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Aussaat -mein erster Versuch- Vorgeschichte und Erfahrungsbericht

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Aussaat -mein erster Versuch- Vorgeschichte und Erfahrungsbericht

Beitrag  nordlicht am So 27 Dez 2015, 13:52

Moin an Alle,

mein Gymnocalycium ritterianum P 214 (gekauft als kleinen Wicht 2013) hat in diesem Jahr zum ersten Mal eine Frucht angesetzt, er hat den ganzen Sommer draußen gestanden. Ich habe dann im Oktober, als es langsam ans Einwintern ging, die Frucht entfernt und beiseite gelegt. Anfang/Mitte November habe ich mich erinnert und das Früchtchen mal geöffnet, mir die Unmenge an Samenkörnern und das Fruchtfleisch, also all das Gedöns angeschaut........und angefangen zu googeln. Dann habe ich dieses Forum entdeckt, weiter gegoogelt, überlegt usw., bis ich mich irgendwann Ende November hier angemeldet habe.

Und dann ging es los...........Gelesen, gelesen und nochmal gelesen.

Als mir dann endlich der Schädel gebrummt hat von der Unmenge Input, habe ich erstmal die Samenkörner gewaschen, und zum Trocknen auf Küchenkrepp verteilt, dabei ist mindestens die Hälfte irgendwo "verschwunden", die Dinger sind aber auch elendig klein. Ich gebs zu, ich bin eher der Typ fürs Grobe, also Vorschlaghammer, Axt, Boschhammer waren in der Vergangenheit meine Lieblingswerkzeuge in meiner Freizeit.

Am nächsten Tag los in den Gartenmarkt, drei Mini-Gewächshäuser versucht zu ergattern. Versucht mal Anfang Dezember im Gartenmarkt sowas zu kaufen, ich bin einige Km gefahren, um einen Gartenmarkt mit einem Verkäufer zu finden, der mal im Lager lange gesucht und endlich was gefunden hat. Anschließend einen "Brutkasten",( nach Anleitung von Wiiliam-sii  :Danke: ) , um diese drei Minis herumgebaut. Das Saatgut vorbehandelt, das Substrat im Backofen geröstet usw..., Probelauf im Keller -ohne Saatgut-, im Keller war es 14 Grad. Eine 60-cm-Neonröhre schafft nur eine Erwärmung um 5 Grad gegenüber der Umgebungstemperatur für eine Aussat waren dann 19 Grad als Höchsttemperatur einfach zu kühl, also alles umgebaut ins Gästezimmer in der Wohnung.

Am 12.12.2015 war es dann endlich soweit, ca. 150 bis 200 Samenkörner auf 3 Achteck-12-cm-Schalen verteilt, vorher natürlich das Substrat mit Chinosol-/Düngerlösung angestaut, ab in den "Brutkasten", Zeitschaltuhr programmiert und dann jeden Tag 3 mal nachgeschaut, ob das Licht auch an ist, und ob vielleicht schon was zu sehen ist.

Am 20.12.2015 waren dann die ersten 6 grünen Pickel zu sehen, am 21.12. waren es 20, am 22.12. schon ca. 70 und dann ging es Schlag auf Schlag. Heute sind es geschätzte 120 Baby-Gymnos.
Wobei ich nicht weiß, ob ich die überhaupt Gymnos nennen soll. Ich weiß zwar, wer die Mutter ist, aber als Väter kommen 2 Echinopsen oder ein Notocactus mammulosus, die ebenfalls um die Zeit geblüht haben, in Frage. Es war also eine unkontrollierte Bestäubung, denn wenn ich richtig gegoogelt habe, ist ein Gymno ritterianum selbststeril.

So, jetzt aber die Bilder

der Blick in eine der 3 Saatschalen, die anderen beiden Schalen sehen ähnlich aus.
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getreu dem Motto "der dümmste Bauer erntet die dicksten Kartoffeln"  in der Mitte des Bildes ein 7 Tage altes dickes Baby
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Zuletzt noch ein Loblied auf das Forum:
Der immense Erfahrungsschatz, der in diesem Forum steckt, letztendlich in den Menschen, die das Forum mit Leben erfüllen, hat mir immer weitergeholfen.

