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[Experiment] Standortbedingung - Substrat

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[Experiment] Standortbedingung - Substrat

Beitrag  Echinopsis am Mi 23 Feb 2011, 18:38

Hallo liebe Kakteenfreunde und vor allem liebe Mexikofreunde,

seit langem geistert in mir ein Gedanke Kakteen noch artgerechter, auch was das Substrat anbetrifft zu halten.
Aus diesem Grund habe ich aus langer Hand Vorbereitungen getroffen um ein groß angelegtes Experiment zu machen mit interessanten Daten und Fakten.

Um was gehts?
Es sollen verschiedene Kakteen standorttypisch (vom Substrat her!) gehalten werden. Ich möchte statt normales Substrat zu verwenden die Oberfläche des Standortes nachahmen und ebenfalls ein Substrat herstellen, welches fast ähnlich dem des Standortes ist. Natürlich ist es kaum möglich 100% identisch zu machen, aber es ist mir fast gelungen.

Aber erstmal die Vorgeschichte.

Ich war in den letzten Wochen viel unterwegs, habe Gipswerke, Steinbrüche und Ausgrabungen besucht, habe viele Liter verschiedenster Substratbestandteile durch die Gegend gefahren um dieses Experiment zu machen. Viele dieser Bestandteile gibt es so, wie ich sie möchte nicht zu kaufen.

Gestern habe ich ein Gipswerk, welches direkt am Gipsbruch gebaut ist besucht und habe mir dort 60 Liter Gips in verschiedenen Körnungen besorgt. Dieser Gips ist fast identisch mit dem, welchen wir am Aztekium-Standort vorfinden, nicht dieses feine Pulver, welches verschiedene Händler unter dem Namen "Düngegips" vertreiben.

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Soviel zum Gips!

Heute war ich wieder unterwegs in Sachen Substrat, dieses mal in einem Schiefersteinbruch, in dem ich Schiefer vorfand, ähnlich dem, wie am Standort von Ariocarpus scapharostrus zu finden ist.

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Re: [Experiment] Standortbedingung - Substrat

Beitrag  Echinopsis am Mi 23 Feb 2011, 18:49

Nachdem nun die ersten Grundsubstrate vorhanden waren ging das Experiment los.

Getestet wurden:
Ariocarpus scapharostrus in einem Gips-Schiefer-Lehm Substrat, identisch wie am Standort (Rayones)
Aztekium ritteri in reinem Gips

---

desweiteren wurde getestet:
Astrophytum myriostigma in reinem Gips
Astrophytum asterias var. supercabuto in reinem Gips
um eine möglichst schöne, schneeweiße Bewollung und Beflockung zu erreichen.

---
1) Bericht A. scapharostrus

A. scapharostrus, insgesamt 5 Testpflanzen, auf diesem Bild nur 4 davon. Wurden in 3 Töpfen getopft.

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Substrat in welches A. scapharostrus gepflanzt wurden, Gips-Lehm-Schiefer:

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Substrat wurde bis zu den Rübenansätzen aufgefüllt mit gröberem Schiefer am Topfboden!

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Nochmal exakt der Schiefer:

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Das Endergebnis, insgesamt drei Töpfe, bei denen exakt die Oberfläche wie am Standort nachgebaut wurde von A. scapharostrus:

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Re: [Experiment] Standortbedingung - Substrat

Beitrag  Echinopsis am Mi 23 Feb 2011, 18:55

2) Bericht Aztekium ritteri

Die beiden Testpflanzen mit schlechterem Wurzelwerk

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in reinen Gips, unten grob, in der mitte feiner, oben wieder gröber:

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3) Bericht Astrophytum - Test/Beflockung

A. asterias in reinem Gips:

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Aktuelle Beflockung des A. myriostigmas:

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A. myriostigma in reinem Gips:

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Diese Berichte werden jährlich aktualisiert um Erfolge/Misserfolge festzustellen, vor allem an Wachstum/Beflockung,Bewollung/ und Wurzeln!

