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Was Hilft am besten gegen Spinnmilben

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Re: Was Hilft am besten gegen Spinnmilben

Beitrag  Litho am So 19 Nov 2017, 09:38

Ich hatte im Herbst (jetzt ist es ja schon winterlich) alle Pflanzen mit Dimethoat getränkt und gespritzt. Daraufhin haben meine Adenien braune Blätter gekriegt, die nun vertrocknet sind. Die Pflanzen leben aber noch :-). In den letzten Wochen sprühe ich jede Woche mit Pyrethrum, damit eventuell noch schlüpfende SM gleich wissen, dass sie hier nicht willkommen sind. Bisher habe ich keine SMs mehr gesehen.
SM = SpinnMilben - allerdings mehr S als M Bäh
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Re: was hilft am besten gegen Spinnmilben

Beitrag  Richard am So 19 Nov 2017, 11:06

Hallo Litho

Ich habe auch im Herbst (September) meine Adenium zusammen mit anderen Pflanzen mit Dimethoat gespritzt. Allerdings nur gespritzt, ich habe sie nicht
in der Spritzbrühe gebadet. Wenn man der Meinung ist, ein gründliches Spritzen würde nicht ausreichen, was bei Adenium durchaus verständlich ist,
kann man Reste der Spritzbrühe 1 : 10 verdünnen und damit zusätzlich gießen. Ober man mischt 1 Liter Wasser mit 4 Tropfen Bi 58 und gießt damit.
Niemals mit einer 0,1% igen Spritzbrühe gießen, das ist zuviel des Guten.
Meine Adenium hat übrigens auch einige Zeit nach dem Spritzen mit Dimetroat braune Blätter bekommen die jetzt vertrocknen. Wie übrigens jedes Jahr um
diese Zeit. Auch wenn nicht mit Dimethoat gespritzt wurde.
Ein nochmaliges, womöglich mehrfaches Spritzen mit einem Pyrethrum ist überflüssig, und wahrscheinlich sogar schädlich für die Pflanzen.
Wenn man beim Spritzen nicht alle Blätter nass machen kann, dann ist es möglich nach den Abtrocknen der nassen Blätten ( nach 1 - 3 Stunden, nicht später )
nochmals zu spritzen, damit die Pflanze eine ausreichende Giftmenge aufnehmen kann. Oder eben gießen wie oben angegeben.

viele Grüße
Richard
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Re: Was Hilft am besten gegen Spinnmilben

Beitrag  Cristatahunter am So 19 Nov 2017, 11:29

Hardy_whv schrieb:Die meisten Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Dimethoat (wie Bi 58) haben auch eine Zulassung als Akarizid. D. h. dass sie im Zulassungsverfahren auch gegen Milbenartige getestet wurden und Wirkung zeigten.

Man kann sich darüber u. a. auf der Datenbank des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ( https://apps2.bvl.bund.de/psm/jsp/index.jsp ) informieren. Eine gute Übersicht geben auch die Pflanzenschuttmitteltabellen auf der Seite der DKG: http://www.dkg.eu/cs/index.pl?navid=Pflanzenschutzmitteltabellen_1173&sid=c.

Spinnmilben entwickeln, ähnlich wie Thripse, sehr schnell Resistenzen. Durch einseitige Anwendung eines Wirkstoffs kann man "seine Spinnmilben" abhärten. Kann aber auch sein, dass bereits resistente Exemplare vom Nachbarn eingewandert sind. Das kann dann ggf. die Ursache dafür sein, dass es vereinzelt Erfahrungen gibt, dass Bi 58 nicht gegen Spinnmilben gewirkt hat. Solche Resistenzen können aber auch gegenüber anderen Wirkstoffen entstehen.

Vermutlich sind reine Akarizide, wie Kanemite oder Kiron aber insgesamt effektiver.


Gruß,

Hardy   Cool
Entschuldige Hardy
https://apps2.bvl.bund.de/psm/jsp/ListeMain.jsp?page=1&ts=1511087131124


Wenn Dimethoate als Akarizid bezeichnet wird macht es mich Nachdenklich wenn gleichzeitig Dimethoate als Dünger bezeichnet
werden.
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Re: Was Hilft am besten gegen Spinnmilben

Beitrag  Cristatahunter am So 19 Nov 2017, 11:35

Hier eine ganz klare und eindeutige Information zu Dimethoat.

