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Aussaat mit Schwefelsäure und andere Hilfsmittel

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Aussaat mit Schwefelsäure und andere Hilfsmittel - Seite 2 Empty Re: Aussaat mit Schwefelsäure und andere Hilfsmittel

Beitrag  sensei66 am Do 07 März 2013, 16:15

Bevor es wieder abenteuerlich wird ein paar Anmerkungen von mir:
Der Umgang mit Schwefelsäure sollte gut überlegt und mit der geeigneten Schutzausrüstung durchgeführt werden, dann sollte nichts passieren. Wenn man allerdings mit Bammel und zittrigen Händen rangeht, dann sollte man es sich noch einmal überlegen und vielleicht besser bleiben lassen.
Ich habe schon mehrmals Echinocactus horizonthalonius-Samen behandelt, es ist an und für sich recht einfach: etwa 5 ml Schwefelsäure (>95%) in ein Reagensglas geben, Samen dazu und unter gelegentlichem Umschütteln eine viertel Stunde stehen lassen. Anschließend Säure und Samen mit Schwung in ein großes Glas mit etwa einem halben Liter kaltem Wasser kippen. Samen mittels eines Teesiebs abfiltrieren, Lösung in den Gully. Trocknen lassen, fertig.
Wenn man nun bedenkt, dass sehr geringe Mengen ausreichen und Schwefelsäure in der Regel ab 250 ml aufwärts verkauft wird, dann muss man sich die Sinnfrage stellen. Oder anders: was macht man mit dem Rest...? Es ist durchaus nicht so, dass es keine Alternativen gibt. Ziel der Behandlung ist eine Schwächung (dünner machen) harter Samenschalen, das ginge theoretisch auch anders. Man liest häufig von Anfeilen der Samen oder dem Vorquellen in warmem Wasser und anschließendem Öffnen mittels einer Nadel. Gut, bei 1000 Korn ein wenig aufwändig...
Und dann stellt sich noch eine Frage: worauf beruht im Einzelfall die schwierige Keimung? Ist es wirklich eine "dicke" Testa oder gibt es andere Gründe, wie z.B. eine enzymatische Keimhemmung? Gerade im Fall der angesprochenen Pediocactus oder Navajoa weiß ich nicht, ob Schwefelsäure unbedingt nötig ist. Hab da auch schon irgendwo von wiederholten Gefrier-/Tau-Cyclen gelesen. Aber ausprobiert habe ich das auch noch nicht.
Die Seite von Fritz Hochstätter kennt ihr? http://fhnavajo.com/cultivation.html

ciao
Stefan
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Beitrag  boophane am Do 07 März 2013, 16:27

sensei66 schrieb:
Wenn man nun bedenkt, dass sehr geringe Mengen ausreichen und Schwefelsäure in der Regel ab 250 ml aufwärts verkauft wird, dann muss man sich die Sinnfrage stellen. Oder anders: was macht man mit dem Rest...?

Diese konzentrierten Säuren (Schwefel-, Salz-, Salpeter-) gehören alle in die Kategorie "Sauzeug". 3 x überlegen, ob man die zu Hause haben will. Insbesondere die Schwefelsäure verkohlt mit der Zeit alles, was sich ihr in den Weg stellt.

VG, Elmar.
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Beitrag  Fred Zimt am Do 07 März 2013, 17:04

... und neben der Salpetersäureflasche rostet alles zamm' Shocked
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Beitrag  Exoten Sammler am Do 07 März 2013, 20:36

Schwefelsäure ist nicht der Teufel meine Freunde Wink
Mit Schutzhandschuhen und Schutzbrille seid ihr auf der sicheren Seite, sogar die handelsüblichen Putzhandschuhe halten konzentrierte Schwefelsäure eine (kurze) Zeit lang ab.
Wenn was auf den Handschuh kommt, sofort abwaschen und gut ist.
Wichtig ist beim Entsorgen, dass die konzentrierte Säure zur Gefahrenstoffsammlung gebracht werden muss.
Wenn ich mich recht erinnere, kann man 95%tige Schwefelsäure auch 1 zu 5 (5 Teile Wasser auf 1 Teil Schwefelsäure, nach Masse) mit Wasser verdünnen und dann in den Ausguss kippen.
Wenn es jemanden interessieren sollte, werde ich mich mal genauer umschauen.
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Beitrag  Fred Zimt am Do 07 März 2013, 21:21

...5 Teile Wasser auf 1 Teil Schwefelsäure,nach Masse...
affraid

Und sicherheitshalber nochmal, weil das im obigen Zusammenhang falsch verstanden werden könnte:
Die Säure ins Wasser kippen.
Niemals umgekehrt.

Die Masse ist wurscht, die paar ml Säure,
die man beim stratifizieren benutzt hat,
kippt man in einen großen Eimer voll Wasser und abdafür.





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Beitrag  Dornenwolf am Do 07 März 2013, 21:29

...und immer dran denken:"Erst das Wasser dann die Säure, sonst geschieht das Ungeheure" Also niemals Wasser in die Schwefelsäure kippen!! sondern immer umgekehrt.

Ich habe vor ein einigen Tagen damit Ech. horizonthalonius Samen 15 Minuten behandelt. Nach fünf Tagen begann bereits die Keimung.

Gruß Wolfgang

(Fred war schneller!))


Zuletzt von gartenfreuden am Do 07 März 2013, 21:31 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag  Exoten Sammler am Do 07 März 2013, 21:29

Richtig!
Schwefelsäure ins Wasser geben, zügig.
Sonst endet's exotherm Evil or Very Mad
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Beitrag  Dornenwolf am Do 07 März 2013, 21:40

... und nach 5 Tagen kann man dann solch einen kleinen Horizonthalonius bewundern:

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Gruß Wolfgang
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Beitrag  Echinopsis am Do 07 März 2013, 22:23

Hallo Wolfgang,

schön Dich zu lesen und danke für das super horizonthaloniusbild!
Das flaumige Gespinnst um den Wurzelansatz sieht ja genial aus!

Bei meiner Echinocactus horizonthalonius-Aussaat keimen auch immer mehr, jeden Tag gehen neue auf.
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Ich werde morgen mal neue Bilder machen.
@Wolfgang: Wie hast Du ausgesäät? Unter gespannter Luft in einem geschlossenen Gefäß?

Grüße,
Daniel

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Aussaat mit Schwefelsäure und andere Hilfsmittel - Seite 2 Empty Re: Aussaat mit Schwefelsäure und andere Hilfsmittel

Beitrag  Dornenwolf am Do 07 März 2013, 22:49

Echinopsis schrieb:
@Wolfgang: Wie hast Du ausgesäät? Unter gespannter Luft in einem geschlossenen Gefäß?

so ist es. Musste mich dafür groß überwinden Laughing und einige Packungen Ferrero Küßchen verspeisen. In diese Box kommen immer zwei Töpfe, die ich in der Mitte noch mit einer Stecketikette (siehe Bild) trenne. Pro Box also immer vier Aussaaten.

Gruß Wolfgang
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