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Kaliumpermanganat statt Chinosol?

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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  nordlicht am Mi 07 Feb 2018, 21:52

Um mal zum Thema zurückzukommen.......eigentlich geht es -siehe erster Beitrag- ums Anstauen,......und da ist Chlorbleiche bestimmt keine Alternative.

Beim Samenkörner-Baden ist es eine von mehreren Möglichkeiten, das Thema ist hier aber bereits mehrmals diskutiert worden.

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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  M.Ramone am Do 08 Feb 2018, 00:03

Hier kann man das Zeug bestellen. Habs auch noch im 5-Liter Eimer für über ca. 150€ gesehen, hab aber gerade den Link nicht zur Hand, weil ich an 5 Liter (Pulver oder Granulat; weiß nicht mehr) nicht interessiert war.

Aber jetzt bin ich überhaupt nicht mehr an dem Zeug interessiert.

So wie ich das gelesen habe, benötigt man sehr wenig Kaliumpermanganat für ein Wasserbad. 1%ige Lösungen sollen da schon reichen. Die Information ist aber auch nur "aufgeschnappt".
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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  Cristatahunter am Do 08 Feb 2018, 06:22

5 Liter hätten gereicht bis in alle Ewigkeit.
Eine Messerspitze genügt für 1dl Wasser. Von dieser Mischung genügt ein paar Tropfen um eine durchschnittliche Samenportion zu behandeln. Die Samen werden damit angenetzt und anschliessend lässt man das Wasser eintrocknen. So schlägt sich das Kaliumpermanganat um die Samen nieder. Es tötet die schlechten Keime auf der Samenhülle ab. 
Chinosol ist kein Keimhemmer es tötet nur bakterielle Keime ab und beeinträchtigt den Keimvorgang des Samens nicht.
Um ganz sicher zu sein das keine Bakterien oder Pilze sich in der Aussaat ansiedeln gehe ich auf Nummer sicher.
1. Gefässe mit Wasser und Seife reinigen.
2. Substrat sterilisieren
3. Samen mit KM behandeln
4. Wasser zum anstauen, abkochen und mit Chinosol behandeln. 
5. nicht zu nass anstauen es soll kein Restwasser unter den Gefässen stehen bleiben.
Danach die Gefässe verschliessen und beobachten.
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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  Mexikaner am Do 08 Feb 2018, 07:01

nordlicht schrieb:Um mal zum Thema zurückzukommen.......eigentlich geht es -siehe erster Beitrag- ums Anstauen,......und da ist Chlorbleiche bestimmt keine Alternative.

Beim Samenkörner-Baden ist es  eine von mehreren Möglichkeiten, das Thema ist hier aber bereits mehrmals diskutiert worden.

Ich habe auch nie behauptet,dass man Chlorbleiche zum Anstauen verwenden kann.Es ging ja kurz zuvor um Töpfe und Schalen Wink



Ich wollte auch bloß sagen,dass KMnO4 in Pulverform sehr ergiebig und demnach billig ist.Wer aber meint in der Apotheke KMnO4 kaufen zu wollen,der erhält ein 100 ml Fläschchen mit 1%iger Lösung für 7 Euro und das ist ein Witz...


Zuletzt von Mexikaner am Do 08 Feb 2018, 08:13 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  nikko am Do 08 Feb 2018, 08:11

Moin,
der Verkauf von Kaliumpermanganat wurde reguliert, da man es zur Herstellung von Sprengstoff nehmen kann (Sauerstoffträger). In meiner Jugend war es noch im Chemiebaukasten drin, so habe ich also vor ein paar Jahren mal Aussaatexperimente damit durchgeführt. Verwendet habe ich es als Trockenbeize, der Erfolg war OK, aber nicht berauschend. Es gab trotzdem ein paar Pilzprobleme! Unangenehm ist, dass das Zeug wie verrückt färbt, eine echte Schweinerei.
Versuche mit Chinosol (nicht Neo-Chinosol!) als Nassbeize waren erheblich erfolgreicher, nur noch sehr wenige Aussaaten wurden befallen. Wie schon geschrieben, ablüften und sprühen mit Chinosol hilft in so einem Fall. Nassbeizen ist in der Tat recht mühsam, bei größeren Samen hilft ein Teesieb, bei ganz feinen, wie z.B. Parodia wird es zur Geduldsprobe. Keimhemmungen durch Chinosol kann ich nicht bestätigen.