Wirkstoff, Anwendung, gegen welchen Schädling.

So und jetzt ist es Definitif. Fakt ist:Spinnmilben können nicht mit Dimethoate bekämpft werden.
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Re: Was Hilft am besten gegen Spinnmilben

Beitrag  Cristatahunter am So 19 Nov 2017, 11:47

Hier noch eine Auflistung der Wirkstoffe, wirksamer Akarizide.


https://de.m.wikipedia.org/wiki/Akarizid


Phosphorsäureester ist nicht dabei. Übrigens Phosphorsäureester ist der Wirkstoff in Dimethoat oder Produktebezeichnung BI58. Gegen Spinnmilben unbrauchbar.
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Re: Was Hilft am besten gegen Spinnmilben

Beitrag  Hardy_whv am So 19 Nov 2017, 12:18

Cristatahunter schrieb:Hier eine ganz klare und eindeutige Information zu Dimethoat.

Wirkstoff, Anwendung, gegen welchen Schädling.

So und jetzt ist es Definitif. Fakt ist:Spinnmilben können nicht mit Dimethoate bekämpft werden.

Die Definition eines "Akarizid" ist ganz einfach: Es ist ein Mittel, dass gegen Milben und Zecken wirkt.

Was als Akarizid wirkt, kann in Versuchen festgestellt werden. Im Rahmen des Zulassungsverfahrens beantragen Hersteller von Pflanzenschutzmitteln die Zulassung für ihr Produkt für ein bestimmtes Anwendungsgebiet. Es wird dann in Versuchen (mit realen Pflanzen und realen Schädlingen) untersucht, ob

- das Mittel eine ausreichende Wirkung zeigt,
- dabei die Pflanze nicht in ihrer Gesundheit schädigt und
- keine inakzeptablen Auswirkungen auf die Natur hat.

Nur wenn das der Fall ist, erhält das Produkt eine (zeitlich befristete) Zulassung.

Wenn ein Produkt in der BVL-Datenbank als "Akarizd" aufgeführt ist, hat das Produkt nachgewiesen, dass es akarizide Wirkung hat. Es ist die maßgebliche, behördliche Übersicht. Wikipedia ist, wie so oft, löchrig.

In der BVL-Datenbank stehen mehrere Produkte mit dem Wirkstoff Dimethoat. Einige davon haben eine Zulassung als Akarizid, andere nicht. Das liegt daran, dass einige Hersteller für ihr Produkt keine Zulassung als Akarizid beantragt haben. Dann erhalten sie für das Anwendungsgebiet auch keine Zulassung, obwohl der Wirkstoff akarizide Wirkung hat.

Wenn du auf Wikipedia stehst: Hier der Artikel zu Dimethoat: https://de.wikipedia.org/wiki/Dimethoat

Ich zitiere:

Wikipeia.de schrieb:Dimethoat wird als Insektizid gegen Schädlinge wie zum Beispiel Blattläuse, Zikaden, Wanzen aber auch gegen Hausfliegen eingesetzt. Zudem wirkt es als Akarizid und Nematozid.

Cristatahunter schrieb:Entschuldige Hardy
https://apps2.bvl.bund.de/psm/jsp/ListeMain.jsp?page=1&ts=1511087131124

Wenn Dimethoate als Akarizid bezeichnet wird macht es mich Nachdenklich wenn gleichzeitig Dimethoate als Dünger bezeichnet
werden.

Die Wirkung "Dünger" findest du bei den Produkten in Stäbchenform oder Pellets. Die enthalten zusätzlich zum Pflanzenschutzwirkstoff halt noch Düngeanteile. Die Wirkung "Dünger" bezieht sich da nicht auf das Dimethoat, sondern auf das Produkt als Ganzes.


