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Besteht durch langanhaltende hohe Luftfeuchtigkeit eine Gefahr für frostharte Kakteen???

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Re: Besteht durch langanhaltende hohe Luftfeuchtigkeit eine Gefahr für frostharte Kakteen???

Beitrag  tarantino am So 30 Nov 2014, 19:05

Das Gewächshaus ist gut isoliert....der Heizlüfter wird bei starken Dauerfrost etwa täglich in Summe 1 Stunde in Betrieb sein. Die Kosten somit überschaubar. Das Gerät wird durch das UT200 gesteuert und immer minutenweise in Betrieb gehen. Die Pluswerte können noch weiter herabgesetzt werden so um die kanpp über den Gefrierpunkt. Da ich das Exoten Hobby schon einige Zeit betreibe und Winterschutzbauten des Öfteren beheizen mußte habe ich ein bisschen Erfahrung darin gewinnen können....allerdings sind die Kakteen insbesondere Echinocereen noch Neuland für mich.
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Re: Besteht durch langanhaltende hohe Luftfeuchtigkeit eine Gefahr für frostharte Kakteen???

Beitrag  tarantino am So 30 Nov 2014, 19:12

Cristatahunter schrieb:Was macht deine Heizung bei minus 10 Grad Aussentemperatur? Vermutlich 24Std laufen und nicht viel bringen. Wie dicht ist dein Folienhaus? Hast du es wenigstens an den Seiten eingegraben? 
Wenn frostresistent dann richtig. Ein bisschen frostresistent?

Das Haus ist isoliert. Ein bisschen frostressistent soll in diesem Fall heißen. ...es darf schon über eine gewisse Zeit einige Grad minus erreichen.
Was die Heizung bei minus 10 Grad macht? Ich denke, das sollte sie ohne Dauerbetrieb ohne Probleme schaffen, sofern sie nicht ausfällt. Sie wird auch nicht im Dauerbetrieb sein...der offene Boden spielt hier seine Vorteile aus...Bodenwärme....nee...eingegraben ist da nichts...die Folien sind nach aussen überlappt....und beschwert. ...kommt Schnee ist es ideal so....weil in warmen Perioden das Gewächshaus auch mal seitlich angehoben werden kann und somit ein kräftiger Zug entsteht.
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Re: Besteht durch langanhaltende hohe Luftfeuchtigkeit eine Gefahr für frostharte Kakteen???

Beitrag  Shamrock am So 30 Nov 2014, 22:13

Ohne groß auf die mittlerweile entstandene "Hintergrunddiskussion" eingehen zu wollen, kann ich dich zumindest bezüglich der Luftfeuchtigkeit etwas beruhigen. Meine Kakteen überwintern im relativ kalten Treppenhaus. Durch die Luftfeuchtigkeit von draußen, das Wasser, welches von den Massen an Pflanzen im engen Treppenhaus abgegeben wird, die Pfützen von den Schuhen bei Regenwetter, etc. ist da auch die Luftfeuchtigkeit stets bedenklich hoch.

Der Nachteil ist definitiv, dass ab und zu ein Pilz zuschlägt und einen Kaktus dahinrafft. Bei der Menge an Pflanzen brauche ich mich jedoch über ein bis drei Winteropfer nicht beschweren. Da bisher auch noch nie ein Pilz um sich geschlagen hat und andere Kakteen infiziert hat, gehe ich mal davon aus, dass die betroffenen Kakteen eh schon geschwächt waren und sich im Sommer bereits einen "Schlag" geholt haben.

Der Vorteil ist dann, dass die Kakteen mitunter deutlich weniger schrumpfen und im Frühling mitunter auch recht flott wieder in die Gänge kommen.

Also alles nichts sonderlich Weltbewegendes. Über eine niedrigere Luftfeuchtigkeit würde ich mich natürlich auch freuen aber da hilft halt nur Lüften, Lüften und nochmals Lüften (und halbwegs gut isolierte Türen zum Wohnbereich). Man kann sich damit arrangieren.

Unter frostharte Kakteen verstehe ich übrigens Kakteen, welche bis zu einem gewissen Punkt Frost vertragen solange sie trocken stehen. Auf dem Balkon stehen bei mir ein paar Wackelkandidaten, welche bei dauerhaften zweistelligen Minusgraden ins Treppenhaus umziehen dürfen. Ansonsten stehen die da draußen - eben frosthart. Bei -5°C mache ich mir da höchstens Gedanken um mein persönliches Wohlempfinden bei Frischluftaufenthalten aber sicher nicht um diese Kakteen.

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Re: Besteht durch langanhaltende hohe Luftfeuchtigkeit eine Gefahr für frostharte Kakteen???

