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Pflege rein mineralisch

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Re: Pflege rein mineralisch

Beitrag  simsa am Sa 20 Okt 2012, 09:06

hallo zusammen.
habe meine kakteen und sukkulenten alle in der caudex erde von haage.(ausser natürlich blattkakteen)
damit scheinen sie alle zufrieden zu sein.
der begriff scharfer sand war mir bisher auch unbekannt.
lg *Wink*
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simsa
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Re: Pflege rein mineralisch

Beitrag  Amur am So 21 Okt 2012, 22:48

Travelbear schrieb:Hallo Kakteenfreundin01,

...Ob ein Material verfilzt und zusammenhängende Konglomerate bildet hängt weniger von der Korngröße, als von seiner Struktur ab. Ein unregelmäßiger Körper kann sich viel eher mit anderen Körper in der Umgebung verhacken und verkannten als ein runder Körper. Daher sind größere Strukturen unregelmäßiger Körper formstabiler, als die runder Körper: Lehmziegel vers. Sandburg, Mauer aus Gesteinbrocken vers. Mauer aus Flußschotter etc.
Gruß Peter

Oh doch, ob sich was sehr verdichten lässt hängt vorrangig davon ab ob Feinanteile vorhanden sind, welche Lücken in den Grobanteilen ausfüllen und dadurch die Masse dicht machen.
Der beste Vergleich ist Mineralbeton und Kalkschotter. Im Mineralbeton sind Feinanteile und Lehm im Kalkschotter vorhanden. Diese Mischung verbindet sich zu einer knallharten Schicht.
Sauberer Kalkschotter dagegen arbeitet und Belastung immer. Runder Flusskies ohne Feinanteil ist da noch extremer, während er mit Feinanteilen auch zu verdichten ist.

Wir haben hier wunderschönen Flussand der bei jedem Hochwasser abgelagert wird. Besteht aber aus einer Mischung von verschiedenen Körnungen meist sehr fein (kommt auf die Strömungsgeschwindigkeit bei der Ablagerung an). Trocken rieselt er schön. Sobald er aber im Pflanzgefäß längere Zeit ist und gegossen wird, wird er steinhart. Sobald er wieder ausgetrocknet ist, reicht ein Schlag ans Gefäss und er "zerfällt" wieder. Eine gewisse Menge kann man grobkörnigen Substraten beimischen. Die Wurzeln finden darin sehr guten Halt, es bildet sich eine sehr gute Durchwurzelung und das Wasser wird etwas gehalten.
Wenn es zu viel ist, kommt aber der o.g. Effekt der Verhärtung. Den versuche ich auf jeden Fall zu vermeiden. Besonders bei humosen Substraten kann das zu sehr festen Klumpen im feuchten Zustand führen.


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Scharfer Sand

Beitrag  Fred Zimt am So 21 Okt 2012, 23:11

Hallo zusammen,
ich hab im letzten Jahr mal beim hiesigen Baustoffhändler gefragt was scharfer Sand sei:
Der Fachmann meinte, das wäre ein Sand mit wenig feinen Anteilen, Korngröße um die 2mm, den man zum Verputzen und Mauern braucht.Woher die Schärfe kommt wüßte er leider auch nicht, er könnte mir aber bis spätestens Mittwoch ein paar Tonnen liefern. Shocked
Wir sind erstmal nicht ins Geschäft gekommen.

Grüße

Fred
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Re: Pflege rein mineralisch

Beitrag  kaktusfreundin01 am So 21 Okt 2012, 23:26

Genau, vom Mauern, Verputzen, Verfugen und auch von Pflasterarbeiten kenne ich die unterschiedlichen Sandqualitäten auch. Ich bin quasi mit den dazugehörigen Begrifflichkeiten aufgewachsen Very Happy .
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Re: Pflege rein mineralisch

Beitrag  Travelbear am Mo 22 Okt 2012, 02:36

Amur schrieb:

Der beste Vergleich ist Mineralbeton und Kalkschotter. Im Mineralbeton sind Feinanteile und Lehm im Kalkschotter vorhanden. Diese Mischung verbindet sich zu einer knallharten Schicht.
Sauberer Kalkschotter dagegen arbeitet und Belastung immer. Runder Flusskies ohne Feinanteil ist da noch extremer, während er mit Feinanteilen auch zu verdichten ist.