Gruß,

Hardy    Cool


Zuletzt von Hardy_whv am So 19 Nov 2017, 12:56 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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"Rote Spinne"

Beitrag  sukkela am So 19 Nov 2017, 12:45

komtom schrieb:Hallo Gemeinde,

diese Tierchen können eine Plage sein und verderben das Aussehen vor allem weichfleischiger Pflanzen und bei starken Befall führen sie zum Absterben der Pflanze. Seit dem trockenen Sommer 2003 habe ich immer wieder mal einen Befall, den ich erst mal ignorierte, weil es kaum Schäden gab. Sie verschwanden zunächst wieder um auch wieder aufzutauchen. Meine erste Reaktion war die befallenen Pflanzen ins Freie zu bringen wo sie der feuchten Witterung ausgesetzt waren, dadurch erholten sie die meisten Kakteen wieder. Als vor zwei Jahren der Befall überhand nahm, griff ich das erste mal zur chemischen Keule, so probierte ich verschiedene Mittel aus. Am zuverlässigsten und am nachhaltigsten wirkte bei mir "Netz-Schwefelit" eigentlich ein Fungizied, das als Nebenwirkung auch die kleinen Plagegeister vernichtete. Seit letzten Jahr ist meine Sammlung erst mal wieder frei von der roten Spinne, aber die kommen immer wieder, da kann man sicher sein.

Das erwähnte Mittel hat den Vorteil dass eine Packung über längere Zeit ausreicht, man kann mehrmals wieder eine Brühe ansetzen und versprühen. Die anderen Mittel sind sehr teuer und reichen gerade einmal für eine Runde. Der Nachteil von N.Schwefel ist, dass zunächst ein weisser Belag auf der Pflanze zurückbleibt, aber vielleicht verhindert dies auch einen schnellen Neubefall. Mit der Zeit wäscht sich der Belag durchs Gießen wieder ab. Ach ja und stinken tut das Zeug auch, nach Schwefel halt.


also bis bald und Grüsse

komtom

Anmerkung:

Wenn man sich mit Spinnmilben als Schädlingen an Pflanzen befasst, ist es sinnvoll, grob zwischen zwei Gruppen zu unterscheiden: Spinnmilben die Gespinste bilden und auch als echten Spinnmilben bezeichnet werden und den Arten, die keine Gespinste bilden, welche manchmal auch als falsche Spinnmilben bezeichnet werden.
Beschreibung des Schädlings:
Die echte Spinnmilbe (Tetranychidae) ist ca. 0,3 - 0,5 mm groß. Nicht alle Vertreter sind rot, wie der Name vielleicht vermuten lässt. In den meisten Fällen ist die Färbung eher grün und abhängig von der aufgenommenen Nahrung. Sie bilden feine Gespinste aus, in denen sich die Tiere gern aufhalten.
Die falschen Spinnmilben (Tenuipalpidae) hingegen sind kleiner (0,25mm) und bilden keine Gespinste aus.
Alle Spinnmilben gehören zu den Spinnentieren. Sie besitzen im erwachsenen Zustand 4 Beinpaare.
Wissenswertes:
In den von der echte Spinnmilbe gebildeten Gespinsten leben mehrere Generationen zusammen. Sie vermehren sich sehr schnell. Aus den Eiern entwickeln sich innerhalb von 10-20 Tagen die erwachsenen Tiere. Die Larven besitzen nur 3 Beinpaare. Bei der echten Spinnmilbe wirken sich tiefe Temperaturen und feuchte Luft ungünstig auf die Vermehrung aus. Auch kann sich die Entwicklungszeit der bereits geschlüpften Larven verlängern. Verbessern sich die Bedingungen wieder, kann es deshalb zu einem plötzlichen Massenbefall kommen. Außerdem sind die Vertreter der echten Spinnmilbe meist recht gut "zu Fuß" unterwegs. Vertreter sind Tetranychus cinnabrinus (wirklich rot) urticae (auch gemeine Spinnmilbe genannt), bimaculatus und telarius.
Die falschen Spinnmilben hingegen sind langsamer in ihren Bewegungen und leben als Einzelgänger. Auch sie lieben hohe Temperaturen. Da sie aus den Tropen stammen, brauchen sie jedoch im Gegensatz zu den echten Spinnmilbe hohe Luftfeuchtigkeitswerte. Der Vermehrungszyklus erstreckt sich meist über viele Wochen oder sogar Monate. Eine Massenvermehrung wird man deshalb eher nicht beobachten. Sie haben jedoch aufgrund ihrer Größe und der fehlenden Gespinste meist viel mehr Zeit zur Entwicklung, da sie erst durch den Schaden erkannt werden.
Da alle Spinnmilben sehr leicht sind, werden sie z.B. durch den Wind oder Ventilatoren leicht übertragen.
Symptome / Schaden:
Echte Spinnmilben geben nach dem Biss ein Substanzgemisch an die Zelle ab, dass zunächst für ein Auflösen der Zellmembranen und Organellen sorgt. Auf diese Weise entsteht ein Saft, der von den Tieren aufgenommen wird. So dringt Luft in die oberen Strukturen des Blattes ein. In der Summe ergibt sich ein silbriger Glanz.
Mit besten Grüßen
sukkela

