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Wie mit Winterwachsern umgehen?

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Wie mit Winterwachsern umgehen?

Beitrag  Kakteenmama123 am So 02 Dez 2018, 01:52

Für mich stellt sich immer mehr die Frage wie ich am besten mit meinen Winterblühern/-wachsern umgehen soll. Erst dachte ich aufgrund der begrenzten Möglichkeiten drin auf der Fensterbank überwintern, das scheint aber nicht das Erfolgrezept zu sein, weil ja eigentlich zu wenig Licht da ist und die Pflanzen dann vergeilen oder? scratch
Wie überwintert ihr eure Aloes, Gasterias, Haworthias usw. ? Blühen die bei euch auch im kalten, eher (durch die Jahreszeit bedingten) lichtarmen Winterqaurtier?

Im Endeffekt stelle ich auch diese allgemeinen Fragen, um herauszufinden, wie ich meine Pflanzen tatsächlich überwintern sollte. Ich habe zwei Optionen, einmal zwischen Doppelfenstern, wo Temperaturen zwischen 15 und 5 Grad bis jetzt erreicht wurden oder eben drinne auf der Fensterbank in geheizten Räumen.
Als meine Faucaria felina Anfang November in ihrem (da noch nicht so) kalten Winterquartier geblüht hat, habe ich sie reingeholt. Ein Fehler? Irgendwo ist ja eine kältere Jahreszeit Bei den KuaS ja schon für die Blütenbildung wichtig. Als Laie kenne ich aber noch nicht den biologischen Prozess dahinter...

Ich sehe noch nicht ganz durch bei dem Thema, bitte helft mir! Exclamation


Zuletzt von Shamrock am So 02 Dez 2018, 22:22 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : auf Wunsch der Threaderstellerin Überschrift geändert)
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Re: Wie mit Winterwachsern umgehen?

Beitrag  Cristatahunter am So 02 Dez 2018, 07:52

Bei winterblühenden Kakteen ist es ganz einfach. Möglichst hell, kühl bei min. 5°C und trocken.

Bei den winterblühenden Sukkulenten ist es etwas differenzierter. Hell brauchen sie alle. Die Temperatur sollte zwischen 5°C und 15°C liegen und je nach dem sollten sie auch gegossen werden.

Bei den Sukkulenten ist das eher unterschiedlich da viele verschiedene Arten auf unterschiedlichen Kontinenten wachsen. Südliche, nördliche Erdseite mit winterlichen und sommerlichen Regenzeiten.

Ich habe mich dafür entschieden nur noch Kakteen zu pflegen und das in 4 Klimaten mit Wintertemperaturen von -20°C bis +10°C und alles trocken.
Bei den Sukkulenten müsste ich noch unterschiedlich viel Wasser geben.

Man kann nicht alles haben.
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Re: Wie mit Winterwachsern umgehen?

Beitrag  Bombax am So 02 Dez 2018, 09:17

Hallo,

Die Bezeichnung Winterblüher halte ich eher für unglücklich, besser wäre Winterwachser.
Es sind meistens Pflanzen aus Südafrika, bei Kakteen bin ich nicht so bewandert und
Interessiert. Neben den schon genannten Gattungen insbesondere Pflanzen der Gattung
Tylecodon, Sarcocaulon, Pelargonium u.a. Dioscorea ist meiner Meinung eine intermediäre
Form, wenn auch im Winter belaubt.
Das Entscheidende ist Licht und nochmals Licht. Je heller desto besser und natürlich Wasser
Die Temperaturen eher im unteren Bereich, etwa 8-12 Grad C. Selbst im Gewächshaus wird
es schwer den Pflanzen gerecht zu werden. Bei Caudexpflanzen geht es noch, pachycaule
wie z. B. Tylecodon und pachycaule Pelargonium wachsen nicht so kompakt wie am
Standort.
Deshalb habe ich für mich entschieden, bis auf Pelargonium triste, keine weiteren Winterwachser
zu kultivieren, alles geht einfach nicht, wie der Kakteenfreund schon richtigerweise erwähnt hat

Ciao und Tschüss, Axel
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Re: Wie mit Winterwachsern umgehen?

