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Wollläuse???

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Re: Wollläuse???

Beitrag  Ralla am So 28 Aug 2011, 14:06

Bei Wollläusen würde ich auch sofort ein adequates Gift besorgen. Leider kann es sein, dass die Viecher gegen ältere Mittel schon resistent sind. Im Zweifelsfall also was neues im Gartencenter besorgen. Alles andere sind Spielereien und Blattglanzspray ist auch für die Pflanze nicht das beste.

_________________
Liebe Grüsse,

Carola
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Re: Wollläuse???

Beitrag  Jehan am So 28 Aug 2011, 15:08

Selbst wenn alle Viecher hinüber sind nach Gift ... ich habe ehrlich gesagt manche in Einzelfällen doch schon lieber entsorgt wenn diese zu arg verunstaltet oder durch die Ausscheidungen der Wolläuse zu verklebt waren. (dann war ich aber zu langsam). Das könnte im Nachhinein evt. noch Schimmel verursachen. Wenn dann noch Wachstumsstörungen auftraten ... naja - den Kaktus köpfen und dadurch neue Sprösslinge heran ziehen ist manchmal doch die bessere Variante ... als zu versuchen ihn so irgendwie durch zubringen ...
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Die Schlacht gegen Wolläuse

Beitrag  papamatzi am Mo 07 Nov 2011, 12:30

Es gibt ein Thema, welches genauso wiederkehrend und dauerhaft ist, wie die ewige Substratfrage ... Wolläuse.

Vor reichlich zwei Wochen habe ich einen Ferocactus latispinus erhalten, der bei Licht betrachtet, alles andere als gesund aussah. Wolläuse heißt die schnelle Diagnose. Natürlich habe ich ihn erst mal schleunigst in Quarantäne geschickt, weit weg von allen anderen Pflanzen.

Hier meine ersten Fragen: Wie wanderfreudig sind Wolläuse eigentlich? Wie weit, ist Eurer Erfahrung gemäß, weit genug weg? Ist es vielleicht schon gefährlich, wenn die befallene Pflanze im gleichen Raum mit gesunden Pflanzen steht?


Da man ja jetzt nicht mehr gießen darf, kam also kein systemisches Gießmittel in Frage. Einzige Alternative: Spray. Ich besprühte also den Kameraden und seine gleichzeitig erstandenen Begleiter mit Fazilo von Compo (Wirkstoff: Natur-Pyrethrum und Abamectin). Eigentlich ein Mittel gegen Spinnmilben, was aber auch gegen saugende Insekten helfen soll.
Eine knappe Woche später besprühte ich wiederholt, dieses Mal mit Axoris, ebenfalls von Compo (Wirkstoff: Thiamethoxam und Abamectin).

Drei Tage später habe ich die Pflanze untersucht und wieder zwei Läuse entdeckt, eine davon sichtlich lebendig.

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Daraufhin habe ich die Pflanze "enttorft", sie stand noch im stark humosen Substrat des Vorbesitzers, gründlich abgespült und zum Trocknen aufgestellt. Gestern Abend und heute morgen, entdeckte ich wiederum, dieses Mal sehr kleine Vertreter dieser Art.
Militär
Manuelles Ablesen, besprühen mit Wasser/Spiritus/Spüli und Eintüten (die Viecher sollen ja Feuchtigkeit nicht so mögen) waren nun die letzten Maßnahmen...
Nun weiß ich nicht, wie ich weiter machen soll. Ich plane eine weitere letzte Sprühattacke mit Axoris, dann habe ich mein Pulver verschossen. Eine nächste Behandlung wäre erst im Frühjahr möglich, wenn wieder gegossen werden kann. Dann mit einem anderen Wirkstoff natürlich.


Sorgen mache ich mir auch um die "Begleiter", also die Pflanzen aus der gleichen Herkunft. Bis jetzt habe ich an denen noch keine Krabbeltiere entdecken können, aber wer weiß. Die eine oder andere Pflanze wirkt schon verdächtig.

Da drängt sich die Frage auf, woran erkennt man eigentlich mit guter Sicherheit einen Wollausbefall, auch und gerade an stark bewollten oder bedornten Pflanzen? Und wie lange muss ich eigentlich eine entlauste Pflanze unter Beobachtung halten, um sicher zu gehen, dass es keinen Rückfall gibt?

Und letzte Frage: Sind Euphorbien eigentlich gefeit gegen saugende Insekten? Oder macht die giftige Milch den Viechern nix aus?


Ja klar, das sind eine ganze Reihe Fragen und möglicherweise sind sie schon in ähnlicher Form diskutiert worden. Vielleicht seid Ihr aber trotzdem bereit, noch einmal darauf einzugehen. Wink


Viele Grüße,
Matthias
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Re: Wollläuse???

