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Kaliumpermanganat statt Chinosol?

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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  wolfgang dietz am Do 08 Feb 2018, 17:15


Hallo, Ihr Lieben !

Seit ca. 50 Jahren beize ich mit einer milden Chinosollösung. Bevor ich die Samenkörner auf das Substrat bringe, staue ich mit abgekochtem Wasser, welches das Chinosol enthält, die Töpfe an.
Dann gehts ab zur Fleischermethode. Ich habe die Anleitung von Köhres auch gelesen, in der er vor Chinosol als Keimhemmer warnt.
Ich kann dem nicht zustimmen. Sollte der Samen nicht keimen, gibt es wohl andere Ursachen. Aber eine Verpilzung habe ich bisher erfolgreich vermieden.
Nette Grüße, Wolfgang
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wolfgang dietz
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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  M.Ramone am Do 08 Feb 2018, 18:42

So war auch mein ursprünglicher Plan, Wolfgang.

Nur dann habe ich eben von dieser angeblich keimhemmenden Wirkung gelesen und mich nach Alternativen umgeschaut. Dort bin ich auf das Kaliumpermanganat gestoßen und habe auch von positiven Erfahrungen gelesen. Hier wird mir allerdings davon abgeraten. Anscheinend erhöhe ich damit nur das Risiko von Ausfällen. Dann eben nicht durch eine keimhemmende Wirkung, sondern viel mehr durch einen Pilzbefall des Saatguts, bzw. der Sämlinge.

Wie ich schrieb, finde ich die Alternative Schachtelhalm eigentlich sehr gut. Nur bringe ich damit -meinem Verständnis nach- eine ordentliche Portion organische Substanz in die Beutel, was mich dann auch wieder stutzig macht. Ich schwanke da hin und her.

Abzuwägen gilt: Keimhemmer gegen Pilzbefall.

Das Risiko eines Pilzbefalls, in Bezug auf die Zerstörung des Saatguts, schätze ich mittlerweile als höher ein, als die angeblich keimhemmende Wirkung des Chinosols. Zumal mir hier berichtet wird, dass eine milde Chinosollösung gar nicht keimhemmend ist, bzw. niemand hier negativ darüber berichten kann.

D.h., ich tendiere zur Chinosollösung. Sowohl zum Anstauen, als auch zum Desinfizieren der Töpfe. Und da ich einen Feinzerstäuber da habe, werde ich wohl auch die Samen auf dem Substrat damit benebeln. Und da ich generell gerne experimentiere, werde ich auch einige Töpfe mit günstigerem Saatgut in Schachtelhalmextrakt und Kaliumpermanganat anstauen.

Ich baue mir gerade eine große Box für die Anzucht in die 50x50cm große Zipperbeutel reinkommen. Somit werden mehrere Töpfe in einen Beutel passen, was Versuchsgruppen zu lässt. Und da mir die Variante Chinosol jetzt sicherer erscheint, werden der Preis und die Verfügbarkei des Saatguts entscheiden, welche Samen wie behandelt werden. Die Umgebung wäre für alle Versuchsgruppen gleich, was dann Rückschlüsse zu lässt. Ich werde darüber berichten!

Danke für die ganzen Anregungen; ihr alle habt mir sehr geholfen!
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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  Mexikaner am Do 08 Feb 2018, 19:18

Du brauchst dir keine Sorgen wegen organischer Substanz zu machen.Es gibt Leute die je nach Gattung und Art sogar Organik (Blumenerde,Kokos ) bei der Aussaat dazumischen.Jedem das seine.Bei manchen Arten die es gerne nahrhaft haben ist es sogar vorteilhaft.Wenn ich zB Trichocereus und co aussäe kommt immer ein Fünftel Erde dazu....Vorallem bei vielen anderen Sukkulenten zeigt sich ,dass die Pflanzen davon profitieren.Ich rede nicht von Lithops und Conophytum,aber Titanopsis,Faucaria und co freuen sich über etwas Organik Wink ...

