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Bitte um Hilfe - Säulenkaktus ist beleidigt

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Bitte um Hilfe - Säulenkaktus ist beleidigt Empty Bitte um Hilfe - Säulenkaktus ist beleidigt

Beitrag  tjae Sa 19 Feb 2022, 00:23

Liebe Kakteenfreunde,

m()ein Säulenkaktus ist an der Spitze in den letzten Tagen ganz dünn und sehr beweglich geworden, siehe Foto.
Ist da noch etwas zu retten, oder ist Hopfen und Malz verloren?
Was kann die Ursache sein? Zu feucht? Lichtmangel?
Und warum an der Spitze? Ist das typisch? Ich würde eher erwarten, dass er nahe der Wurzel beleidigt ist.
DANKE für eure Hilfe!

LG Tino

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Beitrag  Shamrock Sa 19 Feb 2022, 00:56

Hi Tino,

ich weiß, dir ist es natürlich ernst - aber bei dem "sehr beweglich geworden" musste ich jetzt doch kurz schmunzeln. Ich hoffe, du siehst es mir nach!

Bei wieviel Grad überwintern denn deine Säulen und haben sie da mal etwas Wasser bekommen?
Von den Wurzeln kommt die Misere, wenn man zuviel gießt. Wenn so Säulen aber nicht genug Wasser bekommen, dann vertrocknen sie von den Triebspitzen her. Ich befürchte alles was da beweglich wurde, musst du jetzt abschneiden und entsorgen. Die gute Nachricht dabei ist, dass alles darunter noch fit und gesund sein sollte. Dennoch aber sicherheitshalber nach dem Schneiden die Leitbündel kontrollieren, ob dort wirklich alles sauber ist.
So dünne Säulen brauchen halt doch etwas mehr Wasser im Winter, als andere Kakteen mit größeren Wasserspeichern - vor allem, wenn sie nicht so richtig kalt überwintert werden.

Viele Grüße - Shamrock (aka Matthias)
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Beitrag  tjae Sa 19 Feb 2022, 21:30

DANKE lieber Shamrock!
Habe mich echt voll gefreut, so schnell eine so kompetente Antwort zu erhalten!

Zu den Fragen: sie stehen im Schlafzimmer, vielleicht so 21-22 Grad, und erhalten ca. alle 10 Tage einen "Schluck".
Wir haben immer Angst zu übergiessen, da sie in einem Topf ohne Loch stehen. Umtopfen ist schon unmöglich - der etwas dunklere dünne Säulenkaktus rechts daneben ist im selben Topf und schon über 2 Meter hoch.
Dann ist deine Vermutung, dass es doch zu wenig Wasser ist, was sie bekommen? Korrekt?

Zur "Heilbehandlung".
Was heisst: alles was beweglich ist musst du entsorgen? Mit einem Scharfen Messer zB einfach 20 cm von der Spitze her abschneiden? Das überlebt er? Wird aber gruselig aussehen und nicht mehr wachsen, oder?
Wenn man nicht abschneidet, fault es dann und der Schaden wird immer mehr - oder?

Nochmal DANKE lieber Matthias!
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Beitrag  Shamrock Sa 19 Feb 2022, 22:01

Ha, freut mich jetzt, dass sich auch mal jemand so richtig schön bedankt...! Very Happy Ist leider etwas selten geworden... So hilft man auf jeden Fall auch gerne! Wink

Ich glaube man kann an der Farbe der Säule (Cleistocactus? Die sind sowieso recht durstig...) halbwegs gut erkennen, bis wie weit das Gewebe vertrocknet ist. Da sind die Schäden jedenfalls irreparabel. Im Zweifelsfall erst mal weiter oben schneiden, Leitbündel angucken und dann noch einen tieferen Schnitt, bis wirklich alles gesund und grün ist. Nach jedem Schnitt das Werkzeug desinfizieren kann sicher auch nie schaden!
Eben, zu wenig Wasser bei zu warmen Stand.