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Re: Was Hilft am besten gegen Spinnmilben

Beitrag  Cristatahunter am So 19 Nov 2017, 14:58

Hardy_whv schrieb:
Cristatahunter schrieb:Hier eine ganz klare und eindeutige Information zu Dimethoat.

Wirkstoff, Anwendung, gegen welchen Schädling.

So und jetzt ist es Definitif. Fakt ist:Spinnmilben können nicht mit Dimethoate bekämpft werden.

Die Definition eines "Akarizid" ist ganz einfach: Es ist ein Mittel, dass gegen Milben und Zecken wirkt.

Was als Akarizid wirkt, kann in Versuchen festgestellt werden. Im Rahmen des Zulassungsverfahrens beantragen Hersteller von Pflanzenschutzmitteln die Zulassung für ihr Produkt für ein bestimmtes Anwendungsgebiet. Es wird dann in Versuchen (mit realen Pflanzen und realen Schädlingen) untersucht, ob

- das Mittel eine ausreichende Wirkung zeigt,
- dabei die Pflanze nicht in ihrer Gesundheit schädigt und
- keine inakzeptablen Auswirkungen auf die Natur hat.

Nur wenn das der Fall ist, erhält das Produkt eine (zeitlich befristete) Zulassung.

Wenn ein Produkt in der BVL-Datenbank als "Akarizd" aufgeführt ist, hat das Produkt nachgewiesen, dass es akarizide Wirkung hat. Es ist die maßgebliche, behördliche Übersicht. Wikipedia ist, wie so oft, löchrig.

In der BVL-Datenbank stehen mehrere Produkte mit dem Wirkstoff Dimethoat. Einige davon haben eine Zulassung als Akarizid, andere nicht. Das liegt daran, dass einige Hersteller für ihr Produkt keine Zulassung als Akarizid beantragt haben. Dann erhalten sie für das Anwendungsgebiet auch keine Zulassung, obwohl der Wirkstoff akarizide Wirkung hat.

Wenn du auf Wikipedia stehst: Hier der Artikel zu Dimethoat: https://de.wikipedia.org/wiki/Dimethoat

Ich zitiere:

Wikipeia.de schrieb:Dimethoat wird als Insektizid gegen Schädlinge wie zum Beispiel Blattläuse, Zikaden, Wanzen aber auch gegen Hausfliegen eingesetzt. Zudem wirkt es als Akarizid und Nematozid.

Cristatahunter schrieb:Entschuldige Hardy
https://apps2.bvl.bund.de/psm/jsp/ListeMain.jsp?page=1&ts=1511087131124

Wenn Dimethoate als Akarizid bezeichnet wird macht es mich Nachdenklich wenn gleichzeitig Dimethoate als Dünger bezeichnet
werden.

Die Wirkung "Dünger" findest du bei den Produkten in Stäbchenform oder Pellets. Die enthalten zusätzlich zum Pflanzenschutzwirkstoff halt noch Düngeanteile. Die Wirkung "Dünger" bezieht sich da nicht auf das Dimethoat, sondern auf das Produkt als Ganzes.