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Re: [Experiment] Standortbedingung - Substrat

Beitrag  zipfelkaktus am Mi 23 Feb 2011, 19:06

Ja das klingt ja sehr interessant, freu mich schon auf deine Erfahrungen
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Re: [Experiment] Standortbedingung - Substrat

Beitrag  Gast am Mi 23 Feb 2011, 19:08

Hi Daniel

So was hatte ich auch schon mal vor vielen Jahren vor. Aber vor lauter Arbeit ist es dann bei der

Idee geblieben.

Wenn ich mir aber das so anschaue hm,hm,hm, sollte ich es mal wieder ins Auge fassen.

Der Elm mit Sandstein, der Harz mit seinen vielen Gesteinsarten laden dazu ein.

Finde ich jedenfalls eine gute Idee. Nur sollte die Zusammensetzung & Körnung des ,, Natursubstrates ,,

gut überlegt sein. Toll sieht es ja aus, das ganze.

Bin gespannt wie es weiter geht.

Gruß
Achim Very Happy
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Re: [Experiment] Standortbedingung - Substrat

Beitrag  volker am Mi 23 Feb 2011, 19:28

Hallo Daniel

sehr interessant die Geschichte.
Trotzallem wirst du nie den natürlichen Standort nachmachen können. Auch wenn du jetzt mal die richtigen Bestandteile zusammen hast musst du etwas berücksichtigen. Dieeinzelnen Bestandteile können zB ganz andere ph Werte wie am natürlichen Standort haben usw. Wenn du hier in D ein 2 verschiedene Lavasteinbrüche gehst so wirst du feststellen das es auch unterschiedliche ph Werte hat. Das trift natürlich auch auf andere Bestandteile zu.
Bin trotzdem sehr gespannt wie sich das entwickelt.

LG Volker
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Re: [Experiment] Standortbedingung - Substrat

Beitrag  Gast am Mi 23 Feb 2011, 19:31

Ich find die Idee auch sehr gut , nur hätte ich um die Pflanzen Angst . Denn in der Natur pflanzt niemand einen 4 cm DM Ario in solch Substrat ! , der wächst als Baby da drinn groß , und wird niemals angefasst ... hat riesige Ressourcenfreiheit (keine Topf) und das Wasser was von oben kommt ist dann halt so wie´s vor ort ist und nicht wie wir Menschen das möchten ... aber trotzdem sehr interessant , Daniel !
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Re: [Experiment] Standortbedingung - Substrat

Beitrag  tephrofan am Do 24 Feb 2011, 06:25

sieht echt "geil" aus, original Standort-like...
Sorge bereitet mir lediglich der scharfkantige Schiefer, der wohl ebenso
ungeeignet ist für solch extreme Rübenwurzler wie auch grobe Lava.
Ich fürchte, dass besonders nach der Ruhezeit, in der sich die Rübe richtig
aufpumpt in Konflikt kommen könnte mit den scharfen Kanten im Substrat.
Im allgemeinen denke ich aber, wird es keinen Spaß machen, Kakteen in
"original" Standortsubstraten zu pflegen. das geht bei unseren Einheimischen
Pflanzen ebenso wenig. Pflanz mal einen Baum in einen Topf, in dem nur
Mutterboden drinn ist. Zumindest bei unserem lehmhaltigen Matsch säuft der
schneller ab als man zuschaun kann. Das Gleiche gilt für Stauden etc.....
ich möchte meine Pflanzen verwöhnen und ihnen die Möglichkeit geben, einen
richtig vollen Wurzelballen zu bilden. Denke, dass es in reinem Natursubstrat
nicht möglich ist. Die Pflanzen werden so gut wie nicht wachsen und die
zu erwartende dichtere bedornung/ Beflockung resultiert sich aus dem extrem
verlangsamten Wachstum, hat aber nichts mit der Bodenbeschaffenheit zu tun.
Wenn Du die Pflanze allgemein härter hälst hast Du wohl denselben Erfolg.
Bin aber sehr gespannt auf Deine weiteren Berichte...
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Re: [Experiment] Standortbedingung - Substrat

Beitrag  sensei66 am Do 24 Feb 2011, 18:34

Ich schließe mich Volkers und Michis Meinung an und halte das Experiment für wenig sinnvoll. Und wenn ich deinen Beitrag lese...

