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Opuntie mit kleinen weißen Stäbchen

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Re: Opuntie mit kleinen weißen Stäbchen

Beitrag  Fred Zimt am Sa 10 Nov 2018, 14:30

Wenns mit dem Spiritus nicht klappt, schneid' die Ohren ab

Urks- die van Gogh-Methode Shocked

Ich möchte auch von Experimenten mit selbstgebrauten Tabak-Auszügen abraten.

Grüße

Fred
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Fred Zimt
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Re: Opuntie mit kleinen weißen Stäbchen

Beitrag  allesgruen am So 11 Nov 2018, 01:54

Ja die Spindeldtrauch Schildläuse könnten es sein. Evil or Very Mad

Werde es dann mal mit Spiritus probieren, muss ich am Montag kaufen. Neemöl hätte ich zuhause, aber ich denke das hilft gegen Schildläuse nicht.
Kann ich den Kaktus einstweilen rausstellen? Oder ist so ein plötzlicher Temperatursturz von 23 auf 10 Grad zu viel? Wenn die auch auf meine anderen Zimmerpflanzen gehen, krieg ich die Krise.
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allesgruen
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Re: Opuntie mit kleinen weißen Stäbchen

Beitrag  Kaktusfreund81 am So 11 Nov 2018, 13:07

Hallo Eva,

das Rausstellen würde ich nicht versuchen, meine (frostharten!) Echinocereus-Sämlinge haben sich nach dem
Rausstellen vor wenigen Tage prompt verabschiedet, weil der Temperatursturz wohl doch zu stark war. Deshalb
ist es umso wichtiger, dass man die Pflanzen langsam an das Außenklima gewöhnt und das geht nur, wenn sie
ganzjährig draußen bleiben. Bei deiner Opuntie aber nicht zu empfehlen, da solche O. microdasys-Auslesen
einfach keinen Frost aushalten. Nur die Anwendung des Schädlingsbekämpfungsmittels solltest du am besten
draußen durchführen, um keine toxischen Substanzen in deinen Wohnräumen zu haben...die deine Schleimhäute
reizen können. Der Parasit bevorzugt sukkulente Pflanzen, aus denen er viel nährstoffhaltigen Pflanzensaft saugen
kann. Die gehören ja zu den saugenden Schädlingen...  Auf jeden Fall nicht plötzlich rausstellen, damit riskierst du
einen Schocktod der Pflanze, zumindest schwere Verfärbungen der Epidermis als Schutzreaktion auf die kühle Luft.
Das Substrat passt übrigends auch nicht so ganz zu deiner Opuntia, wie wäre es damit das Umtopfen gleich mit der
Schädlingsbekämpfung zu verbinden. Ich mache das beispielsweise so, dass ich die Pflanze komplett austopfe, alle
Erde abschüttel und danach ein mehrstündiges Tauchbad in einer konzentrierten BI 58-Lösung - DAS überlebt kein
Schädling, die Pflanze überlebt diese Prozedur im Gegensatz dazu ohne Probleme. Nach dem Tauchbad evtl. Reste
der Schädlinge mit einem in Spititus getränkten Lappen entfernen, dabei dicke & feste Handschuhe überziehen, sonst
hast du schnell die Glochiden in den Fingern. Außerdem den Glochidenstaub nicht einatmen...davon bekommst du
umgehend einen Hustenreiz. Opuntien sind halt keine kontaktfreudigen Gesellen im Kakteenreich. Wink
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Re: Opuntie mit kleinen weißen Stäbchen

Beitrag  Fred Zimt am So 11 Nov 2018, 13:55

.... konzentrierten BI 58-Lösung...
Suspect Suspect
Ja sag mal...Natürlich nicht.
Vielmehr exakt so dosiert und mit den Sicherheitsmaßnamen die die Anwendungsvorschriften vorgeben.
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Re: Opuntie mit kleinen weißen Stäbchen

Beitrag  Kaktusfreund81 am So 11 Nov 2018, 14:23

Konzentriert - es kommt immer darauf an, in welchem Maßstab du das betrachtest. 38%-ige Salzsäure ist für den
einen nicht konzentriert, der andere spricht erst ab 80%-iger Salzsäure von konzentriert... Ich meine natürlich nicht,
das halbe Fläschchen BI 58 auf 1 Liter Wasser zu kippen.

