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Ferocactus - Allgemeine Pflegehinweise

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Ferocactus - Allgemeine Pflegehinweise

Beitrag  Bimskiesel am So 12 Nov 2017, 11:26

Der Beweggrund für dieses neue Thema ist meine kleine Problematik in der Fero-Pflege.

Ich habe einige größere Sämlinge (nicht älter als 10 Jahre), die ein jämmerliches Erscheinungsbild haben: Körper nicht Prall, zum Teil rötliche Epidermis, immer wieder Wurzelverluste an diversen Pflanzen. Natürlich gehe ich davon aus, dass ich da bei der Pflege etwas falsch mache. (Wo keine Wurzeln, da keine Ernährung und demzufolge jämmerlicher Zustand der Pflanzen.)

Beispiel Ferocactus rectispinus:

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Gibt es grundsätzliche Richtlinien, die zu beachten sind wie z.B. eine Mindesttemperatur bei der Überwinterung? (Ich habe die Vermutung, dass es den Feros im Winter bei mir zu kalt wird.) Wieviel Wasser vertragen sie in der Vegetaionszeit? Wird es ihnen im GWH vielleicht auch mal zu warm?

Liebe Fero-Experten, wie handhabt ihr die Fässer?

Dankbar für Ratschläge ist
Antje
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Re: Ferocactus - Allgemeine Pflegehinweise

Beitrag  nordlicht am So 12 Nov 2017, 12:50

Moin Antje,

der Grund für Wurzelverlust könnte zuviel Wasser im Sommer sein, Substrat nicht vollständig trocken vor der Einwinterung, eventuell falsches Substrat.

Der erste Link gibt Pflegetipps in Deutsch, der zweite Link in Englisch.

http://www.kakteensammlung-holzheu.de/ferocactus_acanthodes.html

http://www.llifle.com/Encyclopedia/CACTI/Family/Cactaceae/Ferocactus/

Wenn dir die Links nicht weiterhelfen, dann schreib doch einfach mal, unter welchen Bedingungen Du die Feros hältst.

_________________
Grüße vom nordlicht (aka Günter)
"Wer die Dornen nicht ehrt, ist den Kaktus nicht wert"
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Re: Ferocactus - Allgemeine Pflegehinweise

Beitrag  Hardy_whv am So 12 Nov 2017, 13:35

Hallo Antje,


eigentlich haben die meisten Ferocactus-Arten m. E. keine anderen Pflegeansprüche als andere Kakteen.

Meine Feros stehen fast alle bei 5 °C Mindesttemperatur im Gewächshaus. Es gibt aber auch ein paar Arten, die das nicht mögen, z. B. Ferocactus flavovirens, F. lindsayi, F. robustus oder F. latispinus. Andere Feros vertragen auch kurzzeitig Frost (z. B. F. wislizeni [herkunftsabhängig], F. viridescens).

Die größer werdenden Feros vertragen in der Wachstumsphase durchaus regelmäßige Wassergaben und Düngung. Gerade den groß werdenden Arten kann man auch mal häufiger Dünger verabreichen, die keinen reduzierten Stickstoffanteil haben. Ich würde hier die Töpfe auch nicht zu klein wählen, denn bei kleinem Wurzelvolumen haben sie auch weniger Möglichkeiten, Wasser in der nötigen Menge aufzunehmen. Wenn die Feros von unten zu sehr verkorken, ist das m. E. ein Indiz für zu geringes Wachstum. Ein Ferocactus mit gesundem Wachstum verkorkt kaum.

Einige Arten kann man den Sommer über auch gut draußen aufstellen, es gibt aber auch Arten, mit denen ich das nicht machen würde (z. B. F. gatesii, F. chrysacanthus).

Für das Substrat verwende ich stets rein mineralische Bestandteile: Bims (85%), Kieselgur (10%), Acadama (5%), dazu etwas Löß.

Es kommt immer mal wieder vor, dass einzelne Pflanzen Wurzelprobleme bekommen. Das erkennt man an beginnendem Schrumpeln trotz ausreichender Wassergaben. Dann muss man in der Tat die alten Wurzeln radikal zurückschneiden. Bei deinem F. rectispinus hätte ich zwar nicht ganz so weit zurückgeschnitten, aber es hat ja geklappt. Ich habe hier einen wurzellosen F. herrerae, bei dem ich seit 1 1/2 Jahren auf Neubewurzelung warte. Ich habe noch kein Mittel gefunden, Wurzelprobleme komplett zu verhindern. Wenn es ab und zu vorkommt, ist das m. E. "normal", wenn es sich häuft, dann müsste mal alle Faktoren nochmal checken.