Und zuallerletzt frage ich mich natürlich, was kommt wohl bei einer solchen Bestäubung heraus? ein Gymnoechinoto oder ein Echinotogymno, vielleicht aber auch ein Notoechigymno...........

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Re: Aussaat -mein erster Versuch- Vorgeschichte und Erfahrungsbericht

Beitrag  nikko am So 27 Dez 2015, 14:05

Moin Günter,
das ist doch mal ein schöner Erfolg!
Ich finde es auch toll, wie Du die Hintergrundgeschichte dazu hier mitteilst! Ich denke so Macher von uns hat ganz ähnliche Erfahrungen gemacht und kann nachvollziehen, wie sehr Du Dich jetzt freust. Very Happy
Mich freut besonders, dass unser Forum Dir dabei so gut weiterhelfen konnte.

Nun drücke ich die Daumen, dass die Kleinen sich gut weiterentwickeln und hoffe, dass Du uns an den Fortschritten weiter teilhaben läßt.

LG,
Nils

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Re: Aussaat -mein erster Versuch- Vorgeschichte und Erfahrungsbericht

Beitrag  Torro am So 27 Dez 2015, 15:06

Hallo Günther,

ja - lustige und nette Geschichte.
Aber vermutlich eher eine Reizbestäubung bei Deinem Gymno.
Es sollten also ziemlich wahrscheinlich artreine Nachkommen sein.

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Re: Aussaat -mein erster Versuch- Vorgeschichte und Erfahrungsbericht

Beitrag  pisanius am So 27 Dez 2015, 15:12

Aloha nordlicht-Günter!
Da hast Du Dich also erstmals getraut ... So habe ich es früher auch begonnen: Erst einmal lesen lesen lesen, um ja nichts falsch zu machen. Und dann ein Heidengeld ausgegeben für Hardware, um professionelle Startbedingungen zu bieten. Und irgendwann merkt man dann, dass alles viel einfacher sein kann. Die meisten unserer kleinen Lieblinge sind viel robuster und anspruchsloser, als man denkt, und man hat auch mit suboptimalen Bedingungen schöne Erfolge, wenn die wesentlichen Dinge wie Licht und Wärme am Tag stimmen.
Bei mir als Kakteenvater mit kleinem Geldbeutel sieht das z.B. so aus: Wurstdose aus farblosem Plastik für einen Euro (überraschenderweise aus einem sog. Ein-Euro-Laden), da passen genau acht 6er-Töpfe rein, mit praktischem Schnappdeckel, das ganze in einem kleinen Regal genau vor der Heizung, Innentemperatur der Wurstdose am Tag 25-30°, und obendrüber 2x18 Watt Kaltweiß-Röhren. Substrat gemischt aus Aquarienkies (gebraucht und umsonst, Ebay-Kleinanzeigen), Graberde, Quarzsand (auch umsonst bei Ebay), Basaltsplit (Streumaterial aus dem Baumarkt). Gesamtkosten keine 20 €. So viel zahlt man ja wohl schon für so ein Anzuchtgewächshäuschen im Gartencenter. Neben der Wurstdose steht noch ein kleiner transparenter Plastikeimer mit Deckel, da waren mal Rollmöpse drin. Jetzt finden die teuren Hoodia-Samen das Ambiente ziemlich toll.
Deinen Notogymnos wünsche ich einen guten Start ins junge Leben -- wobei ich ja glaube, dass Noto+Gymno nicht geht. Ist die Mutterpflanze nicht evtl. doch selbstfertil? Kannst ja in ein paar Wochen mal ein Bild hier posten, wäre interessant zu sehen, was da nun am Ende rauskam.
Ein Gruß aus Berlin vom pisanius aka Kay.
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Re: Aussaat -mein erster Versuch- Vorgeschichte und Erfahrungsbericht

Beitrag  Gymnocalycium am So 27 Dez 2015, 15:23

Hallo

gratuliere, da hast Du ja mit einer schönen Pflanze begonnen, P 214 besitzt sehr schöne gewellte Blüten

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Re: Aussaat -mein erster Versuch- Vorgeschichte und Erfahrungsbericht

Beitrag  nordlicht am So 27 Dez 2015, 16:06

Torro schrieb:Hallo Günther,

ja - lustige und nette Geschichte.
Aber vermutlich eher eine Reizbestäubung bei Deinem Gymno.
Es sollten also ziemlich wahrscheinlich artreine  Nachkommen sein.