Zum Schachtelhalmextrakt muss ich sagen ,dass ihn viele erfolgreich anwenden,zum Beispiel Prof. Muthandi.Er ist offensichtlich sehr erfolgreich mit seiner Kultur und auch hier im Forum vertreten.Er handhabt es genau wie ich...
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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  M.Ramone am Do 08 Feb 2018, 19:42

Bei meinen Epiphyllum-Hybriden, Aloen und Crassula habe ich auch organisches Material in Form von Kokosfaser, genauer gesagt Boncoco dazu gegeben. Prinzipiell spricht ja auch gar nichts dagegen.

In den Beuteln mit der Aussaat und der ganzen Feuchtigkeit hingegen, bleiben mir eben meine Restzweifel. Ich bin dir auch wirklich dankbar dafür, dass du mir deine Erfahrung mit dem Extrakt mitgeteilt hast. Sonst wäre ich ja gar nicht darauf gekommen. Ich werde es auch ausprobieren, habe ich ja geschrieben. Jetzt habe ich richtig Lust alle drei hier besprochenen Varianten auszuprobieren.

Nur ist da eben auch Saatgut bei, das ich dem geringst möglichen Risiko aussetzen möchte. Ich weiß, ich wiederhole mich Smile Und da erscheint mir jetzt nach dem was mit mitgeteilt worden ist, das Chinosol als sicherster Weg. Unter anderem sind bei der Palette, die ich da habe auch diverse Pseudolithos Samen bei, die sehr schnell vergriffen und wirklich teuer waren. Oder auch Ariocarpus fissuratus cv. Godzilla, die ich recht günstig bekommen habe, aber sonst wo teurer und eben auch nicht überall zu kriegen sind. Und wenn ich dann sehen müsste, dass mir ein Pilz die Samen zerstört, nur weil ich Angst vor einer keimhemmenden Wirkung des Chinosols hatte, die in einer milden Konzentration evtl. gar nicht vorliegt, würde ich mir in den Allerwertesten beißen.
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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  william-sii am Do 08 Feb 2018, 20:00

Nimm eine Glasschale mit Glasdeckel, da kommt dein leicht feuchtes Substrat rein, Bims 1-3 mm. Das sterilisierst du in der Mikrowelle.
Die Töpfchen tauchst du in 70%igen Spiritus und lässt sie im Warmen trocknen.
Anstauen mit 0,5 g Chinosol pro Liter.
Dann nimmst du noch eine Sprühflasche mit 1 g Chinosol pro Liter, damit sprühst du nach der Aussaat noch mal leicht drüber. Und wenn Schimmel auftritt auch damit sprühen.
Und wenn dann Schimmel auftritt, dann liegt es an den zu alten Samen.
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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  benni am Do 08 Feb 2018, 20:01

Ach, Marcus

verschone Deinen ´Allerwertesten´ lieber
Mit Chinosol klappt das schon.
Habe Mitte November Lithops und Titanopsis ausgesät in Vulcatec, ausgesiebt
auf kleinere Korngrösse, mit Chinosollösung angestaut und besprühe die Keimlinge
mit Quellwasser, ebenfalls chinosolhaltig.
Bis auf eine Massenaussaat ist bis heute alles top.
Die grosse Schale mit überaus vielen, sehr eng stehenden Sämlingen bekam zwei,
etwa 1-cent-grosse pilzige Stellen, die ich mit einigen kurzen, leichten Sprühstössen
eines handelsüblichen Haushaltsdesinfektionsmittels (Sagrotan) sofort in den Griff
bekommen habe. Den übrigen, etwa 4 Wochen alten Lithopssämlingen hat dies nicht
im Geringsten geschadet.
Jetzt bekommen alle weiterhin ihre Feuchtigkeit aus der Sprühflasche mit Chinosolzusatz.
Vielleicht interessiert das ja mal jemanden.
Liebe Grüsse
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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  Mexikaner am Do 08 Feb 2018, 20:03