Gruß,

Hardy    Cool


Zuletzt von Hardy_whv am So 12 Nov 2017, 22:12 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Ferocactus - Allgemeine Pflegehinweise

Beitrag  Kakteenfreek am So 12 Nov 2017, 21:37

Hallo Antje
Danke Antje, dieses Thema angesprochen zu haben.
Hardy;
Danke für Deinen Beitrag, er war sehr hilfreich. Dieses Thema interessiert mich schon seit einiger Zeit und es kann gern noch etwas
ausgebaut werden!

Viele Grüße
Ehrenfried
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Re: Ferocactus - Allgemeine Pflegehinweise

Beitrag  Bimskiesel am Mo 13 Nov 2017, 15:53

Danke für Eure Meinungen.  Very Happy

Hardy_whv schrieb:...eigentlich haben die meisten Ferocactus-Arten m. E. keine anderen Pflegeansprüche als andere Kakteen...

...Es kommt immer mal wieder vor, dass einzelne Pflanzen Wurzelprobleme bekommen. Das erkennt man an beginnendem Schrumpeln trotz ausreichender Wassergaben. Dann muss man in der Tat die alten Wurzeln radikal zurückschneiden. Bei deinem F. rectispinus hätte ich zwar nicht ganz so weit zurückgeschnitten, aber es hat ja geklappt... ...Ich habe noch kein Mittel gefunden, Wurzelprobleme komplett zu verhindern. Wenn es ab und zu vorkommt, ist das m. E. "normal", wenn es sich häuft, dann müsste mal alle Faktoren nochmal checken...

Das wollte ich eigentlich gern hören/lesen. Ich behandle sie wie die meisten der übrigen Kakteen.

Hardy, Du beschreibst ziemlich exakt, was ich meine: Schrumpeln etc.

Den Rectispinus hatte ich letztes Jahr so weit zurückgeschnitten, weil ich einen Fusarium am Fuß vermutete. Der erste Schnitt zeigte einige verdächtig hellorange Sprenkel. Zum Glück verlief die OP sehr gut. In diesem Jahr bekam er wieder einen Topf und sitzt jetzt fest drinnen. Wachstum konnte ich noch keines feststellen, aber zum Glück auch kein weiteres Schrumpfen.

Dafür haben F. gracilis v. coloratus sowie F. herrerae v. brevispinus ihre Wurzeln eingebüßt und der F. hamathacanthus ssp. sinuatus v. papyracanthus cv. Yellow Spine sieht schrumpelig und rötlich verfärbt aus. Außerdem hat er 2017 nicht geblüht. Der einzige Fero, der sonst recht zuverlässig blüht.

Ich bin mir eben nicht so recht sicher, ob der Wurzelverlust auf zu viel Wasser, zu wenig Wasser, Wasser bei zu kalter Witterung oder was-weiß-ich zurück zu führen ist. Vielleicht haben sie unterm GWH-Dach einen falschen Standort? scratch  Ich werde wohl weiter experimentieren müssen. Idea

Es wäre trotzdem schön, wenn sich hier weiterhin Fero-Freunde zur Pflege austauschen könnten.

Liebe Grüße von
Antje


Zuletzt von Bimskiesel am Mo 13 Nov 2017, 17:40 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Ferocactus - Allgemeine Pflegehinweise

Beitrag  tephrofan am Mo 13 Nov 2017, 17:13

Hallo Antje!
Erstmal Respekt, dass Du Dich getraut hattest die Wurzeln komplett zurück zu schneiden, bzw. weit ins Fleisch- Ferocacteen sind nicht wirklich bekannt dafür, dass man sie durch Stecklinge vermehren kann, bzw. sie gut bewurzeln. Ich hatte einmal einen F.chrysacanthus 2 Jahre liegen, nachdem er die Wurzeln verloren hatte- es kamen auch keine mehr- Fall für den Kompost.
Du beschreibst hauptsächlich Formen, die in der Wachstumszeit eher warme Standorte mögen. Mein Feroc. rectispinus hat unten auf den Tischen nie geblüht, Wachstum eher langsam. Seitdem er oben auf den Hängern steht, blüht er regelmäßig im Spätsommer. Selbiges bei F.gracilis/coloratus, der blüht aber schon früher im Jahr, Frühsommer.
Sicher kommen einige auch im Freien stehend im Sommer klar, aber wirklich schön werden sie eher geschützt stehend und gut ernährt, aber luftig und absolut sonnig. Im Winter müssen bei mir ausnahmslos alle bei +/- 5°C aushalten, trocken versteht sich. Blühen tun bei mir alle- wer nicht besonders schön bedornt ist und vielleicht sogar gar nicht blüht (robustus) fliegt.....
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Re: Ferocactus - Allgemeine Pflegehinweise

Beitrag  Bimskiesel am Mo 13 Nov 2017, 17:46

Hallo Michi,

das war eher der Mut der Verzweiflung. Gestört Wie gesagt, ich dachte, da knabbert ein Pilz. Und die Substanz der Pflanze schien mir robust genug. Ich war zuerst einmal froh, dass das nichts gefault ist und als dann die ersten Wurzelspitzen kamen... jubelnn

Vorhin habe ich den F. hamathacanthus-mit-dem-unendlichen-Namen aus dem Regal gepflückt und der sieht genau so aus wie der Rectispinus oben. Mal sehen, ob der zu retten sein wird.