Letztlich konnte ich eine Restmenge Aatiram ergattern und beize damit trocken. Pilze treten seitdem so gut wie nie auf, die Winteraussaat 2017/2018 z.B. ist bisher völlig pilzfrei!  Very Happy

LG,
Nils

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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  TobyasQ am Do 08 Feb 2018, 11:01

Als Kind mit Windpocken wurde ich in lila Wasser gebadet.
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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  M.Ramone am Do 08 Feb 2018, 11:33

Die 1%igen Lösungen fand ich auch recht teuer, weshalb ich nach Pulver geschaut habe. Ich muss ungefähr 80 Töpfe (7x7) baden, sowie anstauen, und da wäre ich mit diesen kleinen Fläschchen nicht weit gekommen ,-) Selbst wenn ich zwei Arten in einem Topf aussäen würde, würds noch zu teuer werden.

Das wird alles sehr aufwendig, deswegen versuche ich gerade abzuwägen, mit welchen Mitteln ich den Aufwand so gering wie möglich halten kann. Und dabei gilt eben zu berücksichtigen, dass einige teure Samen nicht falsch behandelt werden sollen. Die Erfolge, die ihr mit Chinosol erzielt habt, sind nicht von der Hand zu weisen. Hinzu kommen eher schlechte Erfahrungen mit Kaliumpermanganat. Ines macht gute Erfahrungen mit Schachtelhalmextrakt.. Nur habe ich da einige Restzweifel; schließlich besteht das Zeug aus aufgelösten Pflanzenteilen.

Mit was kann man eigentlich noch trockenbeizen? Aatiram wird ja nicht mehr verkauft und nassbeizen möchte ich nicht, eben wegen des Aufwands, und weil im Fall von Kaliumpermanganat auch von Pilzbefall auf den Samen die Rede war. Und wenn mit Chinosol gebeizt wird, verstehe ich nicht, warum man die Samen extra beizen sollte, wenn sie eh auf dem mit Chinosol getränkten Boden liegen und man sie von oben nochmal benetzen kann. Viele benutzen für die obere Schicht ja eine so kleine Körnung, dass man keine Angst mehr haben muss, die Samen tiefer in den Topf zu sprühen. Gibt ja auch Sprühflaschen die eher Nebeln anstatt die Flüssigkeit mit Druck durch ein engmaschiges Sieb zu drücken. Tur mir Leid, wurde jetzt etwas offtopic.
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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  nikko am Do 08 Feb 2018, 11:55

Moin,
@Thomas: ist ja zum Glück wieder abgegangen! Very Happy 

@Marcus: Im Nassverfahren mit Chinosol habe ich die Samen erst 24h in einem dunklen, verschlossenem Gefäß ruhen lassen. Zur Chinosollösung dabei eine Spur von Sülmittel geben, wg. der Benetzung. So sind die Samen dann wirklich ohne Pilzsporen.  Chinosol im Anstauwasser dient eher der Vorbeugung, falls doch mal Pilzsporen ins Gefäß kommen, haben die dann keine Chance. Very Happy 

Es geht auch ohne den ganzen Aufwand, man sollte dabei trotzdem sauber arbeiten und ich würde mindestens das Substrat dämpfen. Sobald sich dann die ersten Pilzfäden zeigen muß man aber Luft an die Saat lassen, das mag der Pilz gar nicht. Genaues Beobachten und ggf. mit Chinosol sprühen sollte dann auch zum Erfolg führen. Ist 'halt am Anfang weniger Aufwand, dafür dann später mehr...

LG,
Nils

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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  TobyasQ am Do 08 Feb 2018, 12:16

Moin Nils, es hat garnicht gefärbt, außer der Krümel der beim Dosieren daneben auf's Linoleum gefallen war. Ist aber nicht mir passiert. Rolling Eyes
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Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  Cristatahunter am Do 08 Feb 2018, 13:28

Samen waschen mit Spülmittel geht auch.
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