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Schadbilder Gruselkabinett

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Beitrag  Meteorite Cactus am Mi 05 Jun 2019, 10:32

Hallo Experten,

Habe hier ein paar Kakteen mit auffälligem Schadbild.
Die kommen aus einer Sammlung dessen Besitzer verstorben ist .Die Nichte hatte die Kakteen im Winterquartier. Allerdings sind sie da erst am 20. Mai rausgekommen und die Dame hatte aus Angst dass alles eingeht auch noch gegossen.

Mich würde interessieren welche Krankheiten oder Kulturfehler die Kakteen haben.
Mir ist klar dass diese wohl kaum zu retten sind. Vielleicht ist es für die Fortgeschrittenen hier ja auch interessant da solche Krankheiten wohl meistens früher entdeckt werden oder befallene Kakteen schon längst entsorgt worden wären.

1.
zwei Mammillarien die einen auffällig schwarzen Bereich haben der allerdings fest ist.

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2.
ein mir unbekannter Kaktus aus gleicher Quelle. (jemand einen Namen für mich?)

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3.
Aus gleicher Quelle ein mir ebenfalls unbekannter Kaktus. Der scheint einmal in sich selbst gekrempelt zu sein.

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4.
Drei mir unbekannte, geschenkt bekommene Kakteen, über deren vorherige Kultivierung ich allerdings auch nichts weiß.
(vielleicht auch einen Namen für mich?)
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Beste Grüße
Andi
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Beitrag  Kaktusfreund81 am Mi 05 Jun 2019, 18:52

Hi Meteorite,

nicht alle deine Neuankömmlinge sind hoffnungslose Fälle. Bei den beiden Pflanzen von Nr. 1 (die erste ist eine Parodia maassii, die zweite geht in Richtung Parodia gracilis) sehen die schwarzen Bereiche unter den Dornen in Scheitelnähe auf jeden Fall sehr ungesund aus, evtl. steckt Fäulnis dahinter. Die würde ich also in die Tonne hauen.

Nr. 2 gehört zur Gattung Trichocereus. Seine Verkorkungen sollten völlig harmlos sein, solange dort nichts weich wird oder einfällt...

Nr. 3 ist eine sehr alte Parodia chrysacanthion, die scheint mir aber nicht mehr lebendig zu sein. Ich würde die probeweise in der Mitte durchtrennen und schauen, ob das Gewebe noch intakt ist. Wenn ja, kannst du die dann ja immer noch nach der Vogelsandmethode bewurzeln. Ich halte es jedoch für unwahrscheinlich, dass die wirklich noch zu retten ist - sieht dafür einfach viel zu vertrocknet aus.

Bei Nr. 4 handelt es sich wie bei Nr. 2 ebenfalls um Trichocereen (evtl. T. huascha oder T. grandiflorus). Die Verkorkungen würde ich hier auch nicht als besonders dramatisch ansehen, das Gewebe (speziell die basalen Abschnitte am Stammansatz) auf Festigkeit überprüfen, um eine Pilzinfektion auszuschließen.

Farblich sehe ich an den Verkorkungen und aufälligen Stellen zudem nichts verdächtiges, auf dem letzten Foto kann man lediglich weiße Kalkablagerungen erkennen. Jedoch kann ich Schimmel o.ä. nur komplett ausschließen, wenn ich von dir auch eine Bestätigung aus der Praxis erhalte. Einfach mal einen stabilen Holz- oder Metallstab nehmen und mit dosierter Kraft (d.h. ohne die Pflanze zu verletzten), dagegen drücken. Senkt sich die Epidermis drastisch ein, könnte man die Pflanze über Abschneiden und Neubewurzeln im Ernstfall noch retten. Sollte es dazu kommen, ist es wichtig, auf ein vollkommen fäulnisfreies Gewebe zu achten, bevor man wiederbewurzelt. Ist dies nicht der Fall, nochmal scheiden - sonst geht der ganze Spaß von vorn los.

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Beitrag  Meteorite Cactus am Mi 05 Jun 2019, 19:49

Hallo Sami,

vielen Dank für Deine Mühe mir ausführlich zu antworten.