Kakteen haben ihr Vegetationszentrum immer oben im Scheitel. Wenn der plötzlich weg ist und dein Kaktus weiterwachsen will, dann wird sich dort oben irgendwo irgendwann ein neuer Austrieb zeigen und so ein neuer Scheitel entstehen. Vielleicht sogar zwei oder drei. Das geschädigte Zeugs dran lassen ist keine Alternative, das Gewebe ist tot und sieht so auf Dauer noch bescheuerter aus. Wink

Die dicke, fette Säule hat natürlich genug Wasserspeicher, die vertrocknet im Winter nicht so schnell und bei der dünnen blauen Säulen vermute ich einen Pilosocereus. Der kann sich mit so einer Überwinterungstemperatur noch halbwegs arrangieren (Nordbrasilianer...). Ansonsten sollte aber besser kalt und trocken überwintert werden. Hast du nicht für die geschädigte Säule im nächsten Winter einen kühlen Platz im Treppenhaus, Dachboden, Keller, Garage, etc.? Notfalls auch nicht so sonderlich hell, Licht ist in der Winterruhe sekundär. Nur im Frühling dann wieder vorsichtig ans Licht gewöhnen... Wenn du irgendwann mal Blüten erleben willst, dann wäre so eine richtige Winterruhe schon auch sehr wichtig.

Tja, und ansonsten umtopfen in überwiegend mineralisches Substrat und in Töpfe mit Abzugslöchern. Auf Dauer sicher eine gute Investition... Unmöglich ist gar nichts. Beim fetten Eumel kann ich´s ja noch verstehen, aber der dünne Blaue geht schon. Augen zu und durch, halb so wild! Wink Danach musst du dir auch keine so großen Sorgen mehr machen, dass du sie übergießt.
Ansonsten ruhig mal hier lesen, kann nie schaden: https://www.kakteenforum.com/t32159-faustregeln-zur-pflege-von-kakteen-und-anderen-sukkulenten

Viel Erfolg! Very Happy
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Beitrag  tjae So 20 Feb 2022, 22:04

tjae schrieb:Lieber Kakteen-Doc Shamrock,

auch heute wieder vielen lieben Dank für deine Tipps!
Hilft Laien wie uns echt extrem!
Zum einen für die Pflege-Tipps, aber auch hinsichtlich unserer "Patienten".

Heißt ich muss ihn beschneiden.  [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Soll ich den Rand auch etwas im Winkel anschneiden? Habe sowas im youtube gefunden.
Und austrocknen lassen - oder mit etwas bestreuen?
Im Schlafzimmer haben wir ein Filtergerät, die Luftverunreinigungen sollten relativ gering sein.
DANKE!

Und noch eine Frage zum dicken Eumel:
Der hat einen "Flaum" an der Spitze, siehe Fotos. (Gern darfst du wieder schmunzeln.)
Ist das normal?
Und wieder DANKE!

Ganz liebe Grüße, Tino


Shamrock schrieb:Ha, freut mich jetzt, dass sich auch mal jemand so richtig schön bedankt...! Very Happy Ist leider etwas selten geworden... So hilft man auf jeden Fall auch gerne!  Wink

Ich glaube man kann an der Farbe der Säule (Cleistocactus? Die sind sowieso recht durstig...) halbwegs gut erkennen, bis wie weit das Gewebe vertrocknet ist. Da sind die Schäden jedenfalls irreparabel. Im Zweifelsfall erst mal weiter oben schneiden, Leitbündel angucken und dann noch einen tieferen Schnitt, bis wirklich alles gesund und grün ist. Nach jedem Schnitt das Werkzeug desinfizieren kann sicher auch nie schaden!
Eben, zu wenig Wasser bei zu warmen Stand.

Kakteen haben ihr Vegetationszentrum immer oben im Scheitel. Wenn der plötzlich weg ist und dein Kaktus weiterwachsen will, dann wird sich dort oben irgendwo irgendwann ein neuer Austrieb zeigen und so ein neuer Scheitel entstehen. Vielleicht sogar zwei oder drei. Das geschädigte Zeugs dran lassen ist keine Alternative, das Gewebe ist tot und sieht so auf Dauer noch bescheuerter aus.  Wink

Die dicke, fette Säule hat natürlich genug Wasserspeicher, die vertrocknet im Winter nicht so schnell und bei der dünnen blauen Säulen vermute ich einen Pilosocereus. Der kann sich mit so einer Überwinterungstemperatur noch halbwegs arrangieren (Nordbrasilianer...). Ansonsten sollte aber besser kalt und trocken überwintert werden. Hast du nicht für die geschädigte Säule im nächsten Winter einen kühlen Platz im Treppenhaus, Dachboden, Keller, Garage, etc.? Notfalls auch nicht so sonderlich hell, Licht ist in der Winterruhe sekundär. Nur im Frühling dann wieder vorsichtig ans Licht gewöhnen... Wenn du irgendwann mal Blüten erleben willst, dann wäre so eine richtige Winterruhe schon auch sehr wichtig.

