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Opuntia scheeri

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Re: Opuntia scheeri

Beitrag  johan am Do 14 Jan 2016, 09:59

hallo dietmar
ob michi sein scheeri nur durch -10° verloren hat und oreos überlebt haben,ist auch erstaunlich da scheeri aus kältere zone stammt.
meine österreichische scheeri ist seit 97 ausgepflanzt als einzelpad,er hat im ersten jahr ein einziges mal frostschäden gezeigt am neuen pad,vielleicht noch erkennbar am foto.seitdem ist er langsam weiter gewachsen und dabei grundsätzlich winter von -17°^bis-20° überstanden hat,einmal hatten wir -26° in februar für 3 tage:kein problem.
es kann sein das neue triebe strengere fröste nicht gut standhalten,über 1 jahr alte halten es aus.
frosteinwirkung normale winter 6-8 wochen dauerfrost,milder winter 2-3 wochen dauerfrost
p.s.kannst steckling haben von österreichischen scheeri
lg
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Re: Opuntia scheeri

Beitrag  johan am Do 14 Jan 2016, 10:03

tephrofan schrieb:die ist definitiv nur in den allermildesten Regionen "winterhart"- Glückwunsch zu all denjeniegen die sich glücklich schätzen dürfen eine so optimale Lage vorweisen zu können! Alle anderen muss ich da wohl eher enttäuschen- in den allermeisten Regionen sowohl Österreichs als auch Deutschlands wird sie selten den ersten Winter überleben, sofern es wieder normale Winter geben sollte. Ich bekam vor 2 Jahren von Hans Graf ebenfalls eine scheeri als vermeintlich frosthart. Selbst im unbeheizten Haus gab sie den 1. Winter bei gerade mal -10° Minimumtemperatur den Geist auf. Dagegen strotzten selbst die Oreocereen aus den Tieflagen-

hallo michi,
tut mir leid für dein scheeri,aber vielleicht war es ein junger steckling mit "weiche"pads,oder eine andere ursache könnte den garaus bereitet haben
wann du möchtest lass ich dir im frühjahr ein steckling zukommen,zum testen

lg
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Re: Opuntia scheeri

Beitrag  tephrofan am Do 14 Jan 2016, 12:22

...ja, wäre interessant. Das kann durchaus sein, ich kenne die Kulturmethode von Graf ziemlich gut, da gehts in erster Linie auf Masse, denke auch dass der Trieb völlig unausgereift war. Ich finde die Pflanze sehr attraktiv, sie baut sich auch schön auf, wenngleich sie nicht zu den blühwilligsten zählt, aber wer eine spektakuläre Pflanze haben will ist da wohl gut bedient- nehme Dein Angebot gerne an- schreib mir einfach was Du dafür als Gegenleistung haben möchtest. Ich habe u.a. eine extrem großtriebige Freilandselektion von Op.engelmannii die die letzten 30 Jahre ungeschützt draußen überlebt hat. Sie trägt den cv. Namen "Alois Smrczek´s Gigant", der Aufzüchter der Sorte. Triebe bis 40cm groß, legen sich nicht nieder im Winter. Minimum-Temp. waren bis dato -30°C. Blüten bilden automatisch große, sehr attraktive Früchte

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Re: Opuntia scheeri

Beitrag  Uwe am Do 14 Jan 2016, 13:12

Ich denke, es ist normal, dass es in ein und derselben Art grosse Unterschiede in der Frosttoleranz gibt. Das ist nicht nur bei O.scheeri so, sondern auch bei anderen Kakteennarten. Es gibt so viele Faktoren, die die Frosttoleranz beeinflussen, dass manchmal in strengen Wintern eine Pflanze überlebt, in einem weniger strengen Winter im Folgejahr dann doch eingeht.

Faktoren sind zB.:
- Herkunft
- Abhärtung (Selektion)
- Bodentyp (inkl. vorhandener Nährstoffe)
- Bodenfeuchtigkeit
- Witterungsverlauf während des ganzen Jahres, speziell aber im Spätsommer/Herbst (u.a. Sonnenstunden, UV-Menge, Luftfeuchte, Temperaturverlauf)

Gerade der letzte Punkt ist oft zentral für das Überleben einer Art. Jeder Tag mehr Sonne und UV-Strahlung im Spätsommer/Herbst erhöht die Frosttoleranz einer Pflanze, da Sukkulenten vor dem Winter Glucose und Fructose in den Trieben anreichern. Somit schwankt die Menge an diesen Zuckerarten von Jahr zu Jahr. Der Zucker verhindert das Bilden von spitzen Eiskristallen, welche die Zellen durchstechen und die Pflanzenteile beim Auftauen matschig werden lassen.

Die Herkunft von O.scheeri ist Mexiko. Dort wachsen die meisten Opuntienarten aufrecht-strauchig und die Triebe verholzen an der Basis. Ganz im Gegensatz zb. zu O.humifusa oder O.polyacantha. Diese Arten schrumpfen nämlich beträchtlich im Herbst, wachsen kriechend am Boden und verfärben sich oftmals vor dem Winter - ein Zeichen, dass sich viel Zucker eingelagert hat. Diese Arten kommen auch bis nach Kanada vor und widerstehen bei optimalem Witterungsverlauf bis -40°C. O.scheeri muss eigentlich nur Nachtfrösten widerstehen können, der in den bergigen Wüstenregionen Mexikos aber auch stark sein kann.