Bei den ersten Beiden Fäulnis, hat sich bestätigt.
Ursache: Zu viel Wasser im Verhältniss zu zu wenig Licht , nicht durchlässiges Substrat.?

Vertrocknen, ist klar.

Aber woher bekommen die Kakteen diese Verkorkungen?
Sonnenbrand? Angetrocknet? Alterserscheinung? mechanische Verletzungen?

Danke ,
Gruß
Andi

Her die ersten beiden mit den schwarzen Stellen. Zu neugierig um sie einfach in die Tonne zu schmeißen....

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Beitrag  M.Ramone am Mi 05 Jun 2019, 20:09

Das Verholzen sollte mit der Statik zusammenhängen.

Starke Fotos vom Querschnitt. Danke dafür!
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Beitrag  Kaktusfreund81 am Mi 05 Jun 2019, 20:27

Bei den ersten Beiden Fäulnis, hat sich bestätigt.
Ursache: Zu viel Wasser im Verhältniss zu zu wenig Licht , nicht durchlässiges Substrat
Fäulnis hat ein ganzes Spektrum an Ursachen, die Gründe dafür sind für mich ebenfalls nicht immer nachvollziehbar. Ich erlebe es z.B. immer wieder, dass mir sonst kerngesunde Kakteen mitten in der Winterruhe plötzlich "karamellisieren" - was auch immer dahinter stecken mag.... natürlich lässt sich annehmen, dass es an den Pflegebedingungen liegt, aber da viele Faktoren auf die Pflanze einwirken (Belichtung über den Jahreszeitverlauf; Windzirkulation; Menge & Häufigkeit der Wassergaben; Durchlässigkeit, Struktur & Porösität des Substrates; Wirkung & Menge der Düngesalze; Feuchtigkeit & Drainage; Unverträglichkeiten von Pflanzenschutzmitteln; Beschädigungen durch Tiere - speziell Schnecken; äußerliche Verletzungen durch überragende Dornen der Nachbarpflanzen; Wurzelbeschädigungen beim Umtopfen; Standortwechsel mit der damit verbundenen Veränderung aller abiotischer / biotischer Faktoren... etc.). Die Pilzsporen suchen sich schon ihren Weg. Aber natürlich kann man dem entgegenwirken, wenn die Pflanzen eine artgerechte Pflege erfahren und über eine gute Gesundheit verfügen. Geschwächte Pflanzen werden eher von Krankheiten heimgesucht - "survival of the fittest" hast du bestimmt schon mal gehört.

Aber woher bekommen die Kakteen diese Verkorkungen?
Sonnenbrand? Angetrocknet? Alterserscheinung? mechanische Verletzungen?
Tja, das selbe Spielchen wie oben - meistens handelt es sich jedoch um harmlose Alterserscheinungen. Bei einseitigen & großflächigen Verkorkungen würde ich einen Sonnenbrand nicht ausschließen wollen. Bei mechanischen Verletzungen verkorkt in der Regel nur ein lokaler Punkt und zwar der wo die Wunde ist.
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Beitrag  Meteorite Cactus am Mi 05 Jun 2019, 20:30

Ok, für bessere Statik, das macht Sinn.

Habe das bisher als krankhaft, bzw Kulturfehler eingeordnet. Weil ja nicht so hüpsch anzusehen.Ein Makel sozusagen, ein Mal, ein Schandfleck.....

Gruß
Andi
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Beitrag  Meteorite Cactus am Mi 05 Jun 2019, 21:17

Hallo Sami,

Nummer 1 :
die beiden sind in der Tonne.

Nummer 2:
hier ist nichts weich, also so gelassen und sich mit verkorkung anfreunden.

Nummer 3:
Lasse ich erstmal so, wenn er noch lebt fände ich es spannend wenn er aus seinem eigenen Umkrempel-Krater wachsen würde.

Nummer 4:
zwei der drei Pflanzen waren doch recht weich am Ansatz, habe sie geschnitten.
Hoffe das war die richtige Entscheidung. ( Bild 2) weiter oben dann alles fest.(Bild1)
die dritte ist fest am Ansatz und bleibt erstmal wie sie ist. ( an Verkorkung gewöhnen.....(ist kein Makel (muss ich mir noch ein paar mal selber sagen...)))