Beitrag  tarantino am So 30 Nov 2014, 23:56

Shamrock schrieb:Ohne groß auf die mittlerweile entstandene "Hintergrunddiskussion" eingehen zu wollen, kann ich dich zumindest bezüglich der Luftfeuchtigkeit etwas beruhigen. Meine Kakteen überwintern im relativ kalten Treppenhaus. Durch die Luftfeuchtigkeit von draußen, das Wasser, welches von den Massen an Pflanzen im engen Treppenhaus abgegeben wird, die Pfützen von den Schuhen bei Regenwetter, etc. ist da auch die Luftfeuchtigkeit stets bedenklich hoch.

Der Nachteil ist definitiv, dass ab und zu ein Pilz zuschlägt und einen Kaktus dahinrafft. Bei der Menge an Pflanzen brauche ich mich jedoch über ein bis drei Winteropfer nicht beschweren. Da bisher auch noch nie ein Pilz um sich geschlagen hat und andere Kakteen infiziert hat, gehe ich mal davon aus, dass die betroffenen Kakteen eh schon geschwächt waren und sich im Sommer bereits einen "Schlag" geholt haben.

Der Vorteil ist dann, dass die Kakteen mitunter deutlich weniger schrumpfen und im Frühling mitunter auch recht flott wieder in die Gänge kommen.

Also alles nichts sonderlich Weltbewegendes. Über eine niedrigere Luftfeuchtigkeit würde ich mich natürlich auch freuen aber da hilft halt nur Lüften, Lüften und nochmals Lüften (und halbwegs gut isolierte Türen zum Wohnbereich). Man kann sich damit arrangieren.

Unter frostharte Kakteen verstehe ich übrigens Kakteen, welche bis zu einem gewissen Punkt Frost vertragen solange sie trocken stehen. Auf dem Balkon stehen bei mir ein paar Wackelkandidaten, welche bei dauerhaften zweistelligen Minusgraden ins Treppenhaus umziehen dürfen. Ansonsten stehen die da draußen - eben frosthart. Bei -5°C mache ich mir da höchstens Gedanken um mein persönliches Wohlempfinden bei Frischluftaufenthalten aber sicher nicht um diese Kakteen.

Vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort. Damit hast Du mir wirklich sehr gut weitergeholfen und meine Vermutungen wie Einschätzungen bestätigt.

Dankeschön Smile

Viele Grüße Matthias
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Re: Besteht durch langanhaltende hohe Luftfeuchtigkeit eine Gefahr für frostharte Kakteen???

Beitrag  Hardy_whv am Mo 01 Dez 2014, 06:42

tarantino schrieb:Die Temperaturen habe ich deshalb so gewählt,  damit Wackelkandidaten auch überleben bzw. Kakteen,  die bisher nie Frost ausgesetzt waren sich allmählich daran gewöhnen....so meine Gedanken...

Ich halte den Gedankengang für nicht zieführend. Die Frage ist: Welche Minimaltemperatur muss ich sicherstellen. Dabei musst du Wackelkandidaten berücksichtigen. Was passiert bei dir, wenn es eine Woche lang -2°C hat? Der Heizlüfter springt niemals an. Wo ist nun den Wackelkandidaten geholfen?

Stelle sicher, dass die gewünschte Mindesttemperatur nicht unterschritten wird. Anschließend nochmal 6° wärmer zu heizen, um es dann wieder abkühlen zu lassen, bringt auch den Wackelkandidaten nichts. Wenn dir -3°C zu gering erscheint, dann stell den Schwellwert lieber ein, zwei Grad höher.


Gruß,

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Re: Besteht durch langanhaltende hohe Luftfeuchtigkeit eine Gefahr für frostharte Kakteen???

Beitrag  Cristatahunter am Mo 01 Dez 2014, 08:41

Der andauernde Wechsel von Minusgrade zu Plusgrade und zurück, könnte wirklich mehr Probleme als Nutzen bedeuten. Ich würde auch die Mindesttemperatur tiefer ansetzen und nicht über Null aufheizen. Oder ganz auf Heizen verzichten.
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Re: Besteht durch langanhaltende hohe Luftfeuchtigkeit eine Gefahr für frostharte Kakteen???

Beitrag  Shamrock am Mo 01 Dez 2014, 08:45

Oder nur in Extremfällen heizen. Ab -7°C oder so. Ein bissl Glücksspiel, ein bissl natürliche Auslese und ein bissl Abhärtung. Wenn es sich nicht gerade um seltenes, heikles Pflanzenmaterial handelt, dann werden sich zumindest die Kakteen freuen, die wirklich hart genug sind. Es ist wie im wirklichen Leben: Letztendlich kann man es nie allen Recht machen und insofern lohnt es sich auch kaum dies zu versuchen. Wink
Ständigen Plus-Minus-Wechsel halte ich auch eher für bedenklich als hilfreich.

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Re: Besteht durch langanhaltende hohe Luftfeuchtigkeit eine Gefahr für frostharte Kakteen???

