zahl zur anderen: 5 auf 8, 8 auf 13, 13 auf 21 Rippen etc. oder eben auch mal 8 auf 5. Gute Beispiele sind meist Astrophytum, Ferocactus, Echinofossulocactus u. a. Es ändert sich dann jeweils die Torsionsrichtung der Rippen, aber nicht der Divergenzwinkel. Bei 5 Rippen verbinden sich immer diejenigen Areolen rippenmäßig miteinander, die zwei Spiralenumgänge voneinander entfernt liegen. Bei 8 Rippen diejenigen, die drei Umgänge übereinander liegen, bei 13 Rippen 5 Umgänge u.s.w.
Auch bei anderen Areolenstellungen als den "goldschnittigen" folgt die Rippeneinschiebung oder -verschmelzung ziemlich strengen und durchaus schon erforschten geometrisch-mathematischen Regeln.
Die von Matthias 'shamrock' gezeigten Astrophytum-Zwischenrippen ohne Areolen sind nochmal extra zu betrachten. Sie entstehen ja auch erst ein Stück unterhalb des Sprossscheitels. Interessant ist aber an den gezeigten Fällen, dass sie in echte, areolentragende und bis zum Sprossscheitel reichende Rippen übergehen können.

Freundliche Grüße! - Manfrid
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Re: Rippeneinschiebungen an Kakteen

Beitrag  frosthart am Fr 25 Aug 2017, 14:26

Danke für Eure Stellungnahmen und für die Zusammenführung der beiden gleichen Themen durch Matthias.
So gab es doch neue Erkenntnisse die weitere Info zu dem von mir angesprochenen Rippenwachstum brachten.
Es wird aber sicherlich kein 3.mal geben grinsen
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frosthart
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