Beitrag  Sabine1109 am So 02 Dez 2018, 13:11

Hallo Neuling! Mit winterblühenden Kakteen verfahre ich so, dass ich die mit bereits sichtbaren Knospen beim Einräumen erstmal ins Warme auf ein Südfensterbrett stelle. Wenn sie dann verblüht sind, kommen sie erst ins Winterlager.
Die Kälte (vor allem die nächtliche Abkühlung im Freien) sorgt bei den meisten wie Mammillaria solisoides, hernandes, mancher Neoporteria aber z.B. auch bei Crassula ovata u.ä. bereits für die Blüteninduktion. Den Wechsel ins Warme tolerieren sie gut. Ich gieße allerdings dann nur noch extrem spärlich, damit sie anschließend trocken ins Winterquartier können - vergeilt ist mir da noch nie eine Pflanze.
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Re: Wie mit Winterwachsern umgehen?

Beitrag  Kakteenmama123 am So 02 Dez 2018, 14:24

Christatahunter schrieb:Ich habe mich dafür entschieden nur noch Kakteen zu pflegen und das in 4 Klimaten mit Wintertemperaturen von -20°C bis +10°C und alles trocken.
Bei den Sukkulenten müsste ich noch unterschiedlich viel Wasser geben.
Man kann nicht alles haben.
Da hast du wohl Recht, da muss ich mich aber wohl noch damit abfinden...

Bombax schrieb:Das Entscheidende ist Licht und nochmals Licht. Je heller desto besser und natürlich Wasser
Die Temperaturen eher im unteren Bereich, etwa 8-12 Grad C.
...da werd ich jetzt versuchen mein Bestes dafür zu geben! Danke für die Tipps Axel. Besonders die Sukkulenten aus Südafrika haben mir es angetan, da mich auch Familienbande mit dem Land verbinden. Ich denke mal eine bessere Aufstellung meiner Pflanzen kann mir die Pflege vereinfachen. Da liegt wieder Arbeit vor mir, aber ich freue mich schon drauf! Razz

Sabine1109 schrieb:Mit winterblühenden Kakteen verfahre ich so, dass ich die mit bereits sichtbaren Knospen beim Einräumen erstmal ins Warme auf ein Südfensterbrett stelle. Wenn sie dann verblüht sind, kommen sie erst ins Winterlager.
Ich denke mal daran werde ich mich ab jetzt auch halten! Hatte schon selber ähnliche Überlegungen angestellt, aber war mir dann doch unsicher...
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Re: Wie mit Winterwachsern umgehen?

Beitrag  plantsman am So 02 Dez 2018, 15:19

Moin,

winterblühende Pflanzen hält man in genau dem gleichen Rhythmus, den sie von ihrer Heimat her kennen. Die Blüte hat ja nicht unbedingt was mit dem Wachstum an sich zu tun. Am Standort versuchen die Pflanzen nur Strategien zu entwickeln, um zu überleben. Bei Winterblühern ist es halt so, dass sie sich an Bestäuber angepasst haben, die auch in der kalten Jahreszeit aktiv sind und die Bestäubung sichern können. Das sind vor allem Vögel (Aloe, Gasteria, Echeveria, Eriosyce) und Hummeln (Haworthia, Mammillaria). So können sie der starken Konkurrenz in der warmen Jahreszeit aus dem Weg gehen und gleichzeitig, durch schnellere Fruchtreife, die Samen zu Beginn der Regenzeit ausstreuen.

Die winterliche Blüte strengt die Pflanzen zwar an und verbraucht Ressourcen, aber der Bestäubungserfolg scheint diese Strategie lohnend zu machen.

Winterwachser und Winterblüher sind nicht das Gleiche. Es gibt eben auch sommerwachsende Arten, z.B. viele Aloe und Echeverien, die im Winter oder Vorfrühling, in der trockensten, kühlsten Jahreszeit, blühen. Da muss man nicht extra Wasser geben. Die Evolution hat sich schon was dabei gedacht. Es gibt schliesslich auch Winterwachser, die im Sommer, also in deren Ruhezeit, blühen.