Beitrag  tarantino am Mo 01 Dez 2014, 09:59

Hardy_whv schrieb:
tarantino schrieb:Die Temperaturen habe ich deshalb so gewählt,  damit Wackelkandidaten auch überleben bzw. Kakteen,  die bisher nie Frost ausgesetzt waren sich allmählich daran gewöhnen....so meine Gedanken...

Ich halte den Gedankengang für nicht zieführend. Die Frage ist: Welche Minimaltemperatur muss ich sicherstellen. Dabei musst du Wackelkandidaten berücksichtigen. Was passiert bei dir, wenn es eine Woche lang -2°C hat? Der Heizlüfter springt niemals an. Wo ist nun den Wackelkandidaten geholfen?

Stelle sicher, dass die gewünschte Mindesttemperatur nicht unterschritten wird. Anschließend nochmal 6° wärmer zu heizen, um es dann wieder abkühlen zu lassen, bringt auch den Wackelkandidaten nichts. Wenn dir -3°C zu gering erscheint, dann stell den Schwellwert lieber ein, zwei Grad höher.


Gruß,

Hardy   [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Hallo Hardy

Erstmal vielen Dank für deine stetige Hilfe.
Ich könnte sicherlich im einen tieferen Temperaturbereich fahren....viele der Pflanzen sollten das eigentlich gut vertragen...wäre da nicht diese Gewächshausproblematik....also das die Kakteen 20 Jahre und mehr in winterlich beheizter Umgebung standen....keinen Frost kennen....deshalb die Gedanken sie allmählich daran zu gewöhnen....aber ich jabe keine Ahnung ob das letztendlich mit meiner Vorgehensweise funktionieren kann...hab derartiges vor allem mit Altpflanzen nie probiert.

Grüße Matthias
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Re: Besteht durch langanhaltende hohe Luftfeuchtigkeit eine Gefahr für frostharte Kakteen???

Beitrag  tarantino am Mo 01 Dez 2014, 10:01

Cristatahunter schrieb:Der andauernde Wechsel von Minusgrade zu Plusgrade und zurück, könnte wirklich mehr Probleme als Nutzen bedeuten. Ich würde auch die Mindesttemperatur tiefer ansetzen und nicht über Null aufheizen. Oder ganz auf Heizen verzichten.

Vielen Dank

Ich würde das gerne tun, wenn nicht die oben genannten Faktoren wären....also die Kakteen keinerlei Frosterfahrung besitzen....deshalb meine Vorsicht und Unsicherheit

Grüße Matthias
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Re: Besteht durch langanhaltende hohe Luftfeuchtigkeit eine Gefahr für frostharte Kakteen???

Beitrag  tarantino am Mo 01 Dez 2014, 10:12

Shamrock schrieb:Oder nur in Extremfällen heizen. Ab -7°C oder so. Ein bissl Glücksspiel, ein bissl natürliche Auslese und ein bissl Abhärtung. Wenn es sich nicht gerade um seltenes, heikles Pflanzenmaterial handelt, dann werden sich zumindest die Kakteen freuen, die wirklich hart genug sind. Es ist wie im wirklichen Leben: Letztendlich kann man es nie allen Recht machen und insofern lohnt es sich auch kaum dies zu versuchen. Wink
Ständigen Plus-Minus-Wechsel halte ich auch eher für bedenklich als hilfreich.

Hallo Matthias

Vielen Dank. Vielleicht ist es tatsächlich besser bei Dauerfrost nicht in den Plusbereich zu heizen....eine gewisse Selektion ist völlig in Ordnung....also wenn nicht alle Überleben...ist das auch okay....weil ich benötige zukünftig tatsächlich nur die härtesten und Abhärtung finde ich sehr gut....aber ich habe Sorge alle Pflanzen damit zu verlieren wegen der oben aufgeführten Problematik. Das wäre total schade....meine Hoffnung bestand immer etwas in der Genetik der Pflanze und dem allmählichen heranführen an tiefe Temperaturen was bisher augenscheinlich gut geklappt hat...allerdings waren die Fröste bisher nur minimal...
Nicht einfach. ..die ganze Vorgehensweise....und wie ich weiter verfahren soll...hmm....mein Ziel für die Zukunft. ..einen Großteil der Pflanzen im kommenden Jahr Outdoor zu setzen....ich bin auch sehr experimentierfreudig....freue mich über jede Erfahrung und jeden Tipp....wäre interessant ob jemand ähnliches je versucht hat.

Ich weiß, dass kann man nicht direkt vergleichen aber ich hatte vor vielen Jahren 2 Bonsai Ulmen....10 Jahre Indoor. ..nie Frost und die spontane Auspflanzung im Garten habe sie trotz strengen Winters überlebt und sich prächtig entwickelt....deshalb die Gedanken mit der Genetik....
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