@ Torro, danke für Deinen Beitrag, wegen der Babys guckst Du hier:psyListe_506.pdf, danach ist mein Gymno steril, siehe unten rechts, allerdings räume ich ein, dass nicht alles, was man im www. findet, richtig ist
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@Kay, also als Rentner wächst mir die Kohle auch nicht grad aus den Ohren raus. Zu Deiner Beruhigung, und auch zur Beruhigung meiner besten aller Ehefrauen, das teuerste war die Beleuchtung mit 9 €, das Material für den Aufzuchtkasten lag seit Jahren zinslos im Keller rum, die 3 Mini-Gewächshäuser haben zusammen weniger als 8 € gekostet und die Aufzuchtschalen lagen auch noch im Keller rum. Ich habe aber inzwischen angefangen, rechteckige Schalen (ALDI-Fleischsalat u.a.) zu sammeln für "Weiteres" grinsen  , Du siehst, ich bin auf dem richtigen Trip unterwegs.

in diesem Sinne noch einen schönen Sonntach

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Re: Aussaat -mein erster Versuch- Vorgeschichte und Erfahrungsbericht

Beitrag  Torro am So 27 Dez 2015, 17:22

Hallo Günther,

informiere Dich doch mal zum Thema Reizbestäubung.
Schlafen

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Re: Aussaat -mein erster Versuch- Vorgeschichte und Erfahrungsbericht

Beitrag  nordlicht am So 27 Dez 2015, 18:25

Torro schrieb:Hallo Günther,

informiere Dich doch mal zum Thema Reizbestäubung.
Schlafen

Hallo Torro,
meine Kakteen stehen im Sommer mitten in Schleswig-Holstein auf einem Campingplatz in grüner Idylle am See. Zum Thema Reizbestäubung habe ich jetzt viel i.V.m.  Zement gelesen, also mit Zement haben weder meine Nachbarn noch ich selbst hantiert.
Aber bei dieser Gelegenheit habe ich gelesen, dass es manchmal für eine Bestäubung reicht, dass eine zweite Blüte derselben Pflanze gleichzeitig blüht,.....und das war der Fall, auch wenn es nur eine Frucht gab. Die zweite Blüte hatte einfach keinen Fruchtansatz.
Wenn das die Lösung ist, dann wären die Nachkommen doch keine wilde Kreuzung.
Wieder was gelernt, oder bin ich noch immer auf dem Holzweg?

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Re: Aussaat -mein erster Versuch- Vorgeschichte und Erfahrungsbericht

Beitrag  Torro am So 27 Dez 2015, 19:22

Ja, sicher.
Da sollte irgendwo etwas von Löwenzahn stehen. Oder dessen lateinischen Namen...

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Re: Aussaat -mein erster Versuch- Vorgeschichte und Erfahrungsbericht

Beitrag  nordlicht am So 03 Jan 2016, 17:11

also nach der Reizbestäubung, der Samenentwicklung, der Aussaat am 12.12.2015 heute mal ein Update:

Ich habe geschätzte ca. 200 Samenkörner ausgebracht und am 31.12.2015 Inventur gemacht,..... und 200 Babys gezählt, vielleicht waren es also doch mehr als 200 Samenkörner. Da die Kleinen jetzt schon ein wenig gewachsen sind, fiel das Zählen etwas leichter.

hier mal einige Bilder von heute:

eine von 3 Aussaatschalen
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man kann schon nach ca. 10 bis 12 Tagen bei einigen die Dornen am Nordpol erkennen
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aber nach so kurzer Zeit ist auch die Wurzelbildung deutlich sichtbar, oder was ist das am Südpol?
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Weil ich von dem bisherigen guten Gelingen selbst überrascht bin, habe ich am 25.12.2015 noch 40 gekaufte Delosperma-Samen in Designer-Fleischsalatschälchen ausgebracht, am 31.12.2015 war das erste Delo-Baby da und bis heute sind es insgesamt 9 geworden.
auch dazu mal ein Bild
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Als Nächstes werde ich es mal mit der Aussaat von Winterharten versuchen, .....aber erstmal den Samen kaufen.

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