Tja, und ansonsten umtopfen in überwiegend mineralisches Substrat und in Töpfe mit Abzugslöchern. Auf Dauer sicher eine gute Investition... Unmöglich ist gar nichts. Beim fetten Eumel kann ich´s ja noch verstehen, aber der dünne Blaue geht schon. Augen zu und durch, halb so wild!  Wink  Danach musst du dir auch keine so großen Sorgen mehr machen, dass du sie übergießt.
Ansonsten ruhig mal hier lesen, kann nie schaden: https://www.kakteenforum.com/t32159-faustregeln-zur-pflege-von-kakteen-und-anderen-sukkulenten

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Beitrag  tjae So 20 Feb 2022, 22:09

Schlimmer geht es immer - die andere Säule hat auch ein Wehwehchen.
Als ich auf den Stuhl gestiegen bin bin ich fast umgekippt..

Lieber Doch shamrock - was ist das und was kann ich tun?

DANKE!!!!! [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

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Beitrag  Shamrock So 20 Feb 2022, 22:18

Die gute Nachricht: Der Flaum ist Areolenwolle, völlig normal. Ebenso, dass mit fortschreitendem Alter die Areolen verkahlen.
Die schlechte Nachricht: Der Kopf deiner blauen, dünnen Säule muss auch ab! Da hat sich irgendwie eine Infektion eingeschlichen (Pilz, Bakterium, Virus - irgendwas). Wenn du nichts unternimmst, wird relativ schnell der komplette Kaktus zu Matsch. Schneiden und Leitbündelkontrolle wie geschildert, inkl. Desinfizieren vom Schnittwerkzeug. Keine Ahnung wie und warum und ausgerechnet oben vom Scheitel aus...? Shocked Blöd, wenn jetzt zwei Baustellen zeitgleich auftauchen. Ich hoffe, du lässt dich davon nicht entmutigen.

Den Rand beschneiden macht man eigentlich nur bei Pfropfungen. Da reicht eine gerade Schnittfläche. Wenn du Holzkohlestaub oder handelsüblichen Zimt zur Hand haben solltest, dann kannst du damit gerne die Schnittflächen einpudern (wirkt antiseptisch). Nicht zwingend, aber schaden wird es sicher auch nicht.

Ach ja, und immer gerne! Wink
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Beitrag  tjae So 20 Feb 2022, 22:30

2 Gute Nachrichten...

-Meine Kakteen sind in guten ärztlichen Händen.
-Und der dicke Eumel ist hoffentlich gesund (seit einem halben Jahr treibt er ein Seiten-Baby)

2 Schlechte Nachrichten.
Die beiden "dünnen" Säulen muss ich köpfen.
Aber lieber so, als dass ich mich ganz von ihnen trennen muss.

Werde es evtl morgen erledigen [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

DANKE lieber Shamrock!!!
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Beitrag  Shamrock So 20 Feb 2022, 23:43

Gerne! Viel Erfolg - und berichte uns ruhig, wie´s weitergeht. Toi! Toi! Toi!
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Beitrag  chrisg Mo 21 Feb 2022, 19:24

tjae schrieb:Schlimmer geht es immer
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Hallo tjae,

Schlimmer geht immer - ja leider stimmt das oft nur allzu gut. Die kleinen Punkte bez. Striche auf dem Scheitel sehen sehr verdächtig nach Eiablage oder sogar zT schon geschlüpfte  Nachkommenschaft von Thripsen aus. Sie legen ihre Eier in der Epidermis der Pflanzen ab. Diese Stellen gut im Auge behalten!

/ CG
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