Vielen Dank für die Ausführung zur Fäulnis und für die ganzen Infos.
Bin erstaunt wie oberflächlich diese Verkorkungen sind hatte erwartet dass das viel tiefer geht.
Für die Erkenntnis hat sich der Schnitt schon gelohnt.

Beste Grüße
Andi

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Beitrag  Shamrock am Mi 05 Jun 2019, 22:34

Kaktusfreund81 schrieb: Ich erlebe es z.B. immer wieder, dass mir sonst kerngesunde Kakteen mitten in der Winterruhe plötzlich "karamellisieren" - was auch immer dahinter stecken mag....
Eben, Pilzsporen sind immer und überall. Solange der Kaktus voll im Saft steht, hat er keine Probleme sich dagegen zu wehren und kann einen Ausbruch der Fäulnis prima verhindern. In der langen Winterruhe aber sind alle Biofunktionen fast auf Null runtergefahren und somit auch die Abwehrreaktionen - das ist dann der Zeitpunkt, wo der eh schon vorhandene Pilz bei einem geschwächten Kaktus leichtes Spiel hat.

Die Verkorkungen haben neben der Stabilität im Habitat noch viele weitere Vorteile: Irgendwelche saugenden Insekten kommen da nicht mehr so leicht zu ihrem Ziel, etc. und Pipapo. Für den Kaktus selbst ist es wurscht, der hat oben genug Chlorophyll und das alte da unten an der Basis ist sowieso schon völlig ausgelutscht.
Wer verkorkt dann primär so gerne an der Basis? Säulen, für welche die Stabilität wichtiger ist und wo dann die Krabbler aus der niedrigeren Begleitvegetation erstmal hoch müssten, um da dem Kaktus etwas anhaben zu können. Oder Echinopseen, Notokakteen, welche beispielsweise in der Pampa wachsen. Da unten im Gras ist´s sowie recht schattig, dann lieber schützen und das frische Chlorophyll zum Wachsen verwenden. Macht schon irgendwie alles Sinn! Nur unser menschliches Schönheitsempfinden ordnet halt diese Verkorkungen anders ein.
Jetzt kannst du dich vielleicht besser damit arrangieren, ohne es dir ständig aufsagen zu müssen. Wink

Allerdings sollte man aber auch nie vergessen, dass Kulturfehler und Mangelerscheinungen einer Verkorkung auch sehr förderlich sein können. Gerade dann auch bei Gattungen und Arten, wo sonst kaum bis keine Verkorkungen zu beobachten sind. Also sollte man sich auch nie auf den obigen Ausführungen ausruhen!

Übrigens, Andi: Neugier ist immer gut! Das Aufschneiden hat sich doch gelohnt, oder?

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Beitrag  Meteorite Cactus am Mi 05 Jun 2019, 23:26

Shamrock schrieb:Übrigens, Andi: Neugier ist immer gut! Das Aufschneiden hat sich doch gelohnt, oder?

Das wohl war, echt spannend. Aber wird hoffentlich nicht zur Gewohnheit.

Interessant das Verkorken im Habitat, ja, ich kanns den Kakteen jetzt langsam nachsehen dass sie das machen.
naja einmal noch zur Sicherheit. Verkorken ist kein Makel !!! jetzt ists besser...

Beste Grüße
Andi
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Beitrag  Shamrock am Do 06 Jun 2019, 08:13

Warum wirft die Eidechse ihren Schwanz ab, wenn sie ein Vogel bedroht? Weil sie´s kann und dies ihr das Leben retten kann. Ob die Eidechse das schön oder blöd findet, sei dahingestellt. Ähnlich ist es bei den Verkorkungen. Wenn es dem Kaktus hilft, ist ihm sein Aussehen wurst. Kakteen sind nicht eitel.
Oh Mann, was für ein Vergleich am frühen Morgen...

Immer schön neugierig bleiben und nie mehr als drei Kakteen pro Saison aufschneiden! Very Happy

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