Beitrag  Gast am Mo 07 Nov 2011, 13:57

Cool Moin Matthias,

vorweg, ich habe schon seit etlichen Jahren keine saugenden Insekten mehr in meiner Sammlung.
Wenn, dann überhaupt nur an neuen Zugängen, die aber, ob Befall oder nicht, erst einmal eine 14-tägige Quarantäne durchmachen müssen, bevor sie zu den anderen dürfen. Sollte sich einmal ein Befall herausstellen, so wird ausgetopft, unter starken lauwarmen Wasserstrahl gründlichst abgespült und separat eine Woche in einen neuen Topf zum trocknen gehängt. Sind nun in den Furchen, Rippennischen oder sonst wo noch Eier verblieben, so schlüpfen die "Nachkommen" nun begeistert aus. Diese kleinen Biester müssen aber erst einmal "heranreifen" bevor sie selbst Eier legen können, beobachten ist also angesagt, dann die gleiche "Spülprozedur" wiederholen. Wieder eine Woche separat trocknen. Sollte dann eigentlich erledigt sein.
Ansonsten kann ich nur zur "chemischen Keule" raten.
Ich lasse im Frühjahr die Frühbeete einmal durchregnen, danach(14 Tage) gibt´s "Rogor". Im Spätsommer(Ende August) gibt´s vor dem letzten Regenguß "Bi 58". Ich weiß, die Wirkstoffe sind fast identisch, aber bis dato hat sich keinerlei Resistenz entwickelt. Zudem habe ich einen 20 %-igen Zuschlag an Kieselgur im Substrat, das mögen Wurzelschädlinge gar nicht!

ciao, Tom.
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Re: Wollläuse???

Beitrag  Wühlmaus am Mo 07 Nov 2011, 14:28

Hallo Matthias,

ein paar Wolläuse habe ich leider auch schon entdeckt. Ich sprühe die Pflanzen dann mit Neudorf Spruzit ein. Wiederholung nach 14 Tagen. Bisher hat es geholfen. Enttorfen ist auch ohne Befall immer ratsam, weil die Kakteen durchlässiges Substrat benötigen.

LG Elke

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Re: Wollläuse???

Beitrag  Astrophytum am Mo 07 Nov 2011, 17:06

Sind bei mir Pflanzen befallen gibts die Chemische Keule, aber nur sehr begrenzt wo eben die Schädlinge aufgetreten sind. Gegen Wolläuse gibts die angesprochenen Mittelchen wie Rogor BI 58 gegen die rote Spinne hatt sich bestens Kiron und Bayer Spinnmilbenfrei bewährt. Von anderen Mittel wie Neem oder Sprühmittel auf Ölbasis halte ich nicht viel.
Meine Sammlung ist nicht 100 Schädlingsfrei aber bestimmt zu 95%
Mfg.Heinz
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Re: Wollläuse???

Beitrag  papamatzi am Mo 07 Nov 2011, 17:22

@Thomas und Elke,
Wühlmaus schrieb:Ich sprühe die Pflanzen dann mit Neudorf Spruzit ein. Wiederholung nach 14 Tagen.
Ah, ok. Das Mittel kannte ich noch nicht.
Und wie es aussieht, bin ich nur mal wieder zu ungeduldig. Ihr wartet 14 Tage bis zur Wiederholungsspritze...
Kieselgur steht schon auf meiner Einkaufsliste. Scheint es aber nur online zu geben.

@Heinz, Danke auch für Deinen Tipp. Bi58 hab ich schon da Teufel , würde es aber eher gießen wollen, oder? Auch Lizetan-Stäbchen.
Stimmt es eigentlich, dass es kein Lizetan-Spray mehr gibt? Gabs doch mal, oder?


Was meint Ihr zu den anderen Punkten bzgl. Quarantäne und Ansteckung:
- Wie weit weg muss der Quarantäne Standort sein?
- Wie erkennt man Wolläuse an stark bedornten bzw. bewollten Pflanzen?
- Hatte schon mal jemand einen Befall an Euphorbien?
Besonders die erste Frage ist von besonderem Interesse... ^^
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Re: Wollläuse???

Beitrag  wikado am Mo 07 Nov 2011, 17:38

Also Wollläuse hat glaube ich fast jeder irgendwann mal. Hatte ich auch letztes Jahr und vorletztes aber nur jeweils an einer Pflanze... ich habe mir auch mal aus dem Gartencenter Axoris gekauft und bei mir hat es super gewirkt. Habe im Abstand von einer Woche wiederholt gesprüht und dann hatte sich die Sache bei mir erledigt.
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Re: Wollläuse???

Beitrag  Gast am Mo 07 Nov 2011, 18:06

Cool Moin Matthias,

Wie weit weg muss der Quarantäne Standort sein?
-Also, im Winterquartier stehen die "Neuen" in einem anderen Raum. In der "Frühbeetphase" mindestens in 10 Meter Entfernung zur Sammlung in einem kleinen extra Beet.
Wie erkennt man Wolläuse an stark bedornten bzw. bewollten Pflanzen?
-Wie an den anderen Pflanzen auch, nur halt schwieriger, ich nehme die Lupe.
Hatte schon mal jemand einen Befall an Euphorbien?
-Meine Euphorbien stehen "Giftfrei" ohne bis dato befallen worden zu sein.

ciao, Tom.
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Re: Wollläuse???

Beitrag  Wühlmaus am Mo 07 Nov 2011, 18:36

Na, Thomas sagt glaube ich schon alles, was es zu sagen gibt. Meine Quarantänepflanzen stehen im Schlafzimmer, die anderen in einem Raum daneben mit Tür dazwischen. Im Sommer hatte ich bislang keine Probleme, weil alle draußen stehen.

Ich habe nach 14 Tagen erst die Wiederholungsspritzung gemacht, weil es genau so auf der Flasche stand. Auf der alten Flasche stand noch 7 Tage. Allerdings spritze ich so viel drauf, dass es tropft und die Flasche geht viel zu schnell zu Ende. Ich hoffe, dass nicht noch mehr befallen werden. Die weißbehaarten Mammillarien ziehen leider viel Feuchtigkeit in ihr "Gefieder". Zum Glück ist es bisher aber schnell abgetrocknet.

LG Elke

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