Der Vergleich ist nicht ganz fair, denn beim Abbinden von Beton finden während des Abbindprozesses chemische Reaktionen statt, wo Kristallstrukturen neu aufgebaut, andere verändert werden, Kristalle ineinander wachsen und verfilzen und Oberflächen nicht nur mechanisch sondern auch chemisch miteinander verbunden werde. Daher ist Mineralbeton auch so hart. Dieser Vorgang ist irreversibel und der Verbund kann nicht mehr aufgelöst werden. Anders beim Kalkschotter mit Lehm. Dies sind nur rein mechanische Verbunde, der mit relativ wenig Energie wieder aufgelöst werden kann. Zerkleinert man einen luftgetrockenten Lehmziegel, kann man wieder einen neuen daraus machen, mit den gleichen Eigenschaften wie zuvor.
Zerkleinert man einen Betonblock, dann kann man aus seinem Pulver keinen Körper mehr mit den Eigenschaften des vorherigen bereiten.

Deinen Einwand bezüglich der Feinanteile ist richtig. Aber dann müßen es auch sehr kleine Körper sein (Micrometer Bereich und darunter), wo dann auf Grund der Oberflächenenergie zusätzliche Kräfte wirken. Bei Lehm sind derartige Kleinkörper in bedeutender Menge vorhanden.

Sorry das schweift stark vom Hauptthema ab, ist aber vielleicht zum Gesamtverständnis hilfreich.

Bezüglich "scharfen Sandes" hab ich jetzt etwas dazugelernt. Allerdings finde ich die Bezeichnung sehr unlogisch und irreführend..... ist aber nunmal so
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Re: Pflege rein mineralisch

Beitrag  Amur am Mo 22 Okt 2012, 06:44

Travelbear schrieb:...beim Abbinden von Beton finden ... Anders beim Kalkschotter mit Lehm. Dies sind nur rein mechanische Verbunde, der mit relativ wenig Energie wieder aufgelöst werden kann. Zerkleinert man einen luftgetrockenten Lehmziegel, kann man wieder einen neuen daraus machen, mit den gleichen Eigenschaften wie zuvor.
...

Mein erwähnter Mineralbeton hat nichts mit Beton (also Mischung aus Kies, Sand und Zement) zu tun, sondern ist eine Mischung aus Kalkschotter mit verschiedenen Körnungen und Lehm. Da findet keine chemische Bindung statt und der wird knallhart und die Wasserdurchlässigkeit ist eher mäßig. Der wird normalerweise als Unterbau von geschotterten Wegen verwendet.

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Re: Pflege rein mineralisch

Beitrag  volker am Mo 22 Okt 2012, 19:37

Scharfer Sand ist verwitterter oder gebrochener reiner Sandstein. Ihn fehlen die Lehm oder Kalkanteile die ihn schmierig machen.Wenn man feuchten scharfen Sand in den Händen zerreibt ist er wie Scheuerpulver ohne zu schmieren.
Früher wurde bei uns Sandstein gebrochen , fein zermahlen und dann als Scheuerpulver verkauft und verwendet.

hier mal ein Link: http://www.sandsteinhoehle.de/

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Re: Pflege rein mineralisch

Beitrag  Travelbear am Mo 22 Okt 2012, 21:50

Danke Volker, jetzt hat man einen Anhaltspunkt woher der Begriff "Scharfer Sand" kommt....Da er nicht in der Sand fließt, gibt er ein rauereres Gefühl.

@Amur
Danke für die Erklärung, das war mir nicht bekannt. Leider treten solche Mißverständnisse immer dann auf, wenn Begriffe nicht einheitlich verwendet werden (allgemein gesprochen und nicht auf Dich bezogen!).
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rein mineralisch

Beitrag  Vollsonnig am Mo 20 März 2017, 21:21

Hallo,
ich hab da auch mal ne Frage... Was versteht ihr denn so unter einer rein mineralischen Substratmischung? Gibt es da ein allgemein gültiges Rezept oder ist das was individuelles, eben ohne "Erde"?

sonnige Grüße
Alrik
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Re: Pflege rein mineralisch

Beitrag  Shamrock am Di 21 März 2017, 00:22

Hi Alrik,

mineralisch heißt mineralisch - also ohne organisches Material wie Humus oder Torf.

Substratfragen kommen hier ungefähr dreimal pro Woche. Nutz einfach mal die foreninterne Suchfunktion dazu... Nicht böse gemeint, aber du weißt schon... Wink

Ein allgemein gültiges Rezept klingt gut. Frag drei Kakteenfreunde nach ihrer bevorzugten Substratmischung und du bekommst fünf Antworten. Zum Einlesen für den Anfang empfiehlt sich beispielsweise dieser Thread: https://www.kakteenforum.com/t23794-substrat?highlight=substrat

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