Echinopsis schrieb:...Dieser Gips ist fast identisch mit dem, welchen wir am Aztekium-Standort vorfinden, nicht dieses feine Pulver, welches verschiedene Händler unter dem Namen "Düngegips" vertreiben.
...dieses mal in einem Schiefersteinbruch, in dem ich Schiefer vorfand, ähnlich dem, wie am Standort von Ariocarpus scapharostrus zu finden ist.

...fallen mir gleich zwei Fragen ein:
1. schon mal da gewesen?
2. kürzlich Geologie studiert? Teufel

Nicht sauer sein, aber ich halte es für schlicht unmöglich, Substrate von Originalstandorten nachzumachen, zumal mir der Sinn nicht klar ist. Natürlich sind Kakteen an extreme Standorte angepasst, aber wer sagt denn, dass sie dort optimal versorgt sind. Ich glaube eher nicht; sie überleben gerade so. Aber zurück zum Experiment:
- Gips ist nie gleich Gips, auch wenn die chemische Formel gleich ist. Unterschiedliche Kristallformen, verschiedenen Beimengungen anderer Minerale, unterschiedlicher Verwitterungsgrad...
-bei Schiefer und Lehm ist es noch schlimmer, das sind nur Sammelbegriffe für die verschiedensten Mineralien. Du wirst hierzulande nichts finden, was auch nur annähernd dem Schiefer in Mexiko entspricht.
- auch wenn du mit Eimerchen und Schaufel nach Mexiko fährst und dir das Zeug direkt holst, 100m weiter kann die Zusammensetzung schon sehr anders sein, obwohl es immer noch Gips, Schiefer und Lehm ist.
- wenn du einen Parameter änderst (das Substrat), musst du auch die anderen Berücksichtigen: Sonneneinstrahlung, Regenmengen, -intervalle, -dauer etc. pp
Welche Aussagen also soll das Experiment liefern?
- auch der beste Kaktus kann ohne organisches Material (N-Düngung) nicht überleben. In den genannten Substratbestandteilen ist nichts davon. Also muss auch die Begleitvegetation berücksichtigt werden. Sobald du mit Dünger nachhilfst, ist das ganze nichts mehr wert.

Außerdem:
Echinopsis schrieb:
Astrophytum myriostigma in reinem Gips
Astrophytum asterias var. supercabuto in reinem Gips
um eine möglichst schöne, schneeweiße Bewollung und Beflockung zu erreichen.

Wer erzählt denn sowas? Nur weil Gips weiß ist soll auch die Beflockung weiß werden?
Sorry, wenn ich so hart mit dir ins Gericht gehe, aber aus wissenschaftlicher Sicht ist das Experiment nichts wert (außer, du willst beweisen, dass die Kakteen bei Standardpflege besser wachsen). Ich kann nun mal nicht aus meiner Wissenschaftler-Haut...

nicht böse sein
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Re: [Experiment] Standortbedingung - Substrat

Beitrag  Echinopsis am Do 24 Feb 2011, 23:40

Okay, eine Frage:

Warum ist ein Aztekium ritteri am Standort bläulich und in Kultur hellgrün?

Dann weißt du auch wieso ein Astrophytum weißer wird wenn er in Gips sitzt.
Natürlich ist das Experiment längst bei einem Kakteenfreund erfolgt, der das ganze über 8 Jahre getestet hat und bei dem genau das passierte was ich geschrieben habe - der A. myriostigma wurde schneeweiß (im Neutrieb) nach nur 6 Monaten im Gips.

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