Ich dachte auch schon daran, dass die Töpfe der Größeren vielleicht nicht ausreichend abgetrocknet waren, wenn es in die Winterruhe ging. Mit den kleinen Sämlingen habe ich überhaupt keine Probleme. Der Wurzelverlust ereignet sich erst an Pflanzen, sagen wir mal, ab 8 cm DM.

Liebe Grüße von Antje *umarmen*
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Re: Ferocactus - Allgemeine Pflegehinweise

Beitrag  kleiner Grüner am Mo 13 Nov 2017, 21:03

Hallo Antje, sehr gutes Thema! Und ich bin momentan auch noch am rumexperimentieren Laughing was die Pflege von Ferocacteen betrifft. Hab ich auch schon relativ viel Lehrgeld zahlen müssen, aber Erfahrung macht eben schlau…? So nun zu meinen persönlichen Erfahrungen: 1. Standtort: 2/3 Meiner Pflanzen stehen im Frühling/Sommer/Herbst draußen aber überdacht. Hat den Vorteil sie Blühen, zumindestens bei mir.…2. Wassergaben: In den Sommermonaten gieße ich auch nur max 1x pro Woche. Hat den Vorteil von zusätzlichem Wurzelwachstum und vielem anderen auch noch. Weniger ist eben mehr. 3.Wasserqualität: Da es an meinem Wohnort nur sehr Hartes Wasser gibt und mir viele Pflanzen deswegen eingegangen sind. Bin ich ganz schnell auf eine Leistungsfähige und qualitativ hochwertige Osmoseanlage umgestiegen. Weil das Wasser besser schmeckt. Ich nicht mehr jede Woche den Wasserkocher entkalken muss. Und es den Pflanzen scheinbar besser geht. Pflanzen die mit normalen Leitungswasser gegossen worden sind haben nie geblüht und das Wachstum hat stagniert. Und seit ich mit Osmosewasser gieße blühen sie regelmäßig und wachsen. Meine ganz persönliche Meinung zur Pflege von Ferocacteen. Und da ist die Wasserqualität ein „Keystone“. Ich denke man sollte sich auch das Habitat der Feros mal anschauen. Zum größtenteil Wachsen sie auf Mineral armen Böden und Wasser gibt es nur in form von Grundwasser im Frühling (Regenzeit) oder vom Himmel in form von destillierten Wasser. Deswegen ist für mich die Wasserqualität ein Keystone. Fero´s wachsen auch im Halbschatten, in Torf und kommen mit wenig Wasser aus.  Siehe Bestimmungsthreat, Ebay und Ebay Kleinanzeigen usw. Und diese Pflanzen wachsen ja auch aber eben unter anderen Bedingungen. Und manchmal blühen sie auch. Rolling Eyes Fero´s passen sich auch an diese Gegebenheiten an, aber an die Wasserqualität können sie sich eben nicht anpassen.
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Re: Ferocactus - Allgemeine Pflegehinweise

Beitrag  Bimskiesel am Di 14 Nov 2017, 10:43

Danke auch für diese Hinweise und Erfahrungswerte.

Meine Sammlung gieße ich ausschließlich mit Regenwasser. Da gibt es eigentlich keine Verkalkungen.

Aber noch etwas anderes... Wie grob ist euer Substrat?

Als ich jetzt den Hamathacanthus vom Substrat hob, stellte ich ein relativ feines Gemisch fest. Ich sage mal so ca. 5 - 7 mm Korngröße, Feinanteile und auch einige größere Steine eingeschlossen. Ich glaube, das könnte zu fein gewesen sein, weil dann die Feuchtigkeit doch zu lang gehalten wird. Ich werde das in der kommenden Saison mal ändern.

Grüße von Antje

Hier mal noch ein Foto aus bessseren Tagen, damit es nicht zu trist wird in diesem Thema:

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Re: Ferocactus - Allgemeine Pflegehinweise

Beitrag  Henning am Di 14 Nov 2017, 14:27

Moin Antje,
5 - 7 mm Korngröße - Du meinst, das ist zu fein?
Entweder hast Du Dich gerade vertan und eine 0 vorm Komma vergessen oder aber alle meine Kakteen, Sukkulenten usw. stehen seit Dekaden definitiv viel zu fein.
Bis bald.
Gruß
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