Gruß,

Hardy    Cool
https://www.pflanzotheke.de/dimethoat-4w.html
Alle Anbieter hier in der Pflanzenapotheke bezeichnen die Benutzung gegen saugende Insekten Läuse Thripse Wanzen.
Nicht gegen Milben



Die Beschreibung:
„Dimethoat wird als Insektizid gegen Schädlinge wie zum Beispiel Blattläuse, Zikaden, Wanzen aber auch gegen Hausfliegen eingesetzt. Zudem wirkt es als Akarizid und Nematozid."

Bezeichne ich mal als wikipediatrischer Ausreisser der nicht wirklich geprüft ist. Obwohl sogar Thomas Brand schreibt
Dimethoat nütze gegen Spinnmilben. Kann ich aus eigener Erfahrung sagen es nützt nicht.


Im gleichen Hinweis wird die Giftigkeit gegenüber Säuger und Insekten beschrieben. Milben und Zecken sind aber keine 
Insekten und gegen Nemathoden nützt Dimethoat auch nichts.

Für mich sind die wirksamsten Gifte gegen Spinnmilben: Bromoprobylat und Abamectin.

Hier nochmal die Liste der wirksamen Akariziden. Sogar mit der info ob in der EU zugelassen oder nicht.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Akarizid
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Re: Was Hilft am besten gegen Spinnmilben

Beitrag  Hardy_whv am So 19 Nov 2017, 15:31

Cristatahunter schrieb:Die Beschreibung:
„Dimethoat wird als Insektizid gegen Schädlinge wie zum Beispiel Blattläuse, Zikaden, Wanzen aber auch gegen Hausfliegen eingesetzt. Zudem wirkt es als Akarizid und Nematozid."

Bezeichne ich mal als wikipediatrischer Ausreisser der nicht wirklich geprüft ist. Obwohl sogar Thomas Brand schreibt
Dimethoat nütze gegen Spinnmilben. Kann ich aus eigener Erfahrung sagen es nützt nicht.

...

Hier nochmal die Liste der wirksamen Akariziden. Sogar mit der info ob in der EU zugelassen oder nicht.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Akarizid


Lieber Stefan,

ich fasse zusammen: Du nutzt EINE Quelle (Wikipedia). Dort, wo die Aussagen deiner Erfahrung entsprechen, präsentierst du sie als Wahrheit, dort wo sie deinen Erfahrungen widersprechen, stellst du sie als Ausreißer hin. Eine weitere kompetente Quelle (DEN Fachmann für Pflanzenschutz bei sukkulenten Pflanzen in Deutschland) ignorierst du bei der Gesamtbewertung.  scratch

Erscheint mir wenig schlüssig.

Gruß,

Hardy     Cool
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Re: was hilft am besten gegen Spinnmilben

Beitrag  Richard am So 19 Nov 2017, 15:54

Hallo

Ich finde es unwichtig ob Phosphorsäureester als Akarizid zugelassen ist oder nicht, denn daran liegt es ob es in einer Liste aufgeführt ist oder nicht.
Ich habe mindestens 20 Jahre dieses Mittel eingesetzt und hatte nie Spinnmilben. Nachdem ich es abgesetzt habe waren die Spinnmilben da.
Soll das ein Zufall sein?
Ich stamme aus Dormagen und habe 20 Jahre dort bei Bayer gearbeitet. Unter anderem 2 Jahre im sogenannten E-Betrieb. Das "E" ist eine Bezeichnung
für Phosphatsäureester- Produkte ( z.B. E 605 ). Das war Ende der 60 er Jahre des vorigen Jahrhunderts. An den Mitteln und an dem Produktionsverfahren
hat sich bis heute nichts geändert. Das Mittel war gegen alle Schädlinge an Getreide, Kartoffel, Rüben etc. Ich kenne keine Ausnahmen.
Es ist möglich daß Phosphatsäureester- Produkte dort wegen fehlender Zulassung nicht mehr hergestellt werden. Es werden mittlerweile Neonicotinoide
hergestellt.
Ich jedenfalls werde Bi 58 weiterhin benutzen und bin sicher daß ich keine Spinnmilben haben werde.

Gruß Richard
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