Gruss
Uwe
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Re: Opuntia scheeri

Beitrag  tarantino am Do 14 Jan 2016, 13:15

Meine noch bescheidenen Erfahrungen mit scheerii sind bisher durchwegs positiv. Ich hatte das Glück vor gut 2 Jahren von Johan Ableger zu bekommen. An einem gut geschützten Platz mir optimaler Drainage und möglichst rein mineralischen Substrat traue ich dieser Opuntie enorm viel zu....Johan beweist es ja...bisher wurde einfach zu wenig getestet und deshalb ist sie hierzulande eher unbekannt....gilt als Weichei.... Johans Exemplar scheint dazu optimale Gene zu besitzen, sprich Standortherkunft. Normalerweise dürfte diese Pflanze hier bei uns nicht frosthart genug sein....aber man sieht, es gibt immer wieder Ausnahmen...diese scheerii Varietät soll meines Wissens im Gebiet von Nuevo Leon...in Höhenlagen.... in Gesellschaft mit A. ovatifolia wachsen....

Zu Testzwecken habe ich eine Pflanze im Sommer in mein Wüstenbeet gepflanzt...ohne irgendwelche Schutzmaßnahmen....werde berichten
Die Pflanzen in meinen Töpfen haben den vorherigen Winter bei Dauerfrösten bis minus 14 Grad in Töpfen ohne jegliche Schäden überstanden....die Dauerfrostperioden gingen je eine Woche....
Ein Exemplar habe ich ganz zu Anfang verloren....hatte es erst im Oktober 2014 ausgepflanzt....viel zu spät und ohne Schutz.....das ging schief....hatte innerhalb kürzester Zeit Schäden...wurde weich und faulig...


@Michi

Heute müßte meine Bestellung von Dir eintreffen....freue mich darauf danke

viele Grüße Matthias

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Re: Opuntia scheeri

Beitrag  tarantino am Do 14 Jan 2016, 13:49

Hallo Uwe

alles was Du sagst ist völlig richtig! Dennoch gibt es immer wieder Ausnahmen...meine damit Pflanzen, die an ihren Naturstandorten bei weitem nicht diese Fröste wie hierzulande abbekommen....vor allem keinen Dauerfrost...und trotzdem kann es hierzulande klappen...um ein paar Beispiele zu nennen A. ovatifolia, Y. linearifolia usw
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Re: Opuntia scheeri

Beitrag  Uwe am Do 14 Jan 2016, 14:30


alles was Du sagst ist völlig richtig! Dennoch gibt es immer wieder Ausnahmen...meine damit Pflanzen, die an ihren Naturstandorten bei weitem nicht diese Fröste wie hierzulande abbekommen....vor allem keinen Dauerfrost...und trotzdem kann es hierzulande klappen...um ein paar Beispiele zu nennen A. ovatifolia, Y. linearifolia usw

Ich denke, es kommt auf die Temperatur an, und Frost ist nicht gleich Frost. -10°C bei 70% oder 80% Luftfeuchte oder -10°C bei 5% Luftfeuchte sind ein grosser Unterschied und hat bei klarer Nacht grosse Auswirkungen auf die atmosphärisch Gegenstrahlung (Abstrahlung). Und ich vermute, Agaven reagieren wegen ihrer Masse empfindlicher auf Dauerfrost wie Kakteen. Sind die Glieder eines Kaktus bei -10°C gefroren ist es besser, sie bleiben in unserem Klima über längere Zeit gefroren, als wenn sie ständig tauen und wieder gefrieren. Weil in Mexiko haben die Kakteen viel mehr Sonne und UV-Licht, was deren Frosthärte bestimmt erhöht gegenüber unseren Standorten. Schlussendlich muss man einfach probieren, was geht und was nicht. Es ist aber keine Garantie, was bei Dir über den Winter kommt, dass das bei mir (als Bsp.) auch klappt.

Ich habe auch Agave americana ausgepflanzt am Haus. Diese kommen mehr oder weniger gut über den Winter. Manchmal stirbt mir eine Mutterpflanze ab, die jungen Ablegerpflanzen aber widerstehen dem Frost bis uner -10°C ohne Murren und wachsen schnell wieder zu grossen Exemplaren heran. Das ganze "Experiment" mit der americana dauert schon bald 15 Jahre.
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Re: Opuntia scheeri

Beitrag  Dietmar am Do 14 Jan 2016, 14:30

johan schrieb:
p.s.kannst steckling haben von österreichischen scheeri
lg
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Einen Steckling nehme ich gern. Hast Du auch Saatgut? Ich schlage aber vor, erst im Fühjahr zu schneiden.
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Re: Opuntia scheeri

Beitrag  Dietmar am Do 14 Jan 2016, 14:36

@ Uwe und Tarantino: Ich stimme Euch völlig zu. Eines darf man aber nicht vergessen. Auch ganz normale Gartenpflanzen überstehen gelegentlich einen Winter nicht. Verluste wird es immer geben.
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Re: Opuntia scheeri

Beitrag  Knufo am Do 14 Jan 2016, 15:49

Hallo Johan,

wir haben hier die normale Yucca, die es in Deutschland als Topfpflanze gibt, zwei mal ausgepflanzt. Wächst wie verrückt. Eine wollten wir wegen Platzmangel beseitigen und haben alle Triebe abgeschnitten. Die ist dann aber doch wieder ausgeschlagen.

Liebe Grüße
Elke
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