Na dann viel Glück bei der Aussaat! Very Happy

Die Samenschalen der Pseudolithos schimmeln sehr schnell.Die solltest du nach dem Keimen zügig absammeln.Außerdem haben die Pseudolithos sehr empfindliche Wurzeln und mögen es gar nicht gestört oder pikiert zu werden.Es gibt einige Leute die deshalb sogar nur ein Korn pro Topf aussäen,weil sie nicht so jung pikieren wollen.
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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  Litho am Do 08 Feb 2018, 20:12

Kaliumpermanganat kann man vergessen. Nicht nur, dass es die Haut und alle möglichen anderen Dinge extrem färbt, ist es auch ein Sauerstoffträger, der die Verbrennung fördert.
Ich vermute, dass es daher wegen möglichem Sprengkörperbau nicht mehr käuflich zu erwerben ist - obwohl KMnO4 im Vergleich zu anderen Sauerstoffträgern eher harmlos ist.

Ich habe bisher Chinosol für die Aussaat verwendet und war damit sehr zufrieden.
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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  M.Ramone am Do 08 Feb 2018, 22:40

Ernst, ich habe einen kleinen Backofen da, bei dem letztens eine Heizstange kaputt gegangen ist. Jetzt liefert er nur noch Oberhitze. Deswegen habe ich anfang des Jahres darin auf einem Blech (nie vorher benutzt) Torf bei ca. 200 Grad Celsius für eine Stunde gebacken, nachdem ich Wurzelfäule an meiner Nepenthes festgestellt habe. Das habe ich dann anschließend mit etwas Sand, Pinienrinde und Tonstücken versehen und die Nepenthes dort reingesetzt. Hat alles wunderbar funktioniert. Die Nepenthes scheint es sogar zu packen. Nachdem einige Meter abgeschnitten und die Wurzeln stark beschnitten worden sind, treibt sie jetzt schon neu aus. Auch sehe ich noch keine schwarzen Stellen an der Pflanze (außer an den Schnittstellen, breitet sich aber nicht aus). Den könnte ich doch auch -nach einer gründlichen Desinfektion- anstelle der Mikrowelle nehmen. Oder macht das einen Unterschied, wenn da erstmal die Wassermolekühle in Schwingung versetzt wurden? Mit chemischen Vorgängen kenne ich mich nicht aus, deswegen die Frage.

Ach so, die Nepenthes (Wurzel und Schnittfläche) habe ich ebenfalls mit Sagrotan desinfiziert, Benni grinsen2. Ich hatte wenig bis keine Hoffnung gehabt, dass sie den Befall überhaupt überlebt.

Dass die Pseudolithos nicht gerne pikiert werden habe ich auch gelesen. Ich hätte sie jetzt trotzdem einfach so zusammen in den Topf gepackt. Hab aber noch einen ganzen Haufen von diesen kleinen, runden, roten Töpfen da und werde dann jeden Samen einzeln aussäen. Danke für den Tipp, Ines. Ich habe aber auch mal eine Doku darüber gesehen, dass Pflanzen wohl untereinander über ihre Wurzeln kommunizieren können. Irgendwie ist es für mich auch vorstellbar, allerdings war der Heini in der Doku zu sehr auf dieser Schiene; hat Bäume umarmt und gemeint, sie würden ihn verstehen usw.. Zudem habe ich gelesen, dass Pseuolithos in Kultur besser gedeihen sollen, wenn sie in Gruppen gepflanzt werden. Und da kam mir gleich wieder dieser Heini ins Gedächtnis. Egal, die werden einzeln ausgesäät und bekommen stattdessen etwas Musik Smile

Und Mike, man kann damit auch Drogen herstellen Wink
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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  william-sii am Fr 09 Feb 2018, 08:38

Marcus, Mikrowelle, Backofen, Dampf, du kannst alles nehmen. Wichtig ist nur, dass die Temperatur 70 °C für mindestens 10 Minuten beträgt.
Und das Substrat komplett sterilisieren, nicht nachher noch etwas dazumischen.
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