Aloe ist eine sehr große Gattung, hier kommt es darauf an, welche Arten Du pflegst oder pflegen willst.
Haworthia und Gasteria kann man relativ gleich pflegen. Ganzjährig eher mäßig trocken, Hauptwachstum meist im Frühjahr und Herbst. Im Sommer machen sie eine Hitze-, im Winter eine Trockenpause. Es gibt aber auch winterwachsende Arten. Da musst Du dich ein wenig schlau machen.

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Re: Wie mit Winterwachsern umgehen?

Beitrag  Cristatahunter am So 02 Dez 2018, 16:24

Blühen und wachsen ist nicht gleichzusetzen. Darum dünge ich nicht in der Blütezeit. Unabhängig ob es ein Winterblüher oder Frühlingsblüher oder Herbstblüher ist. Ich dünge in der Wachstumszeit.
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Re: Wie mit Winterwachsern umgehen?

Beitrag  Shamrock am So 02 Dez 2018, 20:24

Haben wir echt keinen Thread über Winterwachser? Kann doch fast nicht sein... scratch

Finde auch, dass hier Birnen und Äpfel in einen Topf geschmissen werden. Winterblüher weichen auf eine eher blütenuntypische Jahreszeit aus, um sich einen Vorteil bei der Bestäubung zu verschaffen und Winterwachser wachsen im Winter, weil da die Bedingungen für ein Wachstum gegeben sind.

Wobei in dem Zusammenhang ja auch meist gesagt wird, dass die Winterwachser von der Südhalbkugel es nicht schaffen, sich auf unseren mitteleuropäischen Jahreszeitenrythmus umzustellen. Das trifft aber so die Sache nicht wirklich. Diese typischen Winterwachser aus dem südlichen Afrika wachsen in Winterregengebieten. Im Sommer ist es dort einfach nur heiß und trocken und ohne Wasser fällt auch sukkulenten Pflanzen das Wachsen schwer (also legen sie eine entsprechende Ruhephase ein). Die Niederschläge gibt´s dann also in der kalten Jahreszeit und da kann man dann auch wachsen. Somit hat das also rein gar nichts mit mangelnden Integrationswillen der Pflanzen zu tun. Warum sollten sie in der heißen Jahreszeit wachsen, wenn sie da auch hierzulande nie die Gegebenheiten für ein Wachstum erwarten?

Aber deine Frage war ja zur Pflege. Meine Erfahrungen mit den klassischen Winterwachsern halten sich bisher sehr in Grenzen, aber letztendlich behandel ich die auch nicht anders, als andere Sukkulenten - nur halt umgekehrt. Im südafrikanischen Winter kann´s auch sehr frisch werden und entsprechend halte ich sie bei den hier bereits genannten Temperaturen. Vielleicht sogar noch einen Tick kälter. Wasser immer dann, wenn das Substrat trocken ist, was je nach Temperatur, Substrat, Topfgröße, Luftfeuchtigkeit, etc. sehr unterschiedlich sein kann.
Wer so langsam wie ein Tylecodon wächst, braucht sicherlich weniger Wasser und Futter, als so manch ein Pelargonium, was plötzlich austreibt und binnen kürzester Zeit Massen an grünen Blättern treibt. Bei den Mesembs unter den Winterwachsern ist es fast am einfachsten: Wenn sie weich und wabbelig werden, dann sollte spätestens der Wasserspeicher wieder gefüllt werden.

Eine Wissenschaft hab ich bisher daraus nie gemacht, sondern immer nach Bauch, Gefühl und Logik gehandelt. Bisher ging auch alles glatt: Sie wachsen, sie blühen und sie scheinen sich nicht unwohl zu fühlen. Nur sollte man nie vergessen, dass man sie im heißen Sommer auch komplett trocken halten sollte
Und natürlich, wie ja auch schon geschrieben wurde, wirklich soviel Licht wie irgendmöglich!

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Re: Wie mit Winterwachsern umgehen?

Beitrag  Cristatahunter am So 02 Dez 2018, 21:20

Welche sukkulente Pflanze wächst nur im Winter?
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Re: Wie mit Winterwachsern umgehen?

Beitrag  Shamrock am So 02 Dez 2018, 21:38

Cristatahunter schrieb:Welche sukkulente Pflanze wächst nur im Winter?
Sukkulente Pflanzen aus den Winterregengebieten Südafrikas und Namibias. Verteilt auf ganz verschiedene Familien.

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