Erstens ist das Ganze ziemlich teuer und zweitens enorm risikobehaftet, die Gase sind absolut schädlich und 100-mal
schlimmer als Zigarettenrauch...dann sind die Lungenbläschen sofort hinüber. Ich nenne die Lösung konzentriert wenn
ich über die empfohlene Dosierung gehe, um alle Schädlinge restlos zu vernichten. Das ist höchstens eine vollständig
aufgezogene 2ml-Einwegspritze. Damit kann man sich einen schönen Cocktail für's Sterbebett mixen... Twisted Evil
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Re: Opuntie mit kleinen weißen Stäbchen

Beitrag  M.Ramone am So 11 Nov 2018, 15:22

Verstehe ich das richtig, das Teil morgens in solcher Plörre zu baden und es abends wieder reinzuholen?

Mal abgesehen davon -ich habe es bereits geschrieben-, die Pflanze ist das Geld für das Gift und die damit verbundenen Risiken für die Gesundheit einfach nicht wert.

Wozu also so eine durchschnittliche 3€ Pflanze mit solch einem Aufwand retten, wenn man einfach die Ohren abschneiden und neu bewurzeln kann?! Abschneiden, abschrubben, in Spritus tunken und trocknen lassen. Dann gibts gleich drei Pflanzen.

Man könnte sie auch ohne bedenken komplett auf den Kompost (eher Biotonne) werfen und sich eine neue zulegen.

Die Gesundheit ist schwerer als alles andere, braucht also gar nicht erst auf die Waage gelegt werden.
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Re: Opuntie mit kleinen weißen Stäbchen

Beitrag  Fred Zimt am So 11 Nov 2018, 16:00

38%-ige Salzsäure ist für den einen nicht konzentriert, der andere spricht erst ab 80%-iger Salzsäure von konzentriert
Dann haben beide keinen Plan . Cool
Magst Du vielleicht nochmal drüber nachdenken?

Ich meine natürlich nicht, das halbe Fläschchen BI 58 auf 1 Liter Wasser zu kippen.
Na, dann schreib doch genau das, was Du meinst.
Darüber kann man sich leichter austaschen, als über das, was ich mir denken soll, das Du nicht meinst. Rolling Eyes

Erstens ist das Ganze ziemlich teuer
Das ist nicht teuer. Ornungsgemäß angerührt kostet 1 Liter vielleicht 50 Cent.


und zweitens enorm risikobehaftet,
Nein, wenn man die Anleitung ließt und die Sicherheitshinweise beachtet, ist das ziemlich sicher,
sonst wärs nicht zugelassen.


die Gase sind absolut schädlich und 100-mal schlimmer als Zigarettenrauch..
Wo kann man denn das nachlesen?

dann sind die Lungenbläschen sofort hinüber
Ist das so?

Ich nenne die Lösung konzentriert, wenn ich über die empfohlene Dosierung gehe, um alle Schädlinge restlos zu vernichten
Viel hilft viel, gell?
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Re: Opuntie mit kleinen weißen Stäbchen

Beitrag  nordlicht am So 11 Nov 2018, 17:04

Kaktusfreund81 schrieb:Hallo Eva,

das Rausstellen würde ich nicht versuchen, meine (frostharten!) Echinocereus-Sämlinge haben sich nach dem
Rausstellen vor wenigen Tage prompt verabschiedet, weil der Temperatursturz wohl doch zu stark war.

Da ist aber etwas falsch gelaufen, bevor sie nach draußen gebracht wurden. Meine frostharten Echinocereus-Sämlinge (Aussaat Jan. oder Febr.) wandern im Alter von 3-4 Monaten nach draußen und bleiben dort, auch im Winter. Ich habe wegen der Temperaturen bisher noch keinen einzigen Sämling verloren.

Kaktusfreund81 schrieb:Bei deiner Opuntie aber nicht zu empfehlen, da solche O. microdasys-Auslesen
einfach keinen Frost aushalten.

Hier wird die Überwinterungstemperatur für O. microdasys mit 5-10 Grad angegeben, bei völlig trockenem Substrat sind aber auch kurzzeitig leichte Minusgrade ohne nachbleibende Schäden möglich. Und das ist eher davon abhängig, ob ein Kaktus den ganzen Sommer über draußen gepflegt wird, oder in der Wohnung unter Weichei-Bedingungen steht  lol!  .

Kaktusfreund81 schrieb:Der Parasit bevorzugt sukkulente Pflanzen, aus denen er viel nährstoffhaltigen Pflanzensaft saugen
kann. Die gehören ja zu den saugenden Schädlingen...  

Wenn es sich bei dem Befall der Opuntie tatsächlich um die Spindelstrauch-Deckelschildlaus oder eine Vorstufe handelt, dann befällt sie eigentlich Spindelsträucher,...das sind meines Wissens nicht gerade sukkulente Pflanzen (ich lasse mich aber gern belehren). Wie hier schon in einem anderen Beitrag geschrieben wurde,.....mangels Spindelsträuchern befallen solche Schädlinge im Baumarkt/Gartenmarkt alles, was in der Nähe ist.

Den Rest hat Fred Zimt ja schon treffend kommentiert.

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Re: Opuntie mit kleinen weißen Stäbchen

Beitrag  Nopal am So 11 Nov 2018, 17:30

Ein frostharter Kaktus stirbt nicht so  schnell aufgrund der Temperaturschwankungen.
Wo frostharte Echinocereen wachsen herrscht in der Regel ein kontinentales Klima.
Im Sommer mit heißen Tagen und kalten Nächten.
Im Winter ist das genau so, kalte Tage und  hey... kalte Nächte.
Durch fehlende berge in Ost-West Richtung kommen in den USA öfters Kälteeinbrüche vom norden Kanadas bis in den Süden der USA runter, da sinkt die Temperatur schlagartig, deswegen sind auch viele Kakteen so robust obwohl sie in eigentlich warmen gebieten wachsen.
Ich glaube nicht das die frostharten Echinocereen aus diesem Grund gestorben sind.
In meiner Sammlung habe ich schon frostharte Kakteen von -15 Grad in die Wohnung bei plus 15 Grad geholt, diese sind dann bei -10 Grad Außentemperatur wieder nach draußen geflogen also von +15 Grad wieder schlagartig -10 Grad.
Ausfälle hatte ich so nie.

Die Opuntia verträgt auch kurzfristig Frost, da kann man die Schädlinge schon etwas damit ärgern.


Beste Grüße
Nopal
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Re: Opuntie mit kleinen weißen Stäbchen

Beitrag  william-sii am So 11 Nov 2018, 17:37

Was für ein Schwachsinn, Neulingen gleich zu Tabaksud oder BI58 zu raten.
- Beim Tabaksud kann der Nikotingehalt noch nicht mal geschätzt geschweige denn exakt angegeben werden. Wenn das Zeug gespritzt oder gesprüht wird, dann kann das bei zu starker Dosierung nicht nur den Sprüher außer Gefecht setzen, sondern auch den Kaktus in die ewigen Jagdgründe schicken.
- BI58 stinkt wie ...., und das bei jedem nachfolgenden Gießen wieder. Also für Pflanzen im Zimmer völlig ungeeignet.

Hole dir ne Flasche Spiritus, kostet so 2-3 Euro, fülle etwas davon in eine Sprühflasche, stelle den Kaktus raus, sprühe die Viecher ein, warte bis der Spiritus verflogen ist und stelle den Kaktus wieder rein. Und den Rest Spiritus kannst du z.B. noch zum Fensterputzen benutzen oder für den Brenner unter